DIPLOMA FH- Anrechnung des Technikers

Zur Diploma kann ich jetzt nichts sagen, aber ich kann dem sonst zustimmen.
Ich habe nach dem Techniker (beim DAA gemacht) lange überlegt, ob ich noch ein Studium mache. Ich habe mich dann entschiednen den WING mit Schwerpunkt Produktion an der WBH zu machen (Wohen in der Nähe).

Ich glaube du hast Moe's Post nicht verstanden.

Er hält eben nichts von deinen angerechnet Fächern und da die WBH ebenfalls ne private Hochschule ist die ordentlich Geld kassiert so wie die oben beschriebenen sollte diese auch "einfacher" zu bewältigen sein als eine reguläre Hochschule wie Moe589 schildert. Daher kannst du ihm eben gerade NICHT zustimmen.
 
Moin Zusammen,

Ich bin jetzt auch in der Zielgeraden bei de DIPLOMA! Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, das Studium verlangt einiges an mehr Zeit als der Techniker. Hier wird einem nichts geschenkt.
Wir hatten das Glück das durch den DAA Techniker Mathematik I komplett angerechnet wurde, jedoch ist dies wohl bei neuen Techniker nicht mehr so. Allerdings halte ich es auch von Vorteil Mathematik I zu schreiben da wir es schon sehr schwer hatten in Mathematik II dort richtig einzusteigen.

Wieviele Personen abgebrochen haben kann ich gar nicht so genau sagen, ich glaube bei uns waren es nur 2 Stück, der Rest hat sich durchgebissen.

Viele Grüße
 
Wir hatten das Glück das durch den DAA Techniker Mathematik I komplett angerechnet wurde

lol...
Wenn man sowas liest, dann verfestigt sich nur der Eindruck, dass die privaten FH's vor Allem Cash machen wollen.
Mathe 1 hatte bei uns mit der Mathematik in der Schule quasi nichts zu tun, da sind Leute mit Mathe-Leistungskurs rausgeflogen.
Eine Anerkennung von Mathe 1 durch irgendwelche Vorleistungen ist komplett lachhaft.
 
lol...
Wenn man sowas liest, dann verfestigt sich nur der Eindruck, dass die privaten FH's vor Allem Cash machen wollen.
Klar wollen die, dass Studenten zu ihnen kommen, denn davon leben die privaten Hochschulen. Aber geschenkt bekommst du dort nichts.
Kennst du den Lerninhalt der DAA in Mathe und den Lerninhalt der WBH für Mathe 1? Wenn ja, würde mich interessieren, warum es dann so lächerlich ist. Wenn nein, hättest du dir den Satz schon sparen können.

Ich behaupte, dass das Niveau dort genauso hoch ist wie auf staatlichen Hochschulen. Schließlich müssen sie ja nachweisen, dass sie den gleichen Wissenstransfer durchführen, ansonsten bekommen sie keine Akkreditierung.
Wahrscheinlich ist es nicht das höchste Niveau, aber es gibt auch staatliche Hochschulen, die eher leichter sind und andere eher schwerer. Das hängt wieder stark von den Professoren ab.

Während meiner Zeit an der WBH gab es genug Umsteiger. Nur ganz wenige sagten, dass das Niveau leichter ist. Für den größten Teil war es genauso hoch, für manche sogar höher da man keinen Ansprechpartner hat und sich alles selber beibringen muss.
Ich war "früher" mal auf einer Präsenz-FH für den Diplomstudiengang Maschinenbau eingeschrieben (2001 - 2003) und habe auch ein paar Fächer bestanden 😉 Davon wurden an der WBH nur 2 angerechnet. Der Rest wurde nicht angerechnet, da die Inhalte der WBH andere waren (und hier reichte es schon aus, wenn ein Unterpunkt mehr dabei war, der an meiner Präsenz-FH nicht behandelt wurde). Vom sgT wurde mir nur Englisch anerkannt.
 
Klar wollen die, dass Studenten zu ihnen kommen, denn davon leben die privaten Hochschulen. Aber geschenkt bekommst du dort nichts.

Der 1. Teil, ja, der 2. Teil, siehe mein voriger Post.
Es gibt keine Vorleistungen, die mit Mathe 1 in einem normalen Maschinenbaustudium nur näherungsweise vergleichbar sind.
Dann könnten ja auch welche mit Mathe LK herkommen und solange rumdiskutieren, bis die das ebenfalls anerkannt kriegen.
Richtig, ich kenne die Inhalte der DAA nicht, ich kenne aber Inhalte von anderen Technikerschulen und einschlägige Literatur dazu, daher ist das überhaupt nicht von Belang.
Willst du mir jetzt erzählen, dass das Niveau auf der DAA 3 Klassen höher als auf einer normalen TS ist und deshalb an Mathe 1 an der TU/FH rankommt?
Im Leben nicht, Techniker-Mathematik liegt auf dem Niveau der FOS, es gibt hier genug Abschlussprüfungen, wo sich jeder selbst ein Bild machen kann.
Die DAA-Prüfungen, die hier zu downloaden sind, sind eher noch einfacher als das, was ich an der FOS in Mathe als Reifeprüfung schreiben musste.

Ich behaupte, dass das Niveau dort genauso hoch ist wie auf staatlichen Hochschulen.

Das behaupte ich mal sicherlich nicht.
Wer so eine Anerkennung wie die beschriebene tätigt, der hat imho bereits den Anspruch verwirkt, als Hochschule ernstgenommen zu werden.
Das ist jenseits von gut und böse.
Das ist in etwa so, als würde jemand mit Hauptschule daherkommen und möchte dann erreichen, dass er das entsprechende Fach im Abi nichtmehr schreiben muss...und damit in diesem Fall auch noch durchkommt.
 
Ich habe nicht gesagt, dass das Niveau der DAA deutlich höher ist. Meiner Meinung nach sollte man auch überlegen, was man sich anrechnen lässt, denn wenn man sich Mathe I anrechnen lässt muss man später immer noch Mathe II (und manchmal Mathe III) schreiben. Es fehlen einem dann aber ggf. die Grundlagen auch Mathe I.

Wer so eine Anerkennung wie die beschriebene tätigt, der hat imho bereits den Anspruch verwirkt, als Hochschule ernstgenommen zu werden.
Das ist jenseits von gut und böse.


Auf die Prüfung der Anrechnung hat jeder Student an jeder Hochschule erstmal einen Anspruch. War jetzt auf mehreren Seiten von Hochschulen (auch staatlichen), dort ist das Dokument häufig verlinkt. Somit: Es ist kein "Ding" von den privaten Hochschulen bzw. nur der Diploma, sondern von allen. Sicher, es wird immer wieder unterschiedlich gehandhabt werden und man wird meist mehr von den privaten Hochschulen darüber lesen. Das hat aber für mich 2 Gründe: Die, die direkt nach der Schule studieren wollen, gehen auf eine staatliche Hochschule mit Präsenzpflicht. Die, die es erst später machen oder schon mal abgebrochen haben (und in beiden Fällen aber schon arbeiten), gehen eher auf private Hochschulen, da sie entweder ohne Präsenzvorlesungen sind oder nur am Wochenende.
 
Meiner Meinung nach sollte man auch überlegen, was man sich anrechnen lässt

Falsche Formulierung.
Denn nicht der Antragsteller entscheidet, was anerkannt wird, sondern die Hochschule.
Die müssen sich also darüber klar werden, was sie da machen.
Übrigens, ich kenne keine normale Hochschule, bei der Mathe 1 anerkennungsfähig ist.
Denn das ist direkt eine hohe bzw. eine der höchsten Hürden im gesamten Studium wo bereits schonmal gesiebt wird.
Wenn also eine Hochschule entscheidet, dass man eine der schwersten Vorlesungen einfach wegsubstituiert gegen eine Vorleistung, die demgegenüber de facto ein Witz ist, dann ist das wieder de facto eine Sache, die dazu taugt, dass man mit Recht als unseriös gelten darf.
Es ist übrigens falsch anzunehmen, dass "Akkreditierung" automatisch "Qualität" bedeutet.
Irgendwelche Anrechnungsgrundlagen, die mit dem Hintergrund außerhochschulischer Lobby erzeugt wurden, ändern am gewaltigen Niveauunterschied auch nichts.

Auf die Prüfung der Anrechnung hat jeder Student an jeder Hochschule erstmal einen Anspruch.

Das steht auch garnicht zur Debatte.
Anspruch auf Prüfung und tatsächliche Bewilligung sind aber ein offenkundig himmelweiter Unterschied.

Sicher, es wird immer wieder unterschiedlich gehandhabt werden

Nicht wirklich.
Die harten Grundlagenfächer sind nicht anrechenbar/verhandelbar, da kann man seitens einer normalen FH gerne 20 Anträge einreichen, die werden immer zum gleichen Ergebnis führen.

Die, die es erst später machen oder schon mal abgebrochen haben (und in beiden Fällen aber schon arbeiten), gehen eher auf private Hochschulen, da sie entweder ohne Präsenzvorlesungen sind oder nur am Wochenende.

Ja und weiter?
Warum sollten die also eher irgendwas erlassen bekommen?
Da ist doch genauso wenig Vorleistung da, wie bei einem "normalen" Student auch.
Deine Aussage macht überhaupt keinen Sinn.
Ich finde es respektabel sowas neben dem Beruf durchzuziehen nur ändert das nichts an der Qualität des Studiums selbst.
Mein Annahme: es geht vor allem darum, Geld zu verdienen.
Eine solche Anrechnung spricht sich natürlich rum und dann denken sich andere auch, dass man dort mit hoher Wahrscheinlichkeit leichter zum Ziel kommt.
Das sind diejenigen, die es nicht machen würden, wenn sie ganz normal bei 0 anfangen an einer staatlichen FH anfangen müssten.
Gleicher Gedankengang wie bei denen, die sich hier dem normalen Weg entziehen wollen, dennoch gerne Ingenieur sein wollen und deshalb qualitativ ebenfalls zwielichtige Angebote aus GB annehmen, wo man ebenfalls viel Geld bezahlen muss.
 
Servus,
ich bin SGD-SgT und studiere seit einigen Monaten an der AKAD Elektro- und Informationstechnik. Mein Examen hatte ich als Externer an einer staatlichen Technikerschule geschrieben. Während des Technikers hatte ich den Mathezweig für die Fachhochschulreife gewählt. Das hat sich jetzt als die richtige Entscheidung herausgestellt.
Letzten Samstag habe ich die Klausur für das erste Mathemodul geschrieben.
Das Studium macht mathetechnisch da weiter, wo der Techniker aufgehört hat. Ich hatte mich, vom Stoff her, selbst nach ca. 3 Wochen eingeholt. Das kann man in keinster Weise vergleichen. Technikermathe ist maximal eine winzige Teilmenge von dem, was man für ein technisches Studium lernen muss. Die ersten Wochen wurde ich von der Menge praktisch erschlagen, vom Schwierigkeitsgrad ganz zu schweigen.
Das einem Techniker ein Mathemodul überhaubt angerechnet wird finde ich absolut lächerlich. Nach der Prüfung kann ich moe589 nur zustimmen. Ich bin zwar auch an einer privaten FH, aber das Niveau ist absolut nicht vergleichbar.
Das geht mit Elektrotechnik gleich weiter. Auch hier ist der Schwierigkeitsgrad schon beim Start wesentlich höher als beim Techniker.
Der Techniker kratzt meiner Meinung nach alle Themen maximal an. Die Formeln sind gegeben, man stellt höchstens ein bisl um und das wars. Ich habe hier den direkten Vergleich.
Man ist gezwungen sich die Formeln in E-Technik selbst herzuleiten, da man sonst die Inhalte garnicht versteht. Man muss das alles verstehen und ich unterstelle dass das beim Techniker nicht so ist. Hier reicht es in den meisten Fällen aus die Formeln richtig anzuwenden und fertig.

Vor 10 Jahren hatte ich beim DAA-Technikum mal den Maschinenbautechniker angefangen. Hatte mir aber keinen Spaß gemacht und deswegen abgebrochen. Alleine der Unterschied zwischen DAA und SGD ist groß genug. Wenn es heute noch so ist wie damals, dann kann man sich in seine Formelsammlung zur Matheprüfung schreiben was man will. Das heißt man kann dort ohne Plan locker die Prüfung bestehen und das dann angerechnet zu bekommen...Sorry, aber das geht garnicht.

Man betrügt sich doch irgendwie selbst, denn am Ende kann man trotzdem nichts. Wie will man den bitte ohne Mathematik ein Ingenieur sein? Das geht doch garnicht. Vielleicht ist hier mein Horizont zu eingeschränkt. Selbst wenn ich mir das erste Mathemodul hätte anrechnen lassen können, wäre ich im Zweiten verloren.

Ich mache das in Vollzeit, deswegen ist mein Aufwand auch entsprechend hoch. Bei einem Teilzeitstudenten ist das etwas entzerrter.
 
Man betrügt sich doch irgendwie selbst, denn am Ende kann man trotzdem nichts. Wie will man den bitte ohne Mathematik ein Ingenieur sein? Das geht doch garnicht. Vielleicht ist hier mein Horizont zu eingeschränkt. Selbst wenn ich mir das erste Mathemodul hätte anrechnen lassen können, wäre ich im Zweiten verloren.

Stimmt man nimmt ne Abkürzung und hat es wahrscheinlich leichter. Das dass Leute deprimiert die es sich hart erarbeiten verstehe ich. Für den praktischen Nutzen im Job jedoch sehe ich zumindest in meinem Umfeld keinen Unterschied ob man Mathe 2 hat oder nicht. Das ist sicherlich jedoch
stark vom Arbeitsfeld abhängig.
 
Hallo zusammen,

nachdem ja viel abseits von dem Kernthema dieses Threads diskutiert wurde, möchte ich das Technikermodell der Diploma mal ein wenig zusammenfassen. Ich befinde mich auf der Zielgeraden und werde mein Studium dort bald abschließen.

Mir ist sehr wichtig, folgendes vorweg zu sagen: Ich gebe meinen persönlichen Eindruck wieder, der sich allerdings mit ein paar Kommilitonen deckt.

Die Diploma hat Vor- und Nachteile, dies sollte jedem bewusst sein. Niemand ist perfekt. Dass man in einem Fernstudium neben einem Vollzeitjob tendenziell eher weniger mitnimmt als bei einem Vollzeitstudium, sollte auch wirklich jedem klar sein. Ist auch logisch.

Grundsätzlich würde ich der Organisation der Diploma entgegen vielerlei Stimmen hier sogar eine gute Note zukommen lassen. Warum? Viele Leute in meinem Studienjahrgang haben in meinen Augen eine leicht verdrehte Vorstellung davon, wie so ein Studium abläuft. Dass man nicht - wie beim Techniker - alles hinterhergetragen bekommt und man eben auf sich alleine gestellt ist, scheint vielen nicht zu bekommen. Mir war dies bewusst und alle Anfragen, die ich an die Diploma gestellt habe, wurden zeitnah und professionell beantwortet. Mit der entsprechenden Disziplin und ein wenig Konsequenz im eigenen Handeln gibt es da keine Hürde, die nicht genommen werden kann.

Obwohl ich mich mit Computern exzellent auskenne, fühle ich mich im Online Campus nicht so wohl. Hier gibt es tatsächlich einen realen Bedarf zur Nachbesserung, weil vielerlei alte Verlinkungen und Verweise in den hunderten Dokumenten existieren. Aber auch dies ist Klagen auf relativ hohem Niveau, weil man mit ein bisschen Aufwand alles benötigte findet.

Nervig sind manchmal auch falsche Verlinkungen, so wäre man ohne eine Whatsappgruppe, in der verschiedene Studiengänge drin sind, eher selten aber manchmal aufgeschmissen. Dies passiert dann, wenn die eigene Studiengruppe im falschen Raum verlinkt wurde.

Zum Lernstoff generell lässt sich festhalten, dass es meistens wirklich gezielt um den Stoff geht, der in den Klausuren abgefragt wird. Jeder Dozent setzt hier, wie auf allen anderen Unis auch, eigene Schwerpunkte. Und mit dieser Feststellung kommt man dann auch zu einem Problem: Die Dozenten haben in der Regel eigene Lehrmaterialien, die bei weitem nicht so gut aufbereitet sind wie die der Diploma selber. Vor allem E-Technik war dabei eine wirkliche Katastrophe, ich habe mir die Unterlagen mit einem Elektrotechniker angeschaut und der war echt entsetzt.

Was leider im zeitlichen Rahmen ebenfalls nicht untergebracht werden kann, sind Praxisbeispiele. Wer diese benötigt - sei es E-Technik, Mathe oder andere Fächer - wird es nicht leicht haben. Mir sind die beiden genannten Fächer sehr schwer gefallen, wiederum andere haben diese ebenfalls mit 1,x abgeschlossen. Es kommt eben leider auch stark auf die Vorbildung durch den Techniker an. Zu mindest habe ich jetzt festgestellt, dass ich auf einer eher schwachen Technikerschule war. Da gab es viele, die deutlich fitter waren als ich.

Abschließend kann ich sagen, dass Diploma Preis- und Leistungsgerecht arbeitet und einem die Möglichkeit bietet, sein Wissen auch weit über die Klausuren hinaus zu erweitern. Wer eine schnelle und vor allem auch erreichbare Möglichkeit sucht, nach dem Techniker einen Bachelor zu machen, wird hier definitiv fündig und nicht enttäuscht. Auf diese Studenten ist der Studiengang ausgelegt. Wer das Studium allerdings macht, um möglichst viel Stoff zu lernen, ist hier falsch und wird nicht glücklich sein. Auch muss einem klar sein, dass der Abschluss unter Umständen nicht an die Prestige einer anderen FH rankommen wird. (Dies ist aber sehr ins Blaue geschossen, kann ich mir aber vorstellen)

Wichtig ist vielleicht auch, dass die Diploma aus Ihren Fehlern lernt: Mittlerweile müssen alle Neustudierenden auch Mathematik 1 und dann eben 2 schreiben. Dieser Schritt ist für mich übrigens definitiv richtig, weil ich mich mit Mathe 2 ohne jegliches Mathe 1 Vorwissen echt nicht mit Ruhm bekleckert habe. Mathe ist auch der Hauptgrund, wieso so viele aussortiert werden.

Ich habe lange mitgelesen in diesem Thread und empfinde es nach wie vor als Unfair, wie die Diploma hier teilweise wegkommt. Deswegen habe ich diesen Post jetzt geschrieben. Ich hoffe, ich konnte einigen damit helfen. Wer Fragen hat, kann diese gerne auch an mich privat senden.


Gruß
Random
 
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