Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Hallo liebes Techniker-Forum,

ich bin dabei eine Augenlasche/Hängeöse gemäss Anhang auf Zug zu berechnen.

Haengeoese.jpg

Die Berechnung an sich ist nicht dass Problem. Ich frage mich nur, warum man nur den Bereich "a"
in der Berechnung auf Zug als den "gefährdeten Bereich" betrachtet. Der Bereich "b" wird auf Biegung und Scherung beansprucht, aber ich habe nirgends eine Begründung gefunden, weshalb dieser in einer Berechnung nicht betrachtet wird. o_O
Ich versuchte dies schon mit der Berechnung von Kettengliedern zu vergleichen, jedoch werden dort meist die Bereiche "a" auf Zug berechnet, da je nach Kettentyp dort eine Schweissnaht vorhanden ist.

Kann mir hier jemand weiterhelfen?

Grüsse
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Hallo madrocketman

Wie kommst du auf Scherung und Biegung im Bereich "b"?
Bestenfalls hast du hier erhöhte Druckspannung.
Die Zugkraft wirkt einzig und allein längs der Zugrichtung und beansprucht das Material am kleinsten Querschnitt.
Das ist der Bereich "a".

Gruß
Rochus
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Hallo Rochus,

in Roloff/Matek Kapitel 9.2.4 ist eine Abbildung zu einer Augenlasche.

Dort wird im Scheitel (Bereich "b") der Biege- sowie Schubspannugsverlauf angegeben.

Daher komme ich auf die Biegung und Scherung...
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Hallo madrocketman

Da wird der Verlauf angegeben, es wird aber nicht behauptet, dass das die meist
gefährdete Stelle ist.
Wenn es danach geht, hast du bei "a" auch nicht nur Zug.

Gruß
Rochus
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Ciao Rochus,

da hast Du Recht. Aber wieso reist die Lasche dort nicht auf ("b")? Die Stelle hat doch weniger Querschnitt als bei "a".
Was wäre wenn die Lasche dort dünner wäre ("b")? Wie würde man diesen Bereich dann nachweisen?

Gruss
madrocketman
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Moinsen

auch in a hast du Biegung! Du hast dir hier auch eine schöne Aufgabe gesucht denn die Spannungen in einer solchen Lasche sind nicht einfach zu bestimmten. Die Höhe bei b hat sogar einen Einfluss auf die Spannungen in a. Eine ausreichende Berechnungsmethode ist im Matek beschrieben, diese liegt mehr als auf der sicheren Seite (Auch die Biegung in a wird beschrieben)

Eine genaue Rechnung ist nicht so einfach möglich, hier Spielt sogar die Lasteinleitung eine Rolle.
 
AW: Berechnung einer Augenlasche - Hintergrund

Hallo bauma,

danke für Deine Antwort. Dann kann man also festhalten dass, wenn ich die Abmessungen gemäss Matek einhalte auf jedenfall auf der sicheren Seite bin.
Ich dachte eben es wäre "einfach" eine Erklärung dafür zu finden. Aber das passt dann schon :D
 

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