Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von knut67, 7 Sep. 2010.

  1. Wie aus der Übershcrift leicht erkenntlich suche ich eine Möglichkeit den Netzschleifenwiderstand im IT-Netz zu berechnen. Habe im Forum nichts der gleichen gefunden. Falls jemand einen Vorschlag bzw. eine Idee hat kann er sich ja mal auslassen. Danke schonmal im vorraus.
     
  2. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo!

    Dazu müßtest du den Innenwiderstand des Trafos und sämtliche Leitungsquerschnitte und Längen kennen die bis zum Bestimmungspunkt vorhanden sind. Soetwas wird eigentlich messtechnisch bestimmt!
    Dazu genügt es schon die Leerlaufspannung zu messen und dann die Spannung und den Strom unter Belastung. Aus der Spannungsdifferenz und dem Strom läßt sich dann der Widerstand errechnen. Natürlich sollte das Netz nicht noch durch andere Verbraucher belastet werden.
    Es gibt natürlich Meßgeräte die das in Bruchteilen von Sekunden erledigen.
     
    #2 motmonti, 8 Sep. 2010
    Zuletzt bearbeitet: 8 Sep. 2010
  3. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hab dank für die Auskunft,ist einleuchtend.Mein Problem ist das Messen,denn es steht nur für ein kurze Zeit Betriebsspannung an.Das Gerät schafft es nicht immer in der Zeit ,einen Wert zu ermitteln.
     
  4. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo

    Was mich noch interessieren würde ist folgendes:
    Warum sprichst du in einem IT-Netz von einem "Schleifenwiderstand". Wozu soll dieser Wert verwendet werden?
    In einem geerdeten Netz macht dieser Begriff Sinn. Da wird der begriff "Schleifenwiderstand" (in Ohm pro Schleife) verwendet um 1-polige KS-Ströme zu berechnen.
    In einem isolierten Netz wird der 1-polige KS-Strom nicht berechnet sondern nur der 3-polige. Dann spricht man aber nicht von "Ohm pro Schleife" sondern von "Ohm pro Phase"

    Kannst du dies noch erklären.

    Gruss
     
  5. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo
    Jetzt hast du mich aber erwischt.
    Ich muß den Nachweis erbringen,das die vorgeschaltete Sicherung im Fehlerfall auslößt.Bezeichnet man die Messung im IT-Netz anders? Für Erklährungen bin ich dankbar.

    Gruß
     
  6. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo
    Folgendes:
    Bei einem isolierten Netz (IT-Netz) muss deine Sicherung für einen zwei oder dreipoligen KS ansprechen (NICHT für einen einpoligen, da ist der KS-Strom Ik=0 -> vereinfacht, da das Netz eben nicht geerdert ist).

    Zur Berechnung eines zwei oder dreipoligen KS benötigt man die sogenannte Mitimpedanz Z1 (in Ohm pro Phase oder Ohm pro Leitung - das ist also KEINE Schleife).
    Vereinfacht: Z1 entspricht der "einfachen" Impedanz der Leitung (+ Trafo etc.)
    Wieder vereinfacht: Ik(3pol) = U/SQR(3)/Z1 und Ik(2pol) = U/2Z1

    Zur Berechnung eines einpoligen KS benötigt man die sogenannte Mitimpedanz Z1 (siehe oben) und die sogenannte Nullimpedanz Z0. In der Nullimpedanz ist die Rückleitung (also die sogenannte Schleife) des Elements enthalten.

    Ist dies verständlich?

    Gruss
     
  7. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo
    Ist verständlich und ich danke für die Erklährung.Bis zum nächsten mal

    Tschau
     
  8. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Bitte, bis zum nächsten Mal
     
  9. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Also WIKI spricht auch von Schleifenimpedanz.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schleifenimpedanz

    IT bedeutet doch auch nicht zwangsläufig Dreileiternetz! der Sternpunkt kann doch als N geführt werden und somit hast du einen einphasigen Kurzschluß! Oder nicht? Man spricht doch auch von einer Fehlerschleife ganz gleich über welche Wege die führt.
     
  10. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Folgendes:
    IT bedeutet (für mich) zwangsläufig Dreileiternetz
    IT bedeutet (für mich) Isolierter Sternpunkt
    -> Vielleicht gibt es auch noch Exotenschaltungen, die ich nicht kenne (vielleicht hat noch jemand anderes im Forum einen Tipp)

    Wiki misst zwischen Phase und Erde: Schleifenwiderstand
     
  11. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Hallo!

    Zitat Wiki!

    Im IT-System, bei denen die elektrischen Betriebsmittel untereinander mit einem geerdeten Schutzleiter verbunden sind, ist die höchstzulässige Schleifenimpedanz für die automatische Abschaltung der Stromversorgung bei einem Doppelfehler wie folgt zu berechnen:

    Insoweit hast du natürlich recht, da sich hier die Schleife auf den verbindenden Schutzleiter bezieht!
    Hatte bisher auch noch kein Vierleiter IT-Netz, was aber nicht heißen will das es dieses nicht gibt.
    IT bedeutet für mich wiederum nur nicht geerdeter Sternpunkt. Wiederum könnte der Trafo ja auch in Dreieck geschalten sein und somit keinen sternpunkt liefern.
    Vielleicht kann ja wirklich noch jemand Licht ins Dunkel bringen!?
     
  12. AW: Berechnung des Netzschleifenwiderstandes im IT-Netz

    Ja hast du auch recht.
    Aber:
    Dein Wiki Zitat berechnet die MAXIMAL erlaubte Schleifenimpedanz.
    Wenn Impedanzen GEMESSEN werden, dann wird fast ausschliesslich die Schliefe gemessen - geht gar nicht anders (ausser die Messung der Mit- und Gegenimpedanz)

    Wenn Impedanzen BERECHNET werden sollen (wie hier), dann wüde ich in einem IT Netz nicht in Ohm/Schleife sondern in Ohm/Phase rechnen - nämlich der Mitimpedanz.
    Aber, wie von dir schon richtig beschrieben, bei einem sogenannten Doppelerdfehler, ist die Sache etwas komplizierter. Nämlich: der Widerstand der Erdverbindungen zwischen den verbrauchern ist nicht bekannt.
    Wird dieser vernachlässigt, so handelt es sich wieder um einen starren 2-poligen KS (kann in meinen Augen vernachlässigt werden, da dieser verhältnismässig gering zur Trafo & Zuleitungsimpedanz ist).
    Soll diese Erdverbindung nicht vernachlässigt werden, so handelt es sich gewissermassen um einem "2-poligen Fehler mit Fehlerwiderstand" oder auch eine "2-polige Last. Hier errechnet sich der KS Strom aus
    IK = E / (Z1+Z2+2Ze)
    mit
    E = PhPh Spannung
    Z1 = Mitimpedanz
    Z2 = Gegenimpedanz
    Ze = Erdverbindung
    wobei im generatorfernen Netz Z1 = Z2 angenommen werden kann

    Vielleicht trägt dies zur Klärung bei

    Gruss
     
  13. Hallo,

    ich hab mal dieses alte Thema wieder hervorgeholt. Ich denke meine Frage passt ganz gut hier rein. Ich habe die Aufgabe Kurzschlüsse zu berechnen und Selektivität nachzuweisen. Und das im IT-Netz. Dabei soll der IT-Trafo in der ersten Betrachtung 230/230V transformieren (Also Primäranschluss an L und N) und in der zweiten Betrachtung an 2 Phasen 400/230V.

    Ich hatte mir bis vor kurzen bei der ersten Betrachtung folgendes gedacht:
    Ein doppelter Erdfehler auf der Verbraucherseite lässt ja den Kurzschlussstrom fließen. Der Trafo übersetzt diesen Strom (Dämpfung vernachlässigt) auf die Primärseite, also entsteht ja auf der Primärseite auch ein Kurzschluss zwischen L und N. Ich wollte deshalb die Kurzschlussberechnung mit der Formel des 1-poligen Kurzschlusses angehen. Habe ich da einen Denkfehler? Ich hab gelesen man solle stattdessen den 2-poligen Kurzschluss berechnen. DIes ergibt für mich allerdings nicht wirklich Sinn. Zumindest nicht beim 1-phasigen 230/230V IT-Trafo
    Wie kann ich den Kurzschlussstrom bei einem Fehler auf der Verbraucherseite berechnen?
     
  14. Für den Fall, dass ich den Kurzschluss als 2-polig berechnen sollte, bräuchte ich ja nur die Mit- und Gegenimpedanz betrachten. Jedoch fließt der Kurzschlussstrom vor dem Trafo über den N-Leiter ( Anschluss L - N). Demzufolge muss ich ja auch die Nullimpedanz einberechnen.
     

Diese Seite empfehlen