Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Hi,

ich bin seit März frischgebackener Bachelor der Elektro- und Informationstechnik mit Abschlussnote 2,1.
Nun suche ich nach einem Job und würde mich als Unerfahrener über jede Hilfe zu meiner Situation sehr freuen.

Ich habe im Februar/März viele Bewerbungen abgeschickt.
Im Hinterkopf war bei mir: "Das läuft sicher so glatt ab, wie bei der Bewerbung für die Bachelorarbeit. Es werden sicher zügig viele Einladungen zu Vorstellungsgesprächen kommen und das Interesse an mir wird groß sein."

Die Realität: Antworten auf Bewerbungen ließen ewig auf sich warten, bei den großen Unternehmen hagelte es viele Absagen, wenig Einladungen zu Gesprächen. Häufige Begründung: Keine Berufserfahrung oder nicht die passende Fachrichtung oder keinen Master-Titel.

Deshalb habe ich mich auch bei Ingenieursdienstleistern beworben. Diese sind sehr schnell: Innerhalb kürzester Zeit war ich bei einer Reihe von Vorstellungsgesprächen. Ironischer Weise bei den Firmen, die meine Bewerbung schon ewig haben. Viele Stellen waren hier nicht interessant und nicht von gegenseitigem Interesse.

Nun hat es bei einer mittelmäßig interessanten Stelle per Dienstleister bei einer großen Firma geklappt.

Der Dienstleister will mit mir bereits Freitag die Rahmenbedingungen für einen Vertrag telefonisch klären und diesen nächste Woche unterzeichnen.

Bei dem Dienstleister handelt es sich um ein Unternehmen, das Ingenieure regional an einige wenige große Firmen vermittelt. Die Personalleute des Dienstleisters sind selbst ehemalige Ingenieure. Angeblich muss man ca. 5-7% des Einkommens an den Dienstleister zahlen.

Das Hauptproblem:
Ich habe noch eine stark favorisierte Stelle bei einem großen Unternehmen. Ich war vor Kurzem beim Vorstellungsgespräch. Die Antwort kann aber länger dauern, wurde mir gesagt...
Wenn ich die Stelle bekomme, nehm ich sie sofort.

Ansonsten habe ich keine heißen Eisen mehr im Feuer. Fast alle interessanten Stellen haben mir abgesagt und es sind kaum mehr Bewerbungen am laufen.
Wenn ich wirklich direkt bei einer großen Firma arbeiten möchte, müsste ich jetzt nochmal Bewerbungen schreiben und ca. 3 Monate warten...

Der Dienstleister will natürlich, dass ich möglichst bald den Vertrag unterschreibe.
Wie zögere ich das hinaus, zumindest eine kurze Zeit?
Was soll ich ihm sagen?

Die Probezeit ist dabei auf 18 Monate verlängert und das Unternehmen meinte, sie suchen jemanden, der länger bleibt, da die Einarbeitung lang dauert.

Was noch eine Rolle spielt: Irgendwann (vielleicht in 1-2 Jahren) möchte ich den Master machen. Ich weiß nur noch nicht welche Fachrichtung. Z.B. eher wirtschaftlicher könnte ich mir gut vorstellen. Oder MBA, oder Human Ressource Management (hat zwar nichts mit dem anderen Studium zu tun, interessiert mich aber)

Vielleicht könnte ich den Master bereits im Wintersemester anfangen. Hätte dann allerdings gern eine Tätigkeit bis dahin. Allerdings schätze ich, das kommt dann schlecht, wenn man nur kurz irgendwo ein paar Monate beschäftigt war, denn die Arbeitgeber wollen einen ja immer längerfristig und man kriegt dann auch schlechte Arbeitszeugnisse, oder?

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Wie verzögere ich das mit dem Dienstleister, zumindest bis ich Antwort von der Wunschstelle bekomme?
Ist es sinnvoller noch einmal neue Bewerbungen zu schreiben und 3 Monate zu warten und somit eine richtig gute Stelle zu bekommen?
Sollte ich mir eine Übergangsstelle suchen und dann den Master machen?


Über ein paar Antworten würde ich mich riesig freuen.
Brauch da echt mal Hilfe! o_O
 
N

NoMansLand

Gast
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Mit Hinauszögern ist das so eine Sache. Es gibt da mehrere Optionen, da das aber womöglich auf Rechtsberatung hinausläuft möchte ich mich dazu weniger äußern. Du kannst dich aber mal über die Möglichkeiten der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses in der Probezeit bzw. vor Arbeitsantritt informieren.

Viele Firmen suchen anscheinend Anfänger nur noch über Dienstleister. Das ist erst einmal nicht schlimm, bei guter Leistung ist eine Übernahme nicht unwahrscheinlich. Und so kann man als Anfänger auch erst einmal mehrere Unternehmen kennenlernen. Dafür muss man eben die Nachteile (Bezahlung, Reisetätigkeit) in Kauf nehmen. Man muss eben rechtzeitig den Absprung schaffen.

Ein Problem ist aber tatsächlich dein Wunsch, schon so bald den Master zu machen. Für ein halbes Jahr wird dich keiner einstellen und es wäre auch sehr ungeschickt, dieses Vorhaben einfach zu verschweigen, das ist moralisch wirklich grenzwertig. Besser ist es, die Pläne weiter nach hinten zu verschieben; mit zwei Jahren Berufserfahrung betrachtet man diese Dinge noch einmal etwas anderes. Alternativ kann man den Master auch per Fernstudium oder in Teilzeit nachholen.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Danke für die Antwort.
Was noch wichtig ist: Ich hab vor dem Studium bereits eine Ausbildung zum Industrietechnologen bei Siemens gemacht und wäre da mit ERA 8 eingestiegen, zur Zeit 3050 Eu bei 35 Stunden.
Was mir aktuell angeboten wird sind 200 Eu mehr, bei 40 Stunden.
Da kommt man sich irgendwie dumm vor.
Leider sucht meine ehemalige Siemens-Abteilung zur Zeit niemanden...
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

naglaa, Bachelor mit 2,1 und dann solche Probleme, eine Festanstellung zu finden??? Wundert mich, denn angeblich werden doch z.Zt. gerade Elektroingenieure mit Kusshand gesucht bzw. genommen, siehe auch die Berichte hier im Wrexham Thread und auch die Tatsache, das sogar der ein oder andere SGT eine Ingenieursstelle bekam.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Was noch wichtig ist: Ich hab vor dem Studium bereits eine Ausbildung zum Industrietechnologen bei Siemens gemacht und wäre da mit ERA 8 eingestiegen, zur Zeit 3050 Eu bei 35 Stunden.
Was mir aktuell angeboten wird sind 200 Eu mehr, bei 40 Stunden.
Da kommt man sich irgendwie dumm vor.
Das sind eben zwei Welten mit dem größten Unterscheid, den man auf dem deutschen Arbeitsmarkt finden kann. Auf einer Seite Großkonzern mit Topgehälter sowie sehr günstigen ERA-Einstufungen. Auf der anderen sind die Dienstleister, welche an dem verliehenen Arbeitnehmer verdienen wollen. Dabei wird über die Hälfte des Honorars vom Dienstleister-Unternehmen eingestrichen. Was übrig bleibt "gehört" dem Arbeitnehmer.

Leider sucht meine ehemalige Siemens-Abteilung zur Zeit niemanden...
Ja. Diese Erfahrung müssen viele Absolventen machen. Nach dem Studium wollen sie zurück ins Unternehmen, aber stellen fest, dass dort niemand auf sie wartet bzw. sie gerade haben will.

Ich will dir jedoch Mut machen. Auch wenn deine Situation dir wenig Anlass zur Zufriedenheit gibt, nicht verzweifeln. Mit einigen Jahren Erfahrung bist du in der Lage auch mit deinem Bachelor sich bei Großkonzernen zu bewerben. Wenn du noch Master drauflegst, spielt deine derzeitige Situation keine Rolle. Wenn du keine Alternativen zu diesem Dienstleister hast, dann nimm seinen Angebot an. Sollte kürze Zeit später doch mit deiner Wunschstelle klappen, kannst du in der Probezeit innerhalb von 4 Wochen bei dem Dienstleiter kündigen. Also kein Anlass zur Sorge.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Als Absolvent - Techniker oder Ing. - kommt man um Dienstleister kaum noch rum. Berufserfahrung ist den Firmen echt wichtig.

@naglaa
Man kann natürlich pokern und 1-2 Woche Bedenkzeit kann man u. U. raushandeln. Aber irgendwann muss man sich entscheiden.

Übrigens: Die Probezeit gilt auch für Arbeitnehmer. Wenn du also beim Dienstleister anfängst und nach 2 Monaten die Zusage vom Wunscharbeitgeber erhälst, kündige doch einfach und wechsel. Der Dienstleister entlässt dich auch sofort, wenn die Auftragslage schlechter wird.

Außerdem ist dein Gehalt beim Dienstleister nicht übel und um BE zu sammeln, sind Dienstleister nicht mal so schlecht. Wie bereits jemand schrieb: Man muss halt den Absprung zu einem richtigen Unternehmen schaffen
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Wie ist das denn mit dem Kündigen in der Probezeit?
Die suchen ja echt einen für längerfristig.
Das kommt doch sicher bei künftigen Bewerbungen schlecht, oder?
Dann gibts vermutlich auch eine schlechte Bewertung?

Hab ausgerechnet, dass ich nun einen schlechteren Stundenlohn bekomme, als vor dem Studium...

Die Frage ist, ob ich jetzt zusagen soll und gleichzeitig weitersuchen soll, oder ob ich es bleiben lasse und so weitersuche. Für die jetzt neu aufgesetzten Bewerbungen dauert das sicher seine 2-3 Monate. Zusätzlich muss man wohl einige Telefoninterviews und Bewerbungsgespräche führen, die nichts bringen.

Oder ich überbrücke die Zeit bis zum Wintersemester mit irgendwelchen Jobs und geh dann studieren.
 
B

Benutzer74741

Gast
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Hmm... man muss aber auch mal realistisch bleiben...

Du hast offenbar früher bei nem Konzern gearbeitet, warst dort sicherlich schon einige Lohngruppen nach oben geklettert und hattest Erfahrung in deinem Job . Als Berufseinsteiger direkt nach dem Studium bist du erstmal nicht produktiv, sondern kostest Geld für Einarbeitung, Schulung, Betreuung durch Kollegen usw.

Da kannst du nicht erwarten, dass man dir sofort die Kohle in großen Schubkarren ins Haus liefert...

Du fängst in Sachen Berufserfahrung fast bei 0 an. Insofern musst du, wenn du schon deinen Stundenlohn ausrechnen willst, den direkt nach der Ausbildung als Berufseinsteiger nehmen. Und dann auch ohne irgendwelche Schichtzulagen usw. Denn die fehlen dir als Ingenieur in der Regel ebenfalls...
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Die Stelle beim Dienstleister würde ich an deiner Stelle nicht annehmen, sondern das Ergebnis der anderen Bewerbung abwarten bzw. sofort noch weitere Bewerbungen rausschicken. Zur Zeit boomt die Wirtschaft und die Chancen stehen doch nicht schlecht, was "Richtiges" zu finden.
Dienstleister würde ich nur als allerletzten Weg einschlagen
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

@rotH: Nein, das wäre direkt nach der Ausbildung gewesen, wo ich mehr verdient hätte, als jetzt nach dem Studium... Ist aber auch ne spezielle Ausbildung gewesen.

@NPB25: Das wäre auch bei einem großen Unternehmen, allerdings bin ich halt über den Dienstleister angestellt. Wenn ich weitere Bewerbungen jetzt schreib, werden noch ca. 3 Monate vergehen, bis ich da was fix machen könnte. Und ich sitz hier schon 2-3 Monate rum... Dann hätte ich gern trotzdem einen Verdienst in der Zeit. Würde das bei irgendwelchen Ingenieurbüros gehen? Oder was bietet sich da an?
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Angeblich muss man ca. 5-7% des Einkommens an den Dienstleister zahlen.

Angeblich sollte man sich gut informieren, bevor man Entscheidungen trifft ...

Also erstmal genau abklären was Sache ist. Nicht unbedingt am Telefon - Vertrag mitnehmen zum zu Hause in Ruhe angucken und dann (vielleicht) unterschreiben. Soviel Zeit muss sein.

Mehr als in einem Schnellrestaurant die Tische abwischen wirds wohl geben und bei einem "Dienstleister" nach wenigen Wochen zugunsten eines Studiums aufzuhören, macht keinen Knick im CV. Und wenn es ok ist da, dann eben nicht studieren, sondern übernehmen lassen.
 
N

NoMansLand

Gast
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Es klingt fast so, als würdest du dich nur bei großen Unternehmen (Konzerne?) bewerben. Ist dieser Eindruck richtig?

Dort könnte nämlich auch ein Problem liegen. Große Konzerne haben naturgemäß weniger Schwierigkeiten, gute und erfahrene Leute zu bekommen. Außerdem haben sie sehr viel intern ausgebildeten Nachwuchs. Von außen reinzukommen ist schwer und geht dann meistens nur über Dienstleister.

Es gibt aber auch viele kleinere und mittelgroße Mittelständler, die an der Stelle noch viel flexibler sind und im Moment auch viele Leute suchen. Die Bezahlung ist auch nicht so schlecht, meist besser als bei Dienstleistern.

Das Problem ist, diese Firmen zu finden, da sie meistens außerhalb der Fachwelt völlig unbekannt sind und ihre Stellen außerhalb der regionalen Presse und ihrer Firmenhomepage nur selten ausschreiben. Dafür hat man dort viel weniger Konkurrenz kann mit etwas Glück auch einen viel interessanteren Job bekommen.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

@pleindespoir: richtig, informieren ist immer gut ;) Beim Dienstleister anfangen und dann fürs Studium aufhören klingt gut. Allerdings bin ich über den Dienstleister bei einem großen Konzern angestellt. Ist dann so die Frage, ob das dann nicht gemerkt wird...

Meint ihr, da geht noch was gehaltsmäßig zu bewegen? 3225EU/Monat bei 40h... Nach der Ausbildung hätte ich 3050 gekriegt für 35h und eventuell noch mehr Zulagen...

@NoMansLand: Ja, ich bewerbe mich nur bei großen Unternehmen. Zum einen, weil ich da die meisten Möglichkeiten sehe, wie auch die Möglichkeit gut zu bezahlen. Zum anderen ist das von dir erwähnte Problem mir auch begegnet: Die kleinen und mittleren Unternehmen findet man schwer. Verwende ich sogenannte Jobsuchmaschinen wie icjobs.de, dann werden mir recht viele Dienstleister angeboten und bestimmte Arbeitgeber, die von diesem Portal erkannt werden.
Grundsätzlich könnte eine kleinere Firma attraktiv sein, wenn das Aufgabengebiet stimmt und man sich gut versteht. Auch bei weniger Geld.

Ich war bereits bei Siemens, für die Dauer der Ausbildung und möchte gern wieder zurück. Allerdings muss ich mir ein neues Gebiet suchen und die Stellen, die ich wirklich interessant finde, halten sich auch in Grenzen.
 
N

NoMansLand

Gast
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Die Welt besteht eben nicht nur aus Siemens. Andere Firmen können nicht so viel bezahlen. Und 40k für einen Anfänger ist schon vollkommen in Ordnung. Es ist aber durchaus kein Geheimnis, dass man als einfacher Arbeiter bei Konzernen mehr verdient als bei vielen anderen Unternehmen als Ingenieur.

Zum Thema Firmen finden: Wer natürlich nur Jobbörsen kennt, wird Probleme haben. Wenn man aber etwas Mühe in die Recherche steckt, findet man die kleinen und mittleren Unternehmen völlig problemlos. Man muss nur fachlich etwas tiefer in die Zielbranche einsteigen. Das sollte aber einen frisch Studierten keine große Schwierigkeiten bereiten (ansonsten ist das schlechtere Dienstleistergehalt eigentlich schon zu viel, sorry wenn man es so deutlich sagen muss).
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Meine aktuelle Tendenz ist, den Vertrag nicht zu unterschreiben.
Denke, es kommt künftig schlecht, wenn man den Vertrag beim Dienstleister nach ein paar Wochen oder Monaten kündigt.
Entweder es klappt mit der Wunschstelle oder einer anderen guten Stelle
bei Big S, oder ich such mir ein tolles Master-Studium für den Herbst.
Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt, mich zu spezialisieren, da man
damit auch nur für einen kleineres Fachgebiet in Frage kommt und man
nicht so recht weiß, ob es einem taugt, ohne mal richtig da gearbeitet
zu haben... Habe aber schon Tendenzen.

Würde dann allerdings doch noch gern etwas Geld verdienen und nicht nur
gammeln, bis zum Studium im Herbst oder bis gute Zusagen kommen (was
einige Monate dauert, wenn ich jetzt Bewerbungen schreib)...

Wie viel besser schätzt ihr die Chancen mit eine Master-Abschluss
gegenüber dem Bachelor ein?
Wie viel Pluspunkte bringt es beim Arbeitgeber, dass man eine Ausbildung vorher
absolviert hat?

@NoMansLand: Ich finde das nicht so einfach, kleinere und mittelgroße Firmen in meiner Zielregion auszumachen, die nur auf ihrer Homepage ausschreiben. Den ein oder anderen findet man vielleicht. Aber welche Vorgehensweise hast du dafür? Sagen wir mal, du würdest z.B. ein Unternehmen im Bereich Solartechnik suchen im Raum Nürnberg. Die ersten Schritte wären Google und Jobbörsen nach Stichworten durchsuchen. Und wie findest du weitere?
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Denke, es kommt künftig schlecht, wenn man den Vertrag beim Dienstleister nach ein paar Wochen oder Monaten kündigt.

Genau dazu gibt es diese modernen Sklavenvermittlungsinstitute. Jeder weiss, dass da nicht das Gelbe vom Ei zu finden ist. Niemand denkt sich was bei, wenn man da nur ein paar Tage schafft.

Ich gehe da eher nach dem Motto "Lieber den Schatz in der Hand als den Fuss in der Kacke" vor. Dabei habe ich auch schon grässlich unterbezahlte Jobs gemacht - aber besser als tausende von Bewerbungen in der Welt verteilen und auf Godot warten. Spassigerweise kommen die Angebote immer dann, wenn man grade irgendwo zu gesagt hat und wenn man nix hat, dann kann man auch gern Monate darauf warten, bis man einen Job bekommt.
 
N

NoMansLand

Gast
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

@NoMansLand: Ich finde das nicht so einfach, kleinere und mittelgroße Firmen in meiner Zielregion auszumachen, die nur auf ihrer Homepage ausschreiben. Den ein oder anderen findet man vielleicht. Aber welche Vorgehensweise hast du dafür? Sagen wir mal, du würdest z.B. ein Unternehmen im Bereich Solartechnik suchen im Raum Nürnberg. Die ersten Schritte wären Google und Jobbörsen nach Stichworten durchsuchen. Und wie findest du weitere?

Wie würdest du denn vorgehen, wenn du als Kunde eine Firma suchst, die Solartechnik herstellst? Oder als potentieller Anleger? Die gleichen Regeln gelten für die Jobsuche. Google ist natürlich eine Möglichkeit zum Einstieg, aber man muss natürlich schon ernsthafter recherchieren. Nur um mal ein paar mögliche Informationsquellen zu nennen: Pressemitteilungen, Fachvorträge und Konferenzen, Fachmessen, Fachzeitschriften (und deren Internetseiten).

Das nimmt zwar etwas mehr Zeit in Anspruch als schnell mal googeln, aber das hat den Vorteil, dass man sich auch gleich ernsthaft mit der Branche beschäftigt, was einer zielgerichteten Bewerbung sicherlich zugute kommt. Und beim Vorstellungsgespräch kommt es auch sicherlich gut an, wenn man sich etwas auskennt.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Leute, bleibt mal aufm' Boden - "Sklavenvermittlung" ist einfach Quatsch - habe selbst bei zwei Dienstleistern gearbeitet - der Lohn war 10% unter dem, was ich in Festanstellung verdient hätte.

Kann / sollte man da von Sklavenhandel sprechen? Finde ich unseriös und hirnrissig.
 
AW: Bitte um Hilfe: Ingenieurdienstleister

Leute, bleibt mal aufm' Boden - "Sklavenvermittlung" ist einfach Quatsch - habe selbst bei zwei Dienstleistern gearbeitet - der Lohn war 10% unter dem, was ich in Festanstellung verdient hätte.
Angenommen du hast eine LAK-Stelle in einem Unternehmen, so ist diese Stelle entsprechend EG-Stufen eingruppiert. Der Personaldienstleister (PD) bekommt vom "Kunden" also höchstens diesen Betrag inkl. Arbeitgeberanteilen. Da aber der PD auch leben möchte, wird ein gewisser Anteil einbehalten und der Rest an den verliehenen Arbeitnehmer gezahlt. Wenn du nur 10% unter dem vergleichbaren (!!!) Lohn eines Festangestellten gelegen hast, so kommt mir das doch komisch vor ...
 

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