Bereits Techniker Elektrotechnik - soll ich den Bachelor machen?

Hallo zusammen.

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt bin ich bereits staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik und seit 2 Jahren auch dementsprechend tätig.
Nun habe ich die Möglichkeit geboten bekommen in Vollzeit noch Elektrotechnik an einer privaten FH studieren zu können, was ich aktuell auch mache.

Meines Wissens und nach Statistiken ist der Durchschnitt und das Ende der Gehälter bei Ingenieuren ein ganzes Stück höher als beim Techniker (daher auch die Entscheidung "einfach mal" zu studieren).

Da das Studium aber bereits jetzt schon verdammt fordernd ist, stellt sich mir aktuell die Frage ob es überhaupt Sinn macht noch 3 Jahre studieren zu gehen, sich wirklich verdammt stark reinhängen zu müssen und kein Geld zu verdienen.

Bin mitlerweile 27 und einer der Ältesten aus dem Semester.

Was ist eure Meinung?
Weiter studieren bis zum Ende (3 Jahre kein Geld verdienen, danach aber die Möglichkeit haben noch den Master dran zu hängen)
Oder soll ich am besten das Studium abbrechen und wieder arbeiten gehen?

PS: noch bin ich nicht verheiratet und Kinder sind nicht in Aussicht.

Bin mal gespannt auf eure Meinungen.

LG
 
Es kommt darauf an, was du später mal machen willst. Mit dem Titel eines Ingenieurs stehen einem meist mehr Tore offen, als mit dem sgT.

ja, du bist schon 27. Musst aber noch 40 Jahre arbeiten.
Hast du denn schon die ersten Prüfungen geschrieben?

Könntest du dir das Studium auch nebenberuflich vorstellen? An einer Fernhochschule ?

Ich selber habe mit 35 ein Studium an einer Fernhochschule in Maschinenbau begonnen und abgeschlossen - neben meinem Vollzeitjob und einem kleinen Kind zu Hause. Auch das geht, wenn man will.

Aber zuerst solltest du für dich mal klären, was du später auch machen willst. Wenn dafür kein Studium nötig ist, ist es wahrscheinlich sinnvoller, das Studium abzubrechen.
 
Hallo zusammen.

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt bin ich bereits staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik und seit 2 Jahren auch dementsprechend tätig.
Nun habe ich die Möglichkeit geboten bekommen in Vollzeit noch Elektrotechnik an einer privaten FH studieren zu können, was ich aktuell auch mache.

Meines Wissens und nach Statistiken ist der Durchschnitt und das Ende der Gehälter bei Ingenieuren ein ganzes Stück höher als beim Techniker (daher auch die Entscheidung "einfach mal" zu studieren).

Da das Studium aber bereits jetzt schon verdammt fordernd ist, stellt sich mir aktuell die Frage ob es überhaupt Sinn macht noch 3 Jahre studieren zu gehen, sich wirklich verdammt stark reinhängen zu müssen und kein Geld zu verdienen.

Bin mitlerweile 27 und einer der Ältesten aus dem Semester.

Was ist eure Meinung?
Weiter studieren bis zum Ende (3 Jahre kein Geld verdienen, danach aber die Möglichkeit haben noch den Master dran zu hängen)
Oder soll ich am besten das Studium abbrechen und wieder arbeiten gehen?

PS: noch bin ich nicht verheiratet und Kinder sind nicht in Aussicht.

Bin mal gespannt auf eure Meinungen.

LG
Das sind so Lebensentscheidungen, die sich erst im Nachhinein als "richtig" oder "falsch" erweisen können, und zu den niemand (bedauerlicherweise) etwas sagen kann. Fehlt der unbedingt erforderliche innere Antrieb wird's besonders schwer, weil man immer an sich selbst zweifelt.
 
Da das Studium aber bereits jetzt schon verdammt fordernd ist, stellt sich mir aktuell die Frage ob es überhaupt Sinn macht noch 3 Jahre studieren zu gehen, sich wirklich verdammt stark reinhängen zu müssen und kein Geld zu verdienen.
Die Wenigsten schaffen beim Bachelor Regelstudienzeit. Es werden eher vier Jahre.

PS: noch bin ich nicht verheiratet und Kinder sind nicht in Aussicht.
Das sind schon mal gute Voraussetzungen zum Studieren.

Wenn die ersten Klausuren geklappt haben, ist das schon mal gut. Wenn man merkt, dass es nicht läuft, ist es besser, früh abzubrechen als spät zwangsexmatrikuliert zu werden. Ich kenne einige Fälle, in denen Leute jahrelang studiert haben und danach mit "nichts" da standen. Das ist sehr schade um die Lebenszeit, wenn man jahrelang studiert und das nicht mal in Form eines Abschlusses bescheinigt wird.
 
Es ist nie zu spät noch etwas zu lernen, wenn man es sich leisten kann und wenn man merkt, daß man es schafft. 27 ist jedenfalls kein zu hohes Alter. In dem Alter habe ich einst das zweite Studium an der Uni begonnen.
Das letzte Studium habe ich im Rentenalter angefangen und auch abgeschlossen. Da war die Versorgung natürlich kein Problem.

pauline
 
Hinzu kommt, man den Staatlich geprüften Techniker ja anerkennen lassen als Studienleistung (bis zu 90 Credit Points)
Vorsicht mit solchen Tipps. Man kann bei den Hochschulen wegen Anerkennung anfragen, sie erkennen die Leistungen aber nur an, wenn sie mindestens den Umfang des Faches auf der Hochschule haben (was selten der Fall sein dürfte). Es gibt nur ein paar Ausnahmen, wenn Kooperationen bestehen.
 
an einer privaten FH studieren zu können
Hinzu kommt, man den Staatlich geprüften Techniker ja anerkennen lassen als Studienleistung (bis zu 90 Credit Points) und dann den Bachelor sehr schnell erfolgreich dranhängen, Option Wrexham nicht vergessen, siehe u.a. https://www.techniker-forum.de/thema/aufbaustudium-zum-b-eng-in-wrexham-wales.45724/

Das dauert ein Jahr, dann ist man Ingenieur ! http://www.techniker-studieren.de/downloads/Info-Wales-20:21.pdf
Das ist ein gefundenes Fressen für die Leute jeder HR-Abteilung. Solche dubiosen Abschlüsse sind überhaupt nichts wert.

Ich kann dir nur sagen, dass an "richtigen" Hochschulen rein gar nichts vom Techniker anerkannt wird. Und selbst wenn, würden dann andere Fächer die auf den angerechneten aufbauen, ein großes Problem für dich werden.

Da das Studium aber bereits jetzt schon verdammt fordernd ist, stellt sich mir aktuell die Frage ob es überhaupt Sinn macht noch 3 Jahre studieren zu gehen, sich wirklich verdammt stark reinhängen zu müssen und kein Geld zu verdienen.
Das kann dir hier keiner mit Sicherheit sagen. Wenn das Studium zu scheitern droht, lieber aufhören bevor du zu viel Zeit verlierst.
 
Ich muss Dich, @ODE4 , leider enttäuschen. Die Anerkennung des in Wrexham angebotenen Studiums, dort werden tatsächlich 90 CP anerkannt, wenn man den SGT vorweisen als Abschluss, in Personalabteilungen, ist sehr hoch.

Ich hatte dann später nochmal mit dem Mitglied "ReSet" gechattet, er hat eine Superkarriere gemacht (leitender Ingenieur mit > 100 k € Jahresgehalt ) und alle Absolventen wurden in der Industrie fündig.

Es ist also KEIN zweitklassiger Abschluss, im Gegenteil. Stichwort "Sprachbonus".

Grundsätzlich würde ich keine Meinungen als Fakten verkaufen, denn Deine Aussage "Solche dubiosen Abschlüsse sind überhaupt nichts wert" zeigt leider, dass Du zu dem Thema keine kompetente Meinung abgeben kannst.
 
Ich hatte dann später nochmal mit dem Mitglied "ReSet" gechattet, er hat eine Superkarriere gemacht (leitender Ingenieur mit > 100 k € Jahresgehalt ) und alle Absolventen wurden in der Industrie fündig.
Sagt wer? Irgendjemand, mit dem du online gechattet hast? Ganz toll...

Und unglaublich aktuelle Infos:

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Solche Abschlüsse sind gut für Leute, die nur den Titel brauchen und mehr nicht. Das war's dann aber auch.

Wenn man an einer staatlichen HS irgendwas anerkannt haben will, wird man müde belächelt. Mit ganz viel Glück wird Fertigungstechnik (auswendig lernen) anerkannt.
 
Ich stehe mit "ReSet" noch in losem Kontakt, und er hat eine Wahnsinnskarriere gemacht mit dem Wrexham "Turbo" Bachelor, die als SGT nicht möglich gewesen wäre. Steht wahrscheinlich, was Jahreseinkommen angeht, deutlich besser da als 95% aller Mitglieder (aktiv / inaktiv).

Nur scheint es Operation Sinnlos zu sein, in diesem Forum irgendwas Motivierendes oder Konstruktives zum Thema Weiterbildung zu posten, einige User scheinen es nicht peilen zu wollen, das der Techniker schon dadurch wertvoll ist, weil er eben als Studienleistung anerkannt wird und dadurch den Weg zu einem verkürztem Studium ermöglicht -> welches dann eine Ingenieurskarriere ermöglicht.

Wenn man das verkürzte Studium nicht packt, hat man immer noch den SGT, eine Art "Win-win" Situation für Technikerinnen und Techniker.

Und das Ganze in einem Techniker-forum ... sehr eigenartig, was hier für Leute unterwegs sind (u.a. Nutzi, Ode24). 🤔
 
das der Techniker schon dadurch wertvoll ist, weil er eben als Studienleistung anerkannt wird und dadurch den Weg zu einem verkürztem Studium ermöglicht
Nicht an staatlichen Hochschulen. Wenn man nur den Titel braucht (z.B. wenn man die Firma von Papa erbt, für alles seine Leute hat und nur "Besitzer" ist, reicht das. Dann kann man auch eine solche Karriere machen. Es ist dennoch nur ein Bruchteil von dem, was die "echten" Ingenieure im Studium leisten mussten. Und das ist das, was mich daran stört. Dass man gegen Geld sich Sachen anerkennen lassen kann, an denen 2/3 der Studenten scheitern, weil es so schwer ist. Das gehört verboten.

Und das Ganze in einem Techniker-forum ... sehr eigenartig, was hier für Leute unterwegs sind (u.a. Nutzi, Ode24).
Als ich erstmals auf dieses Forum gestoßen bin, kannte ich den sgT nicht mal. Ich dachte mir einfach: "Technikerforum" klingt nett. Und Techniker bin ich auch (im allgemeinen Sinne). Und so meint es das Forum auch, auch wenn der Fokus auf den sgT liegt. Es gibt halt stumpf kein "Ingenieurforum". Und die Diskussionen, die man hier findet, gibt es halt sonst nirgends.

Da geht's doch wieder los: "Was wollt ihr Ingenieure hier?"
 
"Es ist dennoch nur ein Bruchteil von dem, was die "echten" Ingenieure im Studium leisten mussten.", Zitat @Nutzi -> damit wird die Anerkennung der Technikerinhalte schlechtgeredet.

Und es handelt sich wiederum um eine Meinung, weil Du mit SICHERHEIT den direkten Vergleich Curriculum Wrexham / Bolton / private FH mit Anerkennungsmöglichkeit vs. Curriculum staatliche FH nicht vornehmen kannst.

Also, an alle SGT, lasst Euch die Option "verkürztes Studium" nicht schlechtreden von diversen Jemanden hier im Forum. Wenn Ihr Euren Bachelor in der Tasche habt, u.U. mit Auslandsstudium (UK im Falle von Wrexham und Bolton), das öffnet Türen.

Private Fern FH ist auch top, allerdings entfällt da leider der Sprachbonus. Siehe z.B. https://www.akad.de/anrechnung-anerkennung/techniker-innen-anrechnung/
 
"Es ist dennoch nur ein Bruchteil von dem, was die "echten" Ingenieure im Studium leisten mussten.", Zitat @Nutzi -> damit wird die Anerkennung der Technikerinhalte schlechtgeredet.
Ja genau, und das ganz bewusst. Weil es nicht annähernd das ist, was man im Studium leisten muss.

Und die Preise von mehreren tausend Euros.... Naja, klingt so, als würde man sich einen Titel kaufen. Studieren ist nämlich, bis auf den Semesterbeitrag von paarhundert Euro pro Semester, kostenlos in Deutschland.

Was interessant ist: Warum gibt es kein Modulhandbuch vom 4-Semester-Bachelor??? Bei den normalen Studiengängen ist das ausgeschrieben (wie an jeder staatlichen HS auch). Wo ist das hier? Vielleicht finde ich es auch einfach auf der Seite nicht. Dann bitte Link einstellen.
 
@AndiKuffner98 , es kann doch nicht sein, dass man Bildungswilligen smarte Vorschläge zur Weiterbildung, dass MUSS einfach torpediert werden von den von Dir genannten Nutzern.

Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich mit dem Niveau einer FH zurechtkomme, mach ich den sicher fachlich einfacheren SGT. Ein absolut respektabler Fachschulabschluss - dann hänge ich Wrexham oder Bolton dran, wenn ich nicht das nicht packe, ist maximal ein Jahr weg.

Das ist das ökonomisch gesehen Smarteste, was man machen kann.
 

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