Corona und der Arbeitsplatz

Da es etwas still im Forum geworden ist, wollte ich nachfragen wie Ihr als Arbeitnehmer die Auswirkungen der "Krise" spürt.

Bei uns:

- Eingeschränkungen bei externen Kundenbesuchen
- Fahrten (extern) nur wenn nötig
- Maximal 2 Mitarbeiter pro Büro mit Abstand
- Projekte und Inbetriebnahmen kommen kundenseitig teilweise zum Stillstand
- Lieferantenprobleme haben wir noch nicht
- Unterauftragsnehmern fehlen die osteuropäischen Mitarbeiter
- Keine Besprechungen mehr außer über PC
- Kurzarbeit schonmal vorgemerkt
- Soviel Geld beim Kunden einsammeln/abrechnen wie irgend möglich
- Keine Ausgaben die nicht kurzfristig nötig sind
- Kein Homeoffice möglich

Betriebsgröße ca. 15MA
 
Unser Kerngeschäft ist seit Jahren rückläufig. Aktuell produzieren wir aber Filterlagen für Schutzmasken, profitieren also indirekt von der Krise.
Da ich in Elternzeit bin kenne ich nicht alle Maßnahmen, von Kollegen nur gehört das Hände schütteln untersagt ist und die Pausen versetzt stattfinden. Betriebsfremde haben keinen Zutritt!!!

Stand letzte Woche. Manche Anlagen benötigen mehr als 2 MA, da frag ich mal nach ob die jetzt abgestellt wurden ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Auswirkungen spüre ich noch keine. Mein Chef hat Homeoffice angeordnet. Da ich aber sowieso zu 95-98% daheim arbeite, trifft mich das jetzt weniger :D .
 
Bin in der Milchindustrie tätig und somit Systemrelevant. Bis auf die Erhöhung der bereits eh schon sehr hohen Hygienevorschriften zum Glück keine Veränderungen.
 
Bei uns ist es aktuell recht kritisch.

-Zulieferer aus Italien können nicht liefern.
-OEM haben für Wochen dicht gemacht, daher keiner Abrufe bei den Lieferanten
- Kurzarbeit und Überstundenabbau
-Homeoffice
-Schichten werden entkoppelt, d.h. zwischen den Schichten ist jeweils 30min dazwischen
-Verschärfte Hygiene
-Abstand zwischen den Kollegen

Interessant wird das ganze nach der Zeit danach.

Aktuell wird Die Zeit genutzt um Anlagen und Prozesse weiter zu Optimieren oder fällige Wartungen durchzuführen.


Bleibt Gesund und bleibt Zuhause (sofern es nur geht)
 
Jetzt ist HomeOffice angesagt, falls doch mal ein Papierordner gebraucht werden sollte, ist dieser möglichst ohne direkten Kontakt zu Kollegen im Büro abzuholen.
Ach ja, die Kinder bedanken sich natürlich, die ja bereits auch ins "HomeOffice" versetzt wurden.
 
Ja,
wer kann bleibt im Home-Office, Zulieferer klappt noch, da überwiegend in Deutschland.....
Zudem produzieren wir systemrelevante Güter... Insofern laufen hier gerade die Drähte heiß und wir kommen kaum nach mit der Produktion. Sind also "Kriegsgewinnler" jedenfalls zur Zeit...…..

Steht auch in meinem Passierschein 65a so drin.
 
HomeOffice hat aber auch einen riesen Schwachpunkt, selbst mit einem 75er Anschluss. Da alle, die das nutzen können, zu Hause sind, dazu kommen die Schulkinder, wird`s mit der Bandbreite beim DSL eng.
 
400MBit :thumbsup:

Aber auch da merkt man momentan, dass die Leitungen in die Firma und zum Netzt teilweise überlastet sind....

Und heute hat Disney+ losgelegt :ROFLMAO:
 
wir haben unsere Firma (1000MA) dicht gemacht bis nach Ostern. Unsere After Sales Serviceabteilung arbeitet zu 50%. Die anderen 50% sind das zweite Team falls jemand aus dem ersten krank wird. Nach zwei Wochen wird gewechselt.
Aktuell haben wir aber noch einige Kunden anrufe und unsere Außendienstler fahren auch noch zu Kunden.
Auswirkungen hat das ganze jedoch schon auf das Außendienst Leben. Hotels mit Restaurant sind schwierig bis nicht zu bekommen. Wenn von einem in das andere Bundesland gewechselt wird gibt es aktuell Probleme von Thüringen nach Bayern.
Alle Techniker sollen, sofern es geht am Abend wieder nach Hause fahren.
Auslandseinsätze sind bis auf die wenigen die noch weg sind praktisch ausgeschlossen. Unsere Italienische Vertretung hat den Betrieb ebenfalls eingestellt.
Homeoffice haben wir nur auf abruf, da zur Zeit eh weniger los ist. Wir haben aber alle 250h auf unseren Konten und bauen diese in dem 2 Wochen Rhythmus ab. Das hält ne Weile.
 
B

Benutzer222013

Gast
TGA Planungsbüro
- Absage sämtlicher Besprechungen und Versuche dieser durch Telkos etc zu ersetzen. Hierdurch bedingt auch immer langsamere Bauabläufe, wenn diese nicht bereits stillstehen. Abnahmen, Inbetriebnahmen uvm finden alle nicht mehr statt. Die Frage wie es mit Pflichtterminen bzgl. Fördergelder bei solchen Bauvorhaben aussieht wird immer dringlicher im Raum.
- Steigende Verzögerungen durch abgewanderte Trupps (Osteuropa Leute), nicht klärbare Probleme (es lässt sich nicht alles am Telefon klären..), uvm.
- Täglich erhöhte Ausfallquote bei Unternehmen mit welchen wir zusammen arbeiten, Auto-Antworten wie "Betrieb geschlossen bis..", Schichtarbeit.. wir sind wieder x.. erreichbar" uvm werden täglich mehr. Die eigene Arbeit wird ohne die anderen "Zahnräder im Uhrwerk" immer langsamer und kommt teils zum erliegen, es fehlt an Zuarbeit wie neuen Plänen eines Architekt oder Gewerken zum Abstimmen etc.
- Home-Office eigentlich nicht möglich.
- Mehrfach vorgemerkt dass es zu Kurzarbeit kommen wird, jedoch nichts konkretes.

Zusammengefasst geht es eigentlich noch ganz gut... wenn ich von Bekannten mitbekomme wo man bereits jetzt an Insolvenz denkt?
 
Arbeit wird ohne die anderen "Zahnräder im Uhrwerk" immer langsamer
Deswegen ist es eigentlich ziemlich gleichgültig, ob man "systemrelevant" tätig ist oder nicht.
Es wird eine Zerreißprobe für alle Kettenglieder im Wirtschaftssystem.
Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass notleidende Weltkonzerne massiv mit Krediten eingepudert werden, während kleinere Betriebe, die für regelmäßige Steuerhinterziehung und bequemes schnelles Geldmachen vom Schreibtisch aus bekannt sind, endlich ihre angehäuften Reserven aufbrauchen und anschließend in den verdienten Konkurs gehen.
 
Deswegen ist es eigentlich ziemlich gleichgültig, ob man "systemrelevant" tätig ist oder nicht.
Das ist alles andere als gleichgültig! Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob es um einen Lebensmittelbetrieb oder um einen Autobauer handelt!
Lebensmittel brauchen wir alle, ein neues Auto die wenigsten.
Zum Glück wurden die Regeln zur Kurzarbeit geändert. Bisher mussten die Arbeitgeber die Sozialabgaben noch selber zahlen. Jetzt nicht mehr. Wen es treffen wird, sind "Einzelkämpfer" oder ganz kleine Betriebe (oder neu gegründete), die nicht genug Rücklagen für laufende Kosten haben. Ich hoffe, dass deine "Vorhersagen" nicht eintreffen und auch die ganz kleinen unterstützt werden!
Die ganz großen sollen erst mal ihre Milliardengewinne aufbrauchen. Dann bekommen die Aktionäre halt mal keine Rendite! Oder die Vorstandsmitglieder keine Millionenzahlungen. Wird aber nicht passieren. Die werden sich schon irgendwie durchmogeln...

Bleibt gesund!

Gruß,
Daniel
 
Lebensmittel brauchen wir alle, ein neues Auto die wenigsten.
Um Lebensmittel zu produzieren, benötigt man bekanntlich keine Maschinen oder Fahrzeuge. Es ist also nicht wichtig, solche Geräte mit Ersatzteilen zu versorgen. Deswegen braucht man auch keine Rohstoffe zu transportieren, aus denen Ersatzteile hergestellt werden können.
Jeder, der Hunger hat, wandert einfach zu Fuß zum nächsten Acker und erntet soviel er für seine nächste Mahlzeit braucht.
Das Gemüse wächst ja auch von selber ...
 
Der Arzt geht zu Fuß in die Klinik oder seine Praxis und macht Hausbesuche mit dem E-bike.
E-bikes benötigen bekanntlich keine Reparaturen, weil die unbegrenzt haltbar sind.
Klinikbekleidung schwebt übrigens von selbst aus der maschinenlosen Fabrik zu den Ärzten - dafür braucht man auch keine Fahrzeuge.
Nur die Bäume fallen nicht von alleine um und werden zu Klopapier - deswegen muss man davon jetzt soviel kaufen, wie möglich.
 
Wie viele Ärzte oder Bauern müssen sich, von heute auf morgen, ein neues Auto oder einen Traktor kaufen?
Fertigungslinien gehen auch nicht von jetzt auf nachher kaputt!

Man kann alles auch realistisch sehen! Klar, wenn noch jemand ne Wasserstoffbombe wirft, hat sich alles erledigt!
 
Die Anschaffung eines Neufahrzeuges ist durchaus um ein paar Wochen zu verschieben - aber ich habe schon jetzt haufenweise Ersatzteilbestellungen nicht machen können, weil es nur noch Reste gibt, die keiner braucht. Offenbar bist Du bereits im Ruhestand und bekommst nicht mehr mit, was in der Welt abläuft.
Klappt aber nur, wenn man hinguckt!
 
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