Drehstormaufgabe

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Drehstormaufgabe

Hi Chrigi!
Ursprünglich dachte ich zwar an eine meteorologische Frage
(vielleicht ist ja ein "Drehstorm" ja eine Art Wirbelsturm),
aber es ist glücklicherweise doch elektrisch:

Wenn du zwischen L1 und L2 50 Ohm misst
und zwischen L2 und L3 bzw. L3 und L1 sowie gegen den N nix (unendlich),
Hat der Wassererwärmer am 230/400-Netz eine Leistung von
P = U²/R = 400/50 = 3200 Watt
... ned mehr und ned weniger.
 
AW: Drehstormaufgabe

Vielen Dank, habe mich verschrieben :oops:

Mein Kollege meint soeben, dass er den gleichen Ansatz wie ich gewählt hat.
Er bekam jedoch einen Widerstand von 25Ohm...(Leider bekomme ich immer diese 50Ohm)

Somit würde auch das Resultat stimmen.

Chrigi
 
AW: Drehstormaufgabe

Vermutlich soll davon ausgegangen werden, dass das Teil komplett funktioniert und symmetrisch aufgebaut ist.

Misst man zwischen den Phasen 50 Ohm, bedeutet dies, dass entweder drei Heizwendeln zu je 50 Ohm im Dreieck geschaltet sind

oder drei Heizwendeln zu je 25 Ohm im Stern.

Jetzt mal nachrechnen, welche Schaltungsvariante mehr Leistung verbrät ...
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Drehstromaufgabe

Nein, da muss ich widersprechen:
  1. rechnen Techniker nicht aufgrund von Vermutungen, wenn´s eindeutige Messungen gibt
  2. funktioniert das Ding durchaus auch mit nur EINEM Widerstand zwischen den Außenleitern und
  3. wären das vielleicht 3 Wendeln mit 25 Ohm im Stern, aber
  4. sicher nicht mit 3 x 50 Ohm im Dreieck,
  5. sondern mit 3 x 75 Ohm.
 
AW: Drehstormaufgabe

Was die Punkte 4 und 5 (eigentlich ist das ja eher ein Doppelpunkt) angeht, kniee ich reuig nieder und streue einen Eimer Asche auf mein greises Haupt - da hab ich nicht richtig überlegt.

Was meine Vermutung angeht, habe ich ja dazugeschrieben, dass es eine Vermutung ist. Wäre ja nicht die erste Aufgabenstellung die vom Unterrichtsraum bis zum Posting im Forum einige Worte verloren hat ...

Dass das Teil nur mit einer Heizwicklung arbeitet ist mir bekannt - praktisch sind die auch nicht immer alle drei gleich stark. Damit kann man dann durch interessantes Umklemmen erreichen, dass etliche Heizleistungen zur Verfügung stehen - je nach Schwächlichkeit der Verdahtung im Altbau, wo das Teil reingehängt werden soll.
 
AW: Drehstormaufgabe

Vielen Dank...

Meine Skizze sollte eigentlich schon eine Sternschaltung darstellen, jedoch wie komme ich auf die 25Ohm?
Stimmt die Berechnung für die Widerstände (Skizze mit Ohmmeter) kann ich diese 50Ohm einfach durch zwei teilen, da ich hier die Widerstände an Leiter L1 und L2 berechnet habe?

Liebe Grüsse
Chrigi
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Drehstormaufgabe

Wäre ja nicht die erste Aufgabenstellung die vom Unterrichtsraum bis zum Posting im Forum einige Worte verloren hat ...
Oh pleindespoir ... du sprichst wahre Worte gelassen aus!


P.S.: Manchesmal (gut ... selten) sind auch WIRKLICH die Angaben schon so unvollständig:
Meine Professoren hatten immer die allergrößte Freude, wenn ich der Drehstrom-Rechnung
z.B. ein 2-Phasen-90°-Netz zugrunde gelegt habe,
wenn nicht explizit dabeigestanden ist, dass es sich um ein 3-Phasennetz handelt.
(Zweiteres mag zwar für die Energieübertragung Vorteile bringen,
aber ersteres ist einfach freundlicher zu rechnen!)
 
AW: Drehstormaufgabe

In des Threadstellers Zeichnung sind Widerstände in Sternschaltung eingemalt - aber parallele.

Da in der anderen Skizze alle das gleiche Fragezeichen aufweisen, könnte man *kristallkugelreib* annehmen, dass diese auch jeweils gleiche Werte haben.

Wenn nun also vier gleiche Widerstände in der symmetrischen Gruppe geschaltet sind (Reihe/Prallel), dann ist der einzelne Wert gleich dem Gesamtwert.

Der Strangwiderstand (L-N) besteht dann wohl aus zwei gleichen parallelen Widerständen ... das macht aus 50 Ohm eben 25 Ohm.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Drehstormaufgabe

Hmm ...
... der Strangwiderstand (L-STERNPUNKT) besteht dann wohl aus zwei gleichen parallelen ?-Widerständen;
Jeweils 2 solcher Stränge liegen OHNE angeschlossenen Neutralleiter (!) in Serie;
der 3. Strang besteht aus 2 namenlosen und unbekannten Widerständen,
wobei die den gleichen Wert haben müssen, wie die bei Phase L1 und L2,
sonst würde sich nicht bei L1 eine Strangspannung von 230 V einstellen.

Es ist also DOCH eine Sternschaltung von 3 Widerständen mit 25 Ohm:
P = 3 * 230² / 25 = 6350 W

Hat eine tolle Kristallkugel, der pleindespoir!
(Meine ist leider zur Reparatur.:()
 
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