Berufseinstieg Maschinenbautechniker

Hi Leute

wie liefen/laufen eure Bewerbungen als Maschinenbautechniker-konstruktion ?
Ich habe von nem Kollegen, Abschlussjahr 2019 Abendschule, gehört das die meisten
keinen Job finden wenn sie vorher nicht schon eine Ausbildung zum Zeichner hatten... wie sind da eure Erfahrungen?
 
Ich kann aus meinem Betrieb sprechen,

im Jahr 2018 hat bei uns 1 Techniker angefangen, Vollzeit, vorher Metallausbildung.
im Jahr 2019 hat auch 1 Techniker angefangen, vorher Technischer Zeichner
Der Rest waren Bachelor und Masterabsolventen.
Dabei hatten beide Techniker ~0 Konstruktionserfahrung, sind aber in Konstruktion eingestiegen.

Einer ist wieder gegangen, aktuell wird Stelle nachbesetzt. Da aber Auftragsrückgang in Maschinenbaubranche,
wird generell nicht mehr so viel neu eingestellt.

Betrieb: Sondermaschinenbau, Bayern, 250 MA
Relativ große Konstruktionsabteilung um Sonderwünsche zu befriedigen.
 
Ich bin auch gelernter Industriemechaniker und bin auch in der Konstruktion angefangen. Zunächst habe ich auch 2009 finanzkrisebedingt 6 Monate gesucht, aber dann ging es wie am Schnürchen. Zunächst beim Dienstleister aber dann recht schnell einen Festanstellung direkt beim Kunden in der Konstruktion bekommen.
 
Hast du auch beim DAA gelernt oder an einer staatlichen Schule?
Da gebt es ja auch erhebliche Unterschiede was das vermittelte Wissen angeht ( Stichwort CAD und so )
 
Das kann man nicht pauschalisieren...
muss jeder für sich entscheiden.
Für mich war der DAA Lehrgang die optimale Lösung, mit Schichtdienst, hatte es vor 10 Jahren schon mal mit Abendschule versucht, kannst du knicken...hätte ich damals schon vom DAA gewusst hätte ich nicht soviel Zeit in meiner sch... Firma verschwendet...staatliche Schulen haben halt den Vorteil das man alles vorgekaut kriegt und mit inventor richtig Cad gelernt wird
 
Hast du auch beim DAA gelernt oder an einer staatlichen Schule?
Da gebt es ja auch erhebliche Unterschiede was das vermittelte Wissen angeht ( Stichwort CAD und so )
Ich habe 2 Jahre in Vollzeit meinen Techniker auf einer staatl. Schule gemacht. Der Schwerpunkt lag in der Produktentwicklung. Ich fand es gut, da neben dem vermittelten Wissen auch vieles in Projektarbeiten erprobt und abgewickelt. Des Weiteren konnte das Abschlußprojekt umfangreicher gestaltet werden.
Ich habe natürlich keinen Referenzwert gegenüber eines privaten Anbieters im Bereich des Technikers, aber ich habe meinen techn. Betriebswirt privat absolviert. Ich würde es nicht noch einmal machen, da die Qualität, besonders durch die mangelnde Selbstmotivation doch schon sehr leidet.
 
Also bei meiner Schule (Staatlich) gab es nix mit Inventor oder so. Wir haben 2D Zeichnen mit Autocad 2000 Lite gelernt, da es keinen Lehrer gab der 3D konnte. Das hat sich auch in fast allen Fächern durchgezogen. Niveau wurde immer an die langsamsten angelehnt, damit auch möglichst jeder die Schule schafft (vor allem die BFD geförderten, da die Schule vom BFD extra Kohle bekommen hat). Wenn ich mir meinen Bruder angucke was der lernen musste (DAA), war das echt ein riesen Unterschied..... Dafür hab ich von den Noten her ein TOP Zeugnis :-)
 
Ja, das Niveau ist bei unseren staatlichen Schulen auch sehr unterschiedlich.
Eine Schule sortiert knallhart aus auch schon zur Anmeldung... die andere, da war ein Kollege da wird einem der techniker quasi rein geprügelt / geschenkt Hauptsache Titel mit besten Noten und kann nicht die einfachsten Berechnungen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das Niveau ist bei unseren staatlichen Schulen auch sehr unterschiedlich.
Eine Schule sortiert knallhart aus auch schon zur Anmeldung... die andere, da war ein Kollege da wird einem der techniker quasi rein geprügelt / geschenkt Hauptsache Titel mit besten Noten und kann nicht die einfachsten Berechnungen...
Das denke ich auch. Aber ich kann von meinem Kurs sagen, das man den Techniker nicht geschenkt bekommt. Wir hatten eine Quote von knapp 40%, die von sich abgebrochen oder die es leistungsbedingt nicht geschafft haben. Ich denke wenn man solide am Ball bleibt, dann schafft man es ohne Probleme auf der stattl. Schule. Das heißt nicht nur Unterricht, sondern im Schnitt 2-3h pro Schultag nach der Schule noch zuhause am Schreibtisch.
 
Das denke ich auch. Aber ich kann von meinem Kurs sagen, das man den Techniker nicht geschenkt bekommt. Wir hatten eine Quote von knapp 40%, die von sich abgebrochen oder die es leistungsbedingt nicht geschafft haben. Ich denke wenn man solide am Ball bleibt, dann schafft man es ohne Probleme auf der stattl. Schule. Das heißt nicht nur Unterricht, sondern im Schnitt 2-3h pro Schultag nach der Schule noch zuhause am Schreibtisch.
Wenn ich bedenke dass ich beim DAA den nötigen Stoff innerhalb von 2,5 Jahren neben einer 40-50h Arbeitswoche gelernt bekomme und zwar ohne übertriebenen Aufwand, dann ist der staatliche Unterricht in Vollzeit entweder sehr viel umfangreicher und detaillierter oder schlicht unglaublich einfach. Gerade in anbetracht der Kommentare scheint der Stoff beim DAA ja tatsächlich komplexer zu sein.

Da drängt sich mir tatsächlich die Frage auf was in diesen zwei Jahren vollzeit überhaupt unterrichtet wird? Gibts da möglicherweise mehr Praxisbeispiele oder Projekte?
 
Die Leute haben dann z.B. mehr Freizeit. Nicht jeder hat Lust 4 Jahre nach Feierabend noch 2 Stunden zu lernen...
 
Also ich hatte zwischen 40 und 60 Prozent fehlzeiten weil es mir in der Schule zu langweilig war....... Hab damals dann das browser game Stämme gezockt. Zuhause hab ich nur 2 mal für Prüfungen gelernt. Das lag einfach am niedrigen Niveau und nicht darin das ich ein Genie bin....... Beispiel Werkstoffkunde. Da haben wir weniger gelernt wie in meiner Ausbildung zum Industriemechaniker. Das fand ich schon echt übel..... War glaube ich 4 mal im Unterricht und hab mit dem Wissen der Ausbildung ne 1 gehabt.....
 
Die Leute haben dann z.B. mehr Freizeit. Nicht jeder hat Lust 4 Jahre nach Feierabend noch 2 Stunden zu lernen...
Ich habe auf 2,5 Jahre verkürzt und bin weit davon entfernt mich täglich 2h hinsetzen zu müssen.

Also ich hatte zwischen 40 und 60 Prozent fehlzeiten weil es mir in der Schule zu langweilig war....... Hab damals dann das browser game Stämme gezockt. Zuhause hab ich nur 2 mal für Prüfungen gelernt. Das lag einfach am niedrigen Niveau und nicht darin das ich ein Genie bin....... Beispiel Werkstoffkunde. Da haben wir weniger gelernt wie in meiner Ausbildung zum Industriemechaniker. Das fand ich schon echt übel..... War glaube ich 4 mal im Unterricht und hab mit dem Wissen der Ausbildung ne 1 gehabt.....
Klingt ja nach einer ganzschönen Zeitverschwendung..
 
Eher nach nem Sabbatical mit nem geschenktem Titel 😅. Also die 2 Jahre möchte ich nicht mehr missen...... Die waren echt geil...... Feiern, zocken, keine Verpflichtungen...... Allerdings war es nicht das was ich mir vorher vorgestellt hatte
 
Und genau da liegt das Problem. Mir ergeht es ähnlich wie euch. Habe schon gesehen was in unseren spezifischen "Kursen" ab dem 4. Lehrjahr dran kommen wird. Das meiste davon hatte ich während der Ausbildung. Wird mit Sicherheit etwas vertieft, aber selbst für die Musterklausuren brauche ich nicht wirklich zu lernen um zu bestehen. Das Problem sehe ich mehr oder weniger darin später mal selbstständig/eigenverantwortlich größere Projekte zu bearbeiten/bauen/planen. Bei mir gehts z.B. um die Klima & Lüftungstechnik. Ist einfach ein Witz was gefordert wird.
Ich weiss jetzt schon, dass wenn ich mit meinem Techniker durch bin, dass ich nicht wirklich schlauer sein werde als zuvor, dafür aber unter Umständen jede Menge mehr Verantwortung tragen muss ;)
Bei einigen Leuten ist dieser "geschenkte" Titel also mehr ein Nachteil, als das er ein Vorteil ist, wenn es mal in die Hose gehen sollte, weil man eigentlich keinen Plan hat :D
 
Und genau da liegt das Problem. Mir ergeht es ähnlich wie euch. Habe schon gesehen was in unseren spezifischen "Kursen" ab dem 4. Lehrjahr dran kommen wird. Das meiste davon hatte ich während der Ausbildung. Wird mit Sicherheit etwas vertieft, aber selbst für die Musterklausuren brauche ich nicht wirklich zu lernen um zu bestehen. Das Problem sehe ich mehr oder weniger darin später mal selbstständig/eigenverantwortlich größere Projekte zu bearbeiten/bauen/planen. Bei mir gehts z.B. um die Klima & Lüftungstechnik. Ist einfach ein Witz was gefordert wird.
Ich weiss jetzt schon, dass wenn ich mit meinem Techniker durch bin, dass ich nicht wirklich schlauer sein werde als zuvor, dafür aber unter Umständen jede Menge mehr Verantwortung tragen muss ;)
Bei einigen Leuten ist dieser "geschenkte" Titel also mehr ein Nachteil, als das er ein Vorteil ist, wenn es mal in die Hose gehen sollte, weil man eigentlich keinen Plan hat :D
Tatsächlich habe ich bei den "Management" Fächern im Gegensatz zu den fachbezogenen das meiste mitnehmen können und tatsächlich einiges neues gelernt. Fachlich war -wie du schon selbst erwähnt hast- nicht wirklich neues dabei, aber gerade das Thema Projektmanagement ist beim DAA sehr praxisnah und hat mir mit Sicherheit was gebracht.
 
Man kann es ja mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten:

Die Abschlüsse sind dazu da, um zu zeigen, dass der Abschließende die entsprechenden Fähigkeiten grundlegend beherrscht.

Beim Techniker, Studium oder sogar Ausbildung weiß niemand, welche Vorkenntnisse der Lernende besitzt. Deswegen werden alle erstmal auf ein gleiches Niveau gezogen. Eine Tochter oder der Sohn eines traditionsreichen Familienunternehmens wird meist mehr Fähigkeiten mitbringen, als ein unbefleckt beginnender Azubi, ihm geht es dann ähnlich wie euch bei seiner Ausbildung.

Ein Arbeitgeber weiß aber, dass jeder Bewerber mit dem Abschluss zumindest grundlegend, Niveau Zensur 4, die entsprechenden Fähigkeiten beherrscht. Zumindest ist dies der Idealfall, von welchem unser Bildungssystem ausgeht.

Beim DAA Techniker bestanden für mich nie Probleme und mit geringem Lernaufwand waren Bestleistungen möglich. Ich habe mich dann über die gute Zeit gefreut und meine Mitschüler unterstützt. Ein paar Sachen lernt man schon dazu und entwickelt sich im Laufe des Lehrganges. Also einfach positiv sehen und Spaß haben.


Das Problem sehe ich mehr oder weniger darin später mal selbstständig/eigenverantwortlich größere Projekte zu bearbeiten/bauen/planen. Bei mir gehts z.B. um die Klima & Lüftungstechnik.
In Projektarbeit wächst man meist herein oder wird an größere Projekte herangeführt zumindest als Angestellter. Somit bekommt man auch den Überblick und ein Gefühl für Projekte. Da geht es vom Projektmitarbeiter, über Verantwortung für kleinere Projekte bis hin zum Projektleiter.
 
Wenn ich bedenke dass ich beim DAA den nötigen Stoff innerhalb von 2,5 Jahren neben einer 40-50h Arbeitswoche gelernt bekomme und zwar ohne übertriebenen Aufwand, dann ist der staatliche Unterricht in Vollzeit entweder sehr viel umfangreicher und detaillierter oder schlicht unglaublich einfach. Gerade in anbetracht der Kommentare scheint der Stoff beim DAA ja tatsächlich komplexer zu sein.

Da drängt sich mir tatsächlich die Frage auf was in diesen zwei Jahren vollzeit überhaupt unterrichtet wird? Gibts da möglicherweise mehr Praxisbeispiele oder Projekte?
Wie du es schon geschrieben hast, ist es doch schon Komplexer. Beim DAA oder anderen Fernlehrgang bekommst du "furztrockener" Stoff vermittelt und in Vollzeit recht ausführlich und praxisnah. CAD, CNC, Steuerungstechnik oder Präsentationstechniken fand halt nicht nur auf dem Papier statt.
Schließlich kann man mit dem Techniker im Falle eines Studiums einige Semester anrechnen lassen.
 
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