Betreiben eines 120V Transformators mit 230V.

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Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, habe einen Transformator der Primärseitig mit 95, 115 und 120V betrieben werden kann und auf der Sekundärseite 10kV, 15kV und 18kV ausgibt bei so wie ich den aufdruck verstehe 400Hz und 5mA. Leider habe ich sonst keine weiteren Informationen zu dem Ding

Hier ein Bild von dem kleinen Ding.
IMAG0279.jpg

Nun meine Fragen:

1. Welche genauen Folgen könnte es haben wenn man einen Trafo der für 400Hz ausgelegt ist mit 50Hz betreibt?

2. Um nun zu berechnen welche Spannung ich habe bei 230V und dem anschließen an die 120V Stelle, rechne ich doch 18.000V / 120V = ü (Übersetzungsverhältnis) = 150 und dann 150 * 230V = 34500V.
Bei 120V und 18kV hat die Sekundärspule einen maximalen Kurzschlussstrom von 5mA, wie kann ich nun überprüfen welchen Kurzschlussstrom ich habe bei der Anordnung mit 230V oder ändert sich das nicht?

Manch einer fragt sich nun sicher wieder was der damit vorhat, ich möchte eine kleine Teslaspule mit niedrigen Stromstärken bauen, nur das einzige was mir noch schleierhaft ist, ist halt dieser Transformator hier.
Da ich nirgends was darüber finde wie sich Transformatoren genau verhalten können wenn man mit anderen Frequenzen arbeitet wäre ich sehr dankbar für jede Antwort und auch Tipps für Bücher wo etwas darüber Beschrieben wird.
 
AW: Betreiben eines 120V Transformators mit 230V.

Die Spannung geht mit der Frequenz, d.h. 230V kannst schon anschließen, wenn Du 800Hz hast und wenn die Isolation nicht durchschlägt - Du erhältst nämlich sekundär dann auch das Doppelte.

Umgekehrt darfst Du bei 50Hz eben nur 1/8-tel der Spannung anschließen, also primär statt 120V nur 15V. Sekundär hast Du dann eben nur 2,2kV
 
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> 1. Welche genauen Folgen könnte es haben wenn man einen Trafo der für 400Hz ausgelegt ist mit 50Hz betreibt?

Wenn du die gleiche Spannung mit 50Hz anlegst, dann fließt mehr Strom weil der induktive Widerstand nur 1/8 ist. Dadurch geht der Kern in Sättigung. Damit steigrt der Strom immer weiter bis es einen Knall gibt und der Trafo explodiert, falls die Sicherung nicht rechtzeitig "fliegt".

Auf Grund der hohen Ausgangsspannung und der verfügbaren Leistung sind das lebensgefährliche Experimente!
Dieses Teil kann Töten! Es ist nicht zum Experimentieren/Spielen geeignet!
 
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Wie wäre es denn nun wenn man den Transformator nicht als Spule sondern als Leiter mit einem primärseitigen Widerstand verbauen würde der den möglich fließenden Strom begrenzt? So sollte es doch möglich sein den Transformator auch unter 230V und 50Hz zu betreiben. Andernfalls muss ich mir halt erst ein Trafo für 230-120V holen und mit einem Umrichter arbeiten. Nun ja wie oben schon erwähnt gibt es Gefahren, darum geht Sicherheit auch vor, ein Grund warum ich mich erst genau informiere bevor ich damit was mache.

Aber danke schon mal für die Antworten. Kennt ihr vielleicht noch interessante Bücher oder gut erklärende Webseiten zu dem Thema?
 
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Bei 120V und 18kV hat die Sekundärspule einen maximalen Kurzschlussstrom von 5mA, wie kann ich nun überprüfen welchen Kurzschlussstrom ich habe bei der Anordnung mit 230V oder ändert sich das nicht?
Wie kommst du eigentlich darauf, dass der angegebene Strom der Kurzschlussstrom wäre? So wie ich die Angaben auf dem "Typenschild" lese, werden die Ausgangsdaten unter den Angegebenen Bedingungen erreicht. Also mit 400Hz, 18kV bei 5mA Belastung. Da spricht nichts gegen, dass auch noch weitaus höhere Stromstärken erreicht werden, wenn die Spannung weiter zusammenbricht. Selbst die 5mA sind schon genug, um auf die kritischen 30mA zu kommen, bedarf es eines Spannungseinbruchs auf "nur" 3000V.
Das Ding hat mit einem Tesla-Trafo nicht im entferntesten was gemein. Die Spannung wirst du niemals mit einer derartigen Konstruktion auch nur in die Nähe der Möglichkeiten eines Tesla-Trafos bekommen, der durchaus einige 100kV erzeugt. Dem entgegen spricht schon der Wicklungsaufbau der Sekundärspule, diese ist geschichtet und hat nicht die erforderliche Schichtisolationsspannung um der Spannungsdifferenz zwischen den Schichten zu widerstehen. Im Gegensatz besteht die Sekundärwicklung aus nur einer Schicht und es ist nur die Windungsisolation maßgeblich.
Auch wird ein Tesla-Trafo nicht mit einer Wechselspannung betrieben, sondern ist ein schwingendes System, dass mit eine Impulsentladung o.ä. angeregt wird und dann nur über einen sehr begrenzten Zeitraum seinen Energie abgibt. Das macht ihn mit ähnlicher Leistung weitaus ungefährlicher, als dein Vorhaben und Konstruktion mit kontinuierlicher Energieabgabe.

Über die entstehenden Gefahren hast du dir keine Gedanken gemacht und räumst sie ein, nachdem du darauf hingewiesen wurdest. Aber ich glaube, du bist dir diesen nicht im geringsten bewusst. Das sieht man schon an deiner Unkenntnis der Grundlagen, der Thematik ansich und den Bastelansätzen die du hier an den Tag legst.

Ich würde vorschlagen, wir machen das Thema hier zu!
 
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Nun ja das sollte ja auch nur die Hochspannungsquelle für den Primär-Schwingkreis werden. Aber hat sich erledigt, habe schon von jemanden eine Hilfestellung bekommen.

Danke für die Antworten haben zum Teil ein wenig geholfen.
 
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Ich mach hier mal zu.

Wir sind doch kein "Wie bringe ich mich am besten um" Forum!
 
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