Brauchwasserleitungssystem reinigen

Dieses Thema im Forum "Versorgungstechnik" wurde erstellt von pleindespoir, 14 Juni 2018.

  1. Hallo ihr Lieben!

    Hat jemand von den Wassermännern schon mal eine Leitungssanierung durchgeführt und mag seine Erfahrungen mit mir teilen ?

    Meine Idee ist, Essigsäure durch die Verrohrung zu pumpen, um Kalkablagerungen und Keime rauszubekommen. Im sauren Milieu gehen eventuelle Legionellen oder Salmonellen ziemlich flott ein, was eines der Ziele sein sollte.

    Ich teste gerade an einem Modell, wie die Metallmischung im Haus (Kupfer und verzinktes Eisenrohr) nach ein paar Stunden im Essigsäurebad aussieht ...

    Es gäbe auch Bedenken wegen des Grünspans, der sich bildet, aber der spült sich ja raus und er ist nur mäßig giftig. Also wenn man nicht unmittelbar nach der Durchsäuerung der Leitungen ein paar Liter vom Spülwasser auf ex trinkt, sehe ich da keine Gefahr.

    Wie wird das wirklich gemacht und auf was sollte man achten ?
     
  2. Brauchwassersystem führt kein Trinkwasser! Kupfer Zink und Essigsäure gibt eine super elektrochemische Reaktion und führt zur Auflösung des Zinkmantels am Rohr und in Folge zu noch schnellerer Korrosion des ungeschützten Metalls.
     
  3. Da ich keinWassermann bin, habe ich hier einen falschenBegriff gewählt. Es geht nur um Trinkwasser - es gibt kein Regenwasser in oder am System.
     
  4. Das habe ich auch befürchtet und deshalb eine gebrauchte Konstruktion mit Kalkablegerungen bestehend aus einem verzinkten Eisennippel verschraubt mit einer Messingmuffe (was man ja eigentlich niemals so zusammenschrauben soll) 24h in 25% Essigsäure gelegt. Der Schmotter hat sich gelöst und die Verzinkung ist noch da. Also gehe ich mal davon aus, dass eine Spülung mit Essigsäure keine Leitungsschäden verursachen sollte. Es geht auch nicht um die Korrosion der Leitungen, sondern dass sich in einem Teil des Gebäudes, der jahrelang nicht genutzt wurde, das Wasser nicht abgestellt war und sich in den "stehenden Gewässern" vermutlich irgendwelche Tierchen gebildet haben, die jetzt in die benutzten Teile migrieren. Spült man die Leitungen mit Essigsäure, gehen die Viecher ein.
    Wenn ich das selbst mache brauche ich 3 Stunden und einen Kanister Säure für € 40 und das Problem ist gelöst.
    Wenn ich die Wasserwerke um eine Untersuchung bitte und es ist wirklich positiver Mikrobenbesatz, schrauben die sofort die Wasseruhr ab und ich muss mit einem teuren speziell zertifizierten Rohreinigungfachingenierberatungsbüro einen Sanierungsplan ausarbeiten, der daraufhin von einer speziell zertifizierten Sanierungsfirma ausgeführt und mit einem Laborfachgutachten erneut überprüft wird, ob der Besatz tatsächlich nicht mehr vorhanden ist.

    Heute habe ich einen gebrauchten Bagger günstig angeboten bekommen - wenn ich damit das Gebäude abreiße, würde ich richtig Geld sparen.
     
  5. Hat mein Vater vor Jahren mal mit Essig vom Discounter gemacht. Mit gutem Erfolg. Kann aber nicht mehr sagen wieviele Stunden er den Essig durch die Leitung gepumpt hat.
    Es handelte sich aber komplett um verzinkte Rohre.
     
    pleindespoir gefällt das.

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