Betriebsverhalten von DASM

Kann mir bitte jemand die Frage beantworten sowohl auch erklären !!?
Warum beim DASM das Anlaufmoment trotz hohem Anlaufstrom verhältnismäßig klein ist ???

Danke im Voraus
 
AW: Betriebsverhalten von DASM

Hallo Theute,

beim ASM ist der Anlaufstrom zwar ca 6mal so hoch wie der Nennstrom aber das Moment ist ja auch ca 2,3mal höher als das Nennmoment.

Also ist das Moment verglichen mit dem Nennmoment höher ;)

Wenn du es natürlich vom Strom her betrachtest hast du recht. Das Problem hierbei ist das Ständer-Magnetfeld das ja mit Netzfrequenz rotiert und viel zu schnell ist um den Anker richtig zu "packen".

Wenn man das Ständerfeld verlangsamt, kann es leichter den Anker "mitnehmen" und hat somit eine bessere Momentenausbeute im Vergleich zum aufgewendeten Strom. (Dies nutzt man beim Frequenzumrichter)

Hoffe das hilft

MFG

alex
 
AW: Betriebsverhalten von DASM
...

Wenn man das Ständerfeld verlangsamt, kann es leichter den Anker "mitnehmen" und hat somit eine bessere Momentenausbeute im Vergleich zum aufgewendeten Strom. (Dies nutzt man beim Frequenzumrichter)

Hoffe das hilft

MFG

alex
Kann man die Aussage auch genauer definieren?
Das würde mich schon sehr Interessieren.
Wie verhält sich das Drehmoment in bezug auf den Strom, wenn der Motor mit einem Frequenzumrichter angesteuert wird?

Mit freundlichen Grüßen

HerrMayday
 
Feldorientierte Regelung
Die feldorientierte Regelung (auch →Vektorregelung) ist ein Regelverfahren für Drehfeldmaschinen (Asynchron- und Synchronmotoren), das es erlaubt, einen Drehstrommotor genauso dynamisch zu betreiben wie eine Gleichstrommaschine. Dabei wird das Bezugssystem der Maschinengleichungen nicht am ortsfesten Stator, sondern am umlaufenden magnetischen Drehfeld orientiert (daher der Name). In diesem rotierenden Bezugssystem scheint das Feld stillzustehen. Nun können die Spannungen und insbesondere die Ströme in der Maschine ebenfalls auf dieses System bezogen (transformiert) werden. Dadurch zerfällt der Strom in der Maschine in einen feldbildenden Anteil (Magnetisierungsstrom i µ , in Richtung des Feldes, auch i d genannt) und einen drehmomentbildenden Anteil (Wirkstrom i W , senkrecht zum Feld, auch i q genannt), die beide unabhängig voneinander geregelt werden
können. Das Drehmoment m entspricht dem Produkt aus Fluss Φ und Wirkstrom i W . Damit wird ein der Gleichstrommaschine sehr ähnliches Verhalten erreicht, auch dort können der feldbildende Erregerstrom und der drehmomentbildende Ankerstrom unabhängig voneinander geregelt werden, was letztlich die hohe Dynamik der geregelten Maschine ermöglicht. In der Struktur einer feldorientierten Regelung ist das Prinzip durch die Drehtransformationen e jρ erkennbar, die die Umrechnung vom rotierenden in das stationäre Bezugssystem durchführen.
Voraussetzung für die feldorientierte Regelung ist die Kenntnis der Ausrichtung des Magnetfeldes in der Ma-
schine. Diese wird aus gemessenen Informationen (Ströme, Spannungen, Drehzahl oder Lage des Rotors)
in einem Maschinenmodell oder Flussmodell ermittelt. Sogenannte sensorlose Regelungen, die ohne Lage-
und Drehzahlsensor auskommen, ermitteln auch diese Größen rechnerisch. Zumindest bei lagegeregelten
Antrieben, aber auch bei sehr hohen Anforderungen an die Welligkeit und Genauigkeit des Drehmoments, ist
jedoch ein mechanischer Geber (Lage oder Drehzahl, je nach Maschinentyp) erforderlich.
Quelle: Antriebs-ABC Stromrichter für Drehstrom- und Gleichstromantriebe Handbuch · Oktober 2009

Hoffe das macht es etwas deutlicher ;)

Alex
 
Top