Brauche Tipp: Jobangebot abgelehnt, jetzt will ich aber doch --> wie vorgehen?

Hey Kollegen,
ich benötige einen Tipp, wie ich vorgehen könnte, da ich es jetzt bereue einen Job abgelehnt zu haben.

Vor 3 Wochen gab es eine Stellenausschreibung, auf die ich mich beworben hatte, ohne mir aber Hoffnungen zu machen. Es war eine leitende Position für eine Abteilung mit 20 MA. Zu meiner Überraschung wurde ich eingeladen und am Ende waren mit mir zusammen nur noch zwei Kandidaten übrig. Wir zwei hätten uns dann vor einer Kommission aus Nichtfachleuten (ca. 30 Leute) vorstellen müssen und uns quasi "verkaufen" sollen. Die hätten dann entschieden wer es sein sollte. Da mir diese "Selbstpräsentation" etwas seltsam vorkam und ich mich nicht zum Affen machen lassen wollte, habe ich dann einen Tag vor dieser Vorstellung abgesagt. Meine Begründung war, dass ich diese Art der Arbeit (viel in der Öffentlichkeit, man wäre in lokaler Zeitung und Presse aufgetaucht etc.) doch nicht machen möchte. Ich habe allerdings angehängt, dass wenn der andere Kandidat ebenfalls absagen würde, ich gerne bereit für ein weiteres Gespräch bin. Also ein kleines Hintertürchen.

Jetzt aber bereue ich meine Entscheidung. Ich hätte den Job doch sehr gerne. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass ich jetzt unglaubwürdig herüberkommen könnte und man meinen würde, ich würde im Wind herumflattern wie ein Fähnchen und könne keine Entscheidungen treffen.

Was meint Ihr, soll ich es auf sich belassen, oder wie würdet ihr jetzt vorgehen? Ich könnte mir vorstellen, dass es diesen anderen Kandidaten gar nicht gegeben hat, da man mich fast schon dazu gedrängt hat an dieser Vorstellung teilzunehmen, man hatte es im Allgemeinen sehr eilig die Stelle zu besetzen.
Der Grund für meinen Meinungswechsel ist auch der, dass ich befürchte, dass mein jetziger Arbeitgeber die Corona Krise nicht überlebt und ich entlassen werden könnte. Es ist also auch eine Art Flucht nach vorne. Was meint Ihr?
 
Hallo,
wenn die es eilig hatten, die Stelle zu besetzen, dann ist es wahrscheinlich schon recht ueberfluessig, hier noch drueber zu diskutieren. Das wird ein kurzer Anruf wahrscheinlich auch belegen.
Falls die Stelle wirklich noch offen sein sollte, dann werden sie gluecklich sein, wenn Du anrufts und ich glaube nicht, dass sie die erste Absage dann negativ bewerten.
 
Meine Ansicht: Das "Hintertürchen" hast Du Dir mit der Darstellung Deiner Begründung schon zugehaun.
Wenn Du, mangels Alternativen so unter Zugzwang bist, kannst "nach vorne" flüchten, Deine Verhandlungsposition ist dann aber denkbar mies...
 
Entscheidungen öfter mal revidieren gehört heutzutage zu den gefragtesten softskills im gehobenen Management und zeigt überdurchschnittliche Flexibilität. Vorher zu überlegen, welche Folgen sein Handeln haben kann, ist nur was für Bedenkenträger - erfolgsorientierte Performer entscheiden direkt und stehen dann felsenfest zu ihrer Entscheidung, bis sie ihre Meinung ändern.
 
Entscheidungen öfter mal revidieren gehört heutzutage zu den gefragtesten softskills im gehobenen Management und zeigt überdurchschnittliche Flexibilität. Vorher zu überlegen, welche Folgen sein Handeln haben kann, ist nur was für Bedenkenträger - erfolgsorientierte Performer entscheiden direkt und stehen dann felsenfest zu ihrer Entscheidung, bis sie ihre Meinung ändern.
Prinzip P.O.T.U.S. 🤣
 
Hey Kollegen,
ich benötige einen Tipp, wie ich vorgehen könnte, da ich es jetzt bereue einen Job abgelehnt zu haben.

Vor 3 Wochen gab es eine Stellenausschreibung, auf die ich mich beworben hatte, ohne mir aber Hoffnungen zu machen. Es war eine leitende Position für eine Abteilung mit 20 MA. Zu meiner Überraschung wurde ich eingeladen und am Ende waren mit mir zusammen nur noch zwei Kandidaten übrig. Wir zwei hätten uns dann vor einer Kommission aus Nichtfachleuten (ca. 30 Leute) vorstellen müssen und uns quasi "verkaufen" sollen. Die hätten dann entschieden wer es sein sollte. Da mir diese "Selbstpräsentation" etwas seltsam vorkam und ich mich nicht zum Affen machen lassen wollte, habe ich dann einen Tag vor dieser Vorstellung abgesagt. Meine Begründung war, dass ich diese Art der Arbeit (viel in der Öffentlichkeit, man wäre in lokaler Zeitung und Presse aufgetaucht etc.) doch nicht machen möchte. Ich habe allerdings angehängt, dass wenn der andere Kandidat ebenfalls absagen würde, ich gerne bereit für ein weiteres Gespräch bin. Also ein kleines Hintertürchen.

Jetzt aber bereue ich meine Entscheidung. Ich hätte den Job doch sehr gerne. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass ich jetzt unglaubwürdig herüberkommen könnte und man meinen würde, ich würde im Wind herumflattern wie ein Fähnchen und könne keine Entscheidungen treffen.

Was meint Ihr, soll ich es auf sich belassen, oder wie würdet ihr jetzt vorgehen? Ich könnte mir vorstellen, dass es diesen anderen Kandidaten gar nicht gegeben hat, da man mich fast schon dazu gedrängt hat an dieser Vorstellung teilzunehmen, man hatte es im Allgemeinen sehr eilig die Stelle zu besetzen.
Der Grund für meinen Meinungswechsel ist auch der, dass ich befürchte, dass mein jetziger Arbeitgeber die Corona Krise nicht überlebt und ich entlassen werden könnte. Es ist also auch eine Art Flucht nach vorne. Was meint Ihr?
Versetz dich mal in die Rolle des Arbeitgebers, würdest du DICH nach dieser Aktion noch einstellen wollen? Du hast kein gutest Bild hinterlassen und EINEN TAG vor deiner Präsentation abgesagt. Die 30 Leute welche sich Zeit für den Termin genommen haben hat es sicher gefreut. Und derjenige der Ihnen absagen musste war bestimmt auch glücklich über deine Entscheidung.
 
Du musst dir vor Augen führen, was der AG über dich denkt: Du sagst ab, willst es dann doch wieder? Ist der AG erste Wahl oder doch nur eine Notlösung bis etwas besseres kommt?
Nichts gegen dich, aber ich als AG würde dir einen Korb geben. Wenn ich einen einstellen würde, dann sollte er zu 100% hinter der Arbeit stehen.
 
Ok ich verstehe. Das dachte ich mir schon, dann lasse ich es. Das "Problem" bestand Anfang an darin, dass ich es "nur mal versuchen" wollte. Nun, wer macht das nicht, um mal seine Chancen auszuloten oder seinen Marktwert zu bestimmen? Daher bitte verurteilt mich nicht.
 
Ok ich verstehe. Das dachte ich mir schon, dann lasse ich es. Das "Problem" bestand Anfang an darin, dass ich es "nur mal versuchen" wollte. Nun, wer macht das nicht, um mal seine Chancen auszuloten oder seinen Marktwert zu bestimmen? Daher bitte verurteilt mich nicht.
Niemandem stünde es zu dich zu "verurteilen".
Ich habe im Leben auch einige Chancen leider erst erkannt, als sie bereits verflogen waren.
 
Ich sehe es auch wie meine Vorredner, die Chance ist relativ gering, aber die Frage, die sich ja eigentlich dabei stell ist: Was hast du denn zu verlieren, wenn du anrufst? Wenn sie nicht mehr interessiert sind, dann ist das so, mehr als Nein sagen, können die nicht.
Die sind mit Sicherheit auch nicht blöd, aber ich finde es noch trauriger immer wieder über die verpasste Gelegenheit nachzudenken, anstatt das man sich einmal "zum Affen" macht^^
 
Also ich sehe das anders. Natürlich hat sich deine Position und dein Eindruck verschlechtert, aber.... wenn du da anrufst und sie dir "absagen", was genau hast du dann verloren aus deinem imaginären Stolz?

Wenn sie jedoch "ja" sagen, stehen dir wieder alle Türen offen.
Ich würde da ganze offensiv ran gehen und sagen, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast, diese nun bereust ( sinnvolle nachvollziehbare Begründung einfügen ) und dir die Position so wichtig ist das du noch einmal nachharken möchtest.
 
Das Gericht vermutet eine Entwicklungsverzögerung der geistigen Reife und ordnet daher ein medizinisch-psychologisches Gutachten an, um die Schuldfähigkeit des Angeklagten feststellen zu lassen.
Weiterhin wird die vorläufige Unterbringung des Angeklagten in einer geschlossenen forensischen Einrichtung verfügt, da von mangelnder Einsichtsfähigkeit auszugehen ist und daher Wiederholungsgefahr besteht.
 
Der oder die, die die Entscheidung treffen sind garantiert nicht die Saekritaerin, die die "Entschuldigung" gehoert hat.
Und da einen Tag vorher "Abgesagt" wurde, ist dagegen nichts einzuwenden.
Anders waere es, wenn Du sie nur einfach versetzt haettest.
Ich wuerde einfach nur fragen, ob das Angebot noch steht, oder nicht. Fertig.
Aber wenn Du noch laenger wartest, dann kannst Du es Dir bald sparen, weil dann die Moeglichkeiten gegen null gehen.
 
Ruf da schnellstmöglich an und Probier den Job doch zu kriegen. Du hast doch nichts zu verlieren, außer ein nein.
Sei einfach selbstbewusst. In unserer Firma ist man froh, wenn man qualifizierte Leute im 2. oder 3. Anlauf noch an Land ziehen kann. In einem halben Jahr interessiert es keinen mehr, wie du zu dem Job gekommen bist. Viel Glück und halte uns auf dem Laufenden.
 
Habe heute Morgen angerufen. Der Chef war in einem Meeting und ich sollte zu einem anderen Zeitpunkt anrufen. Habe zu diesem Zeitpunkt angerufen und der Chef musste schnell in ein anderes Meeting. Haben dann ausgemacht, dass der Chef mich zurückruft sobald er Zeit hat. Leider kam kein Anruf. Also, von daher...wird wohl nix mehr
 
Habe heute Morgen angerufen. Der Chef war in einem Meeting und ich sollte zu einem anderen Zeitpunkt anrufen. Habe zu diesem Zeitpunkt angerufen und der Chef musste schnell in ein anderes Meeting. Haben dann ausgemacht, dass der Chef mich zurückruft sobald er Zeit hat. Leider kam kein Anruf. Also, von daher...wird wohl nix mehr
War ja auch nicht besonders geschickt, gleich mit dem Chef reden zu wollen.
Ob der Job noch frei ist, haette sicher auch die Sekretaerin gewusst.
 
Habe heute Morgen angerufen. Der Chef war in einem Meeting und ich sollte zu einem anderen Zeitpunkt anrufen. Habe zu diesem Zeitpunkt angerufen und der Chef musste schnell in ein anderes Meeting. Haben dann ausgemacht, dass der Chef mich zurückruft sobald er Zeit hat. Leider kam kein Anruf. Also, von daher...wird wohl nix mehr
Ist doch quatsch, wenn der keine Zeit hatte oder es verschwitzt hat kommt das schon mal vor. Sowas wäre vielleicht bei einem kleinen Betrieb das Vorgehen aber sicherlich nicht in einer größeren Firma. Du wirst nicht gerade Priorität 1 auf der Liste sein in Corona Zeiten, daher würde ich einfach nochmal hinterher telefonieren, schliesslich bis du derjenige der nochmal Kontakt möchte.

Ehrlich gesagt würde ich von jemandem der eine Führungsposition mit 20MA einnehmen will auch mehr Engagement erwarten. Vorallem wenn das Ganze auch einen Öffentlichkeitsarbeit Aspekt hat. Da gilt es in der Regel gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Leg dir also schon mal ein dickeres Fell zu und beweise das deinem zukünftigen Chef ;-).
 
Hallo REDtechniker,

hatte letztes Jahr auch ein Probeballon-VG.... hätte soweit alles gepasst, habe auch den Konditionen zugesagt. Nur als der Arbeitsvertrag kam, gab es Unstimmigkeiten. 2 Ansprechpartner innerhalb der neuen Firma, mit welchen ich nie gleichzeitig am Tisch gesessen hatte, hatten unterschiedliche Vorstellungen. Habe dann höflich abgesagt. Der unmittelbare (fast) Vorgesetzte hat mir dann noch gesagt, wie schade er das findet, aber die Tür würde auf jeden Fall weiterhin offen stehen, wenn ich mir das anders überlege. -> die Stelle ist heute noch vakant.

Kommt jetzt halt drauf an, wie es bei dem AG ankam...… War es ein "Schade, den hätten wir gut gebrauchen können" ?? -> dann kann es gut sein, dass man sich über Deinen Sinneswandel freut. Allerdings bitte nicht mit "Da mein jetziger AG in Schwierigkeiten ist......." ankommen....

Eher in die Richtung, dass Du einfach etwas mehr Zeit gebraucht hast um Dir sicher zu sein, da Du auf keinen Fall dem AG unnötig zeit und Geld kosten wolltest nach dem Motto "Bin mir nicht ganz sicher, aber ich probiers halt mal....."
 
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