Drehstromschaltkreis Ströme berechnen

Hi,

ich habe einen Schaltplan mit circuitjs simuliert. Die Spannung der Quelle mit L1 als Bezug ist 400 V. Alle Werte sind Effektivwerte.
Drehstromschaltkreis.JPG

Jetzt kenne ich die Werte aller Ströme. Ich möchte diese aber auch händisch berechnen.
Meine Frage ist jetzt wie gehe ich an so einen Schaltkreis heran. Wie teile ich ihn auf?
Welchen Strom berechne ich als erstes?
 
Zunächst ist ein Drehstromstern eine Hilfe, damit man die Winkel ablesen kann.
Sehr hilfreich ist die komplexe Wechselstromrechnung - falls Du mit komplexen Zahlen umgehen kannst?
Nachdem Du bei jedem Verbraucher den N mit angeschlossen hast, ist es besonders einfach.
a234.jpg
 
Klappts nicht, Geschichtefreak?
Beispiel: Verbraucher 2:
I1= (231V<0°)/(50+j100pi*0,002)=4,62A<-0,72°)
I2= (231V<-120°)/(50-j/(100pi*0,2mF)=4,40A<-102,34°)
I1+I2= (5,70A<-49.84°)

Wahrscheinlich hast Du kein 400V-Netz, da Deine Werte differieren. Weißt schon, der Divisor ist √3 und nicht √2.
 
Die Spannung der Quelle mit L1 als Bezug ist 400 V. A

Bist Du sicher? Dann ist die verkettete Spannung 690 V.

Verbraucher 1 ist symmetrisch in Sternschaltung (Phasenspannung 400 V).
Verbraucher 2 ist unsymmetrisch in Sternschaltung (Phasenspannung 400 V).
Verbraucher 3 ist symmetrisch in Dreieckschaltung (Phaenspannung 690 V).

Die sind aber falsch.

Ich möchte diese aber auch händisch berechnen.

Dazu hilft im Allgemeinen das ohmsche Gesetz (für Wechselstrom).
Bei den symmetrischen Verbrauchern braucht nur einer der drei Phasenströme berechnet zu werden. Die anderen beiden sind dann um jeweils 120° (bzw. -120°) phasenverschoben.

Kläre aber zuerst mal, ob es sich bei den 400 V tatsächlich um die Generatorstrangspannung handelt oder vielleicht doch um die (Außen-)Leiterspannung. Wie lautet der Originaltext der Aufgabenstellung?
 
Wenn man die per Simulator gemessenen Spannungen ansieht, hat er die
Sternspannung 400/√2=282,8V
Da er das "rms" so betont hat er vielleicht U1 = 400V * sin(jωt) in der Aufgabenstellung?
1614523939753.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Kläre aber zuerst mal, ob es sich bei den 400 V tatsächlich um die Generatorstrangspannung handelt oder vielleicht doch um die (Außen-)Leiterspannung. Wie lautet der Originaltext der Aufgabenstellung?

Die nachfolgende Schaltung soll an einem 400V/50 Hz Niederspannungs-Drehstromnetz betrieben werden. Verwenden Sie L1 der Quelle als Bezug.
a) Berechnen Sie mit Hilfe der komplexen Rechnung alle eingezeichneten Ströme (jeweils Betrag
und Phase)
b) Berechnen Sie mit Hilfe der komplexen Rechnung die Spannungen UL2 und UR2 (jeweils Betrag
und Phase).
c) Zeichnen Sie für den Verbraucher 2 ein vollständiges Zeigerdiagramm

Ich brauche also eine verkettete Spannung U12/U23/U31 = 400 V und erreich das mit einer Maximalspannung in der Quelle von 326 V.

1.JPG
Simulation mit jetzt angepassten Werten und Spannungsmessung zwischen Außenleitern.
Die Phasenverschiebung von L2 und L3 ist für phi -120° und -240°.

Ich denke, dass ich die Informationen aus der Aufgabenstellung jetzt richtig auf die Simulation übertragen habe oder?

Dazu hilft im Allgemeinen das ohmsche Gesetz (für Wechselstrom).
Bei den symmetrischen Verbrauchern braucht nur einer der drei Phasenströme berechnet zu werden. Die anderen beiden sind dann um jeweils 120° (bzw. -120°) phasenverschoben.
Dann rechne ich morgen für jeden Verbraucher nach und nach die Ströme.
 
Ich brauche also eine verkettete Spannung U12/U23/U31 = 400 V und erreich das mit einer Maximalspannung in der Quelle von 326 V.

Da die verkettete Spannung als Effektivwert angegeben ist, sollte auch für die Generatorstrangspannungen mit Effektivwerten gerechnet werden, also

[tex]\underline{U}_1=230V[/tex]

[tex]\underline{U}_2=230V\cdot e^{-j120^\circ}[/tex]

[tex]\underline{U}_3=230V\cdot e^{j120^\circ}[/tex]
 
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