Dürfen Techniker/Ingenieure die gleichen Parolen raushauen wie andere Berufsgruppen ?

Man liest ja oft:

Ich habe 2 Semester Marketing studiert, aber abgebrochen, habe trotzdem viel gelernt und kann
Marketingaktionen ihrer Unternehmens leiten. Oder ich habe ein paar Fortbildungen belegt und kann
jetzt X soviel besser.

Fast nie höre ich dergleichen Parolen von Leuten mit technischer Ausbildung:

Ich habe 2 Semester Maschinenbau studiert, ganz viel gelernt, aber abgebrochen.
Trotzdem kann ich nun Forschungs und Entwicklungstätigkeiten des Unternehmens leiten.
Oder Produkte von der idee zur Serienreife mit minimalem Risiko bringen.

Eher habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man nicht 5 Jahre mit Software X gearbeitet hat,
einem nicht fundierte Kenntnisse unterstellt werden. Dass man sich in Software Y die Art-verwandt wäre einarbeiten kann,
wird einem überhaupt nicht abgekauft.

Außer man ist Elon Musk, der kann alles behaupten und die Leute klatschen Beifall.
Hyperloop, Marsmission, Tunnel, ...
 
Man liest ja oft:

Ich habe 2 Semester Marketing studiert, aber abgebrochen, habe trotzdem viel gelernt und kann
Marketingaktionen ihrer Unternehmens leiten. Oder ich habe ein paar Fortbildungen belegt und kann
jetzt X soviel besser.
Genau das ist der seichte Quatsch, den solche Abbrecher und ähnlich gelagerte Institutionen wider besseren Wissens heute gern verbreiten.
Heute traut sich jeder "Dullmann" zu, ein Unternehmen zu leiten.
"Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst"
Das ist das Credo dieser "Blendgranaten".
Von den nachfolgenden, zwangsläufigen Pleiten hört man dann in der Regel nichts mehr
 
Die meisten "Techniker" sind eher Praxis-orientiert und etwas "bodenständiger" als die Vertriebs-Dampfplauderer und Excel-Ritter, die so manche Marketing-Abteilung hervorbringt.
Es ist normal, etwas zu überziehen, um sich vielleicht in besseres Licht zu rücken und man kann auch durch erhöhten Fleiß gewisse Dinge ans Laufen bekommen und dabei fehlende Erfahrung sammeln. Irgendwann fallen einem aber auch maßlose, versprochene Luftschlösser krachend auf die Füße.
Mir ist es zuwider, mich so zu verkaufen, wie ich nicht bin (wie gesagt, etwas "mehr Glanz" geht schon) - vielleicht verläuft mein berufliches Weiterkommen damit etwas langsamer...aber beständiger :sneaky:
 
Ich glaube es ist Selbstbetrug sich einzureden, dass solche Leute im Leben irgendwann auf die Nase fallen werden. Die meisten fahren gut damit und scheffeln deutlich mehr Geld, als selbst richtig gute Ingenieure jemals zu träumen wagen...

Und es ist ja eigentlich auch gar kein Geheimnis, dass BWL, Marketing, Vertrieb usw. angesehener sind bzw. besser da stehen, als die technische Seite? Der Marketing-Experte rührt die Werbetrommel, der Vertriebler verkauft das Zeug und sorgt damit für Umsatz und der BWLer verbucht am Ende den Gewinn.
Und der Ingenieur? ;) Der zerredet die schöne Billiglösung, will es haltbarer, leichter, am Ende sogar besser machen. Er braucht viel zu viel Zeit für die Planung, setzt die tollen Ideen aus dem Marketing nicht um, weil sie angeblich technisch nicht machbar sind und kostet für das bißchen pillepalle, was er da am Computer zusammenklickt, ohnehin viel zu viel Geld ;)

Die Schelte gegen Elon Musk kann ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen. Was der Typ aus dem Nichts aufgebaut hat, das muss man erstmal nachmachen. Er hat de Facto die Elektromobilität salonfähig und im Grunde sogar massentauglich gemacht und ist im Begriff dasselbe mit der Eroberung des Weltalls zu leisten.
Man mag von Tesla halten was man will. Aber wer Elon Musk als Schaumschläger bezeichnet, hat den Schuss nicht mehr gehört...
 
Er hat de Facto die Elektromobilität salonfähig und im Grunde sogar massentauglich gemacht
Er hat erkannt, wie man mit dieser Elektroluftnummer am besten Geld machen kann. Sonst nix.
Weder umweltfreundlicher als bisher dagewesenes noch billiger und erst recht nicht massentauglich.
Luxusschlitten mit der Motorleistung eines Schwerlastwagens (4 x 100 kW ~ 544 PS) sind extrem sparsam und benötigen ganz sicher sehr viel weniger Energie, als ein Golfdiesel ...
Wenn man so einen Tesla mit eigenen Solarpaneel von 100 m^2 Fläche lädt, kann man nach wenigen Tagen Laden ( Nächte sind leider zu dunkel zum Laden) einmal zum Einkaufen fahren. Was die heimische Solaranlage nicht schafft, wird mit verstromter Kohle oder Atomenergie aus der Steckdose geholt - da iss ja nu immer Strom drin !

Fazit: Der Typ hat genau das getan, was konträr zu jeglicher technischer und pysikalischer Vernunft steht: Kernschrott als Gold verkauft !
In loser Zusammenarbeit mit regierungnahen Volksvertretern wird das Schwachsinnsprojekt mit Steuergeldern derjenigen Arbeitnehmer subventioniert, die sich so ein E-Schiff niemals im Leben werden leisten können.
Reiche können sich nun ein "salonfähiges" Fahrzeug kaufen, dessen Entwicklung bereits bis zum Anschlag subventioniert wurde, und wer genügend Geld aufbringt, um so eine sinnfreie Karre als Drittwagen anzuschaffen, bekommt zusätzlich noch ein paar Tausender dazu in eine gewisse Körperöffnung geschoben.
Der hart arbeitende Handwerksmeister hinigegen muss seinen Diesellieferwagenfuhrpark wegschmeißen, weil diese Autos ja die Umwelt so schrecklich vergreteln.
 
Ich glaube nicht, dass die Wiwi's überall soviel toller und besser angesehen sind.
Das ist nach meiner Erfahrung veraltet, das zeigt auch ein Blick in die Vorstände größerer Unternehmen.
Dort war es früher üblich, dass sich Ökonomen und Juristen breitmachen.
Mittlerweile kommen deutlich mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler dort rein.
Außerdem gibts in vernünftigen Unternehmen Tarife bzw. tarifangelehnte Bezahlung, da kann ein Kaufmann garnicht mehr bekommen als ein Ing, wenn sich die Verantwortung ähnelt.
Ich habe freilich noch nie gehört, dass ein Ing-Student derart auf die Kacke haut, das ginge garantiert nach hinten los.
Genauso wird einem Wiwi aus dem 2. oder 3. Semester vor einem Fachvorgesetzten und auch einem gescheiten Personaler direkt "entfernt" wenn er irgendwas von "Leitung" erzählt.
Also von daher kann ich die Aussagen des TE nicht recht nachvollziehen.
Es sind imho eher die Abbrecher, die sich dann hinterher in einer Ausbildung großtun, was sie schon so alles gemacht und geleistet hätten...
Also ein bisschen heisse Luft um ganz wenig.
 
Ich habe 2 Semester Marketing studiert, aber abgebrochen, habe trotzdem viel gelernt und kann
Marketingaktionen ihrer Unternehmens leiten. Oder ich habe ein paar Fortbildungen belegt und kann
jetzt X soviel besser.

Fast nie höre ich dergleichen Parolen von Leuten mit technischer Ausbildung:
Die Techniker haben ja auch nicht Marketing studiert ;)

Dass man sich in Software Y die Art-verwandt wäre einarbeiten kann,
wird einem überhaupt nicht abgekauft.
Das stimmt aber nicht.
 
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