DC Motoren 12/24 Volt, als Antrieb für Sonderfahrzeug-Projekt.

Hallo an die Elektroniker,
habe zur Zeit eine Idee im Kopf, welche sich mit einem geländegängigen Fahrzeug beschäftigt, welches mir behilflich sein soll, kleiner Lasten und mich natürlich auch über huckeliges, mal rauf- und mal runterführendes Gelände zu transportieren. Dies nur mal als grobe Erklärung für mein Projekt.
Es soll 6 Antriebsräder haben, welche jeweils einzeln über 6 Schneckengetriebe mit angeflanschten
Elektromotoren angetrieben werden sollen. Nun stolpere ich über den 1.Punkt meine fachmännischen Unwissenheit, denn ich weiß nicht welche Bezeichnung ich gebrauchen soll. Werden die Motoren gesteuert oder geregelt? Es soll PWM sein und ähnlich wie an einem Rollstuhl funktionieren. Doch nochmal zurück zu den Schneckengetrieben. Diese ersparen beim Anhalten und Bergabfahren eine Bremsanlagen, denn die Schnecke dreht sich nur, wenn sich der Motor dreht. Was ich meine ist Das Gefährt rollt nicht von allein den Berg runter oder so. Kann aber auch nicht weggezogen oder abgeschleppt werden. Über eine zu- oder abschaltbaren Freilauf denke ich später nach. Erstmal sind da noch meine elektronischen Überlegungen anzuhandeln. Ich wähle diese Art Antrieb um Bremsen und umständliche Getriebe und Achsantriebe zu sparen und den Platz unter dem Fahrzeug zwischen den Rädern noch für Rasenmähwerk zu verwenden oder so. Also das Ding soll sich wie ein kleiner Panzer ohne Ketten bewegen und auch so lenken lassen. Das heißt Fahrtrichtungsänderung durch eine Antriebsseite mehr und andere Seite weniger Umdrehungen bei den Elektromotoren. Als kleines RC-Modell sicher kein Problem mit dem Lenken und so, aber es ist dann schon etwas grösser und soll sogar auf der Stelle drehen können, wenn die Motoren der einen Seite cw und die ander Seite ccw dreht. Doch nun kommt ich an den 2.Punkt meine FM-Unwissenheit. Was passiert, Strommäßig versteht sich, denn was mechanisch passiert, da weiß ich schon bescheid, also wenn von den 3 gleichgeschaltetet Rädern eins oder zwei den Bodenkontakt(Bodenwelle oder Delle) verlieren und dadurch die jeweiligen Motoren in den Leerlauf verfallen, ich meine Drehzahlerhöhung, weil nicht belastet. Was passiert mit dem Strom, ich meine mit den Ampere. Nimmt die ungewollte Drehzahlerhöhung dem noch belasteten Rad/Motor den Strom weg oder brauche ich da keine Bedenken zu haben, weil die PWM nur die mit dem Poti
eingestellte Umdrehung zuläßt. wenn dem nicht so ist, da stellt sich mir dann gleich die nächste
Frage, um den Effekt zu erreichen, denn ich möchte ja nicht, das die in der Luft hängenden Räder sich da munter drehen. Gleiche Umdrehung wie das belastete Rad ist ok. Wenn es so nicht geht, was geht da elektronisch, ich meine mit Umdrehungssensor und Gleichschaltung. Müssen es dann BLDC-Motoren sein oder gehen auch die normalen Bürstenmotoren. Fragen über Fragen, aber mir hat mal jemand gesagt, es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.
Ich muß mich da vielleicht entschuldigen, weil ich mich nicht kurzfassen kann und auch für meine unstrukturieren Schreibstil ist eine Entschuldigung fällig. Aber ich hoffe der/die Leser finden heraus was ich eigentlich meine. So nun danke fürs lesen und danke im Voraus für Antworten.

Elektroniklaie
 
Schneckenradgetriebe sind hier die falsche Wahl! Konstrucktionsbedingt verursachen diese Getriebe zu hohe Übertragungsverluste die sich in Wärme und schneller verbrauchten Akkus bemerkbar machen wird.
Eine derartige Fahrzeugkonstruktion bedingt eine Einzelradaufhängung um Bodenkontaktverluste zu vermeiden. Passiert das dennoch, dann nimmt der Motor seine Leerlaufdrehzahl an und wenn der Bodenkontakt wieder zu stande kommt gibt es Lastschläge auf das Getriebe und Stromspitzen an den Motoren.
Aber mal ganz ehrlich, mit deinem rudimentären Wissen in Sachen Elektrotechnikund KOnstruktion, halte ich dein Vorhaben für sehr, sagen wir mal ehrgeizig!
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Schau dir mal an, wie der Antrieb der einzelnen Räder bei den diversen 6x6-Fahrzeugen (Max, Argo, ...) gelöst ist:
Das sind in der Regel Kettengetriebe, was durch ungefederte Achsen problemlos funktioniert
und Drehzahlerhöhungen entlasteter Räder ausschließt. (Die Federung übernehmen fette Reifen.)
Im Gegensatz zu diesen Fahrzeugen und um aufwändige Lenk-Differenziale zu ersparen,
solltest du eine pro Fahrzeugseite einen eigenen (Getriebe-)Motor einsetzen
und den einfach über zwei käufliche PWM-Regler (auch wenn das eigentlich eine Steuerung ist) befeuern.

Das Kernproblem hast du aber noch nicht erfasst: Die Batterien.
Sollen die haltbar sein und vernünftige Lebensdauer aufweisen,
übersteigen deren Kosten die des restlichen Fahrzeuges um ein Beträchtliches.
 
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