Bafög und Kindesunterhalt

Guten Abend zusammen!

Ich erwäge mich in Zukunft für den Techniker einzuschreiben. Da Ich 2 unterhaltspflichtige Kinder habe, stellt sich die Frage, wie sich die Lehrgangskosten und Bafögleistungen bei der Unterhaltsberechnung verhalten. Dr. Google hat auf die Schnelle dazu nichts ausgespuckt.
Vielleicht hat das jemanden von Euch auch betroffen.

Werden die Lehrgangskosten bei der Berechnung von Kindesunterhalt ausgeklammert wie z.B. Kosten für Altersvorsorge?

Werden Bafög Leistungen bei der Berechnung von Kindesunterhalt als Einkommen berücksichtigt?

Vielen Dank schon mal im Voraus!
 
Musst Du Unterhalt bezahlen oder wohnen die Kinder bei Dir und Du bekommst Unterhalt ?
Wie alt sind die Kinder ? Gibt es weitere Kinder aus anderen Beziehungen der jeweiligen Partner ?
google hilft da nicht - da sind hunderte von Fragen vorab zu klären, bevor man sich da aus dem Fenster schmeißt.
 
Ich dachte mir schon, dass das nicht so einfach ist.
2 Kindern, 8 und 12 Jahren bin ich finanziellem Unterhalt verpflichtet, ein drittes Kind, 1 Jahr alt, lebt bei mir im Haushalt.
Leider hängt die Entscheidung für oder gegen den Lehrgang auch davon ab, wie sich Bafög und die Lehrgangskosten bei der Unterhaltsberechnung auswirken.
Vielleicht muss ich doch mal einen Anwalt dazu befragen.
 
Oder du gehst auf die Seite hier:
https://www.aufstiegs-bafoeg.de/

und suchst da mal. Im Zweifelsfall kannst du dort mal versuchen die kostenlose Hotline anzurufen, vielleicht können die dir direkt am Telefon weiterhelfen. Das ist aber nur die Seite für den Bafög.

Alles was dann direkt mit dem Unterhalt zusammenhängt, solltest du wohl besser mit dem Anwalt besprechen.

Meine persönliche Meinung: Solange du den gleichen Unterhalt zahlst wie bisher (denn was können deine Kinder dafür, dass du jetzt eine Weiterbildung machen willst), mach die Weiterbildung. Ansonsten: Komm deinen Verpflichtungen nach.
 
Leider hängt die Entscheidung für oder gegen den Lehrgang auch davon ab, wie sich Bafög und die Lehrgangskosten bei der Unterhaltsberechnung auswirken.
Das ist nicht auch, sondern grundsätzlich!!!
Wenn die Unterhaltsleistung infolge der Weiterbildung sinkt, gibts richtig fetten Ärger mit der Kindsmutter. Die recht jungen Kinder sind "privilegiert" und für die besteht die sogenannte gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Solltest Du also beabsichtigen, Deinen bisherigen Vollzeitjob aufzugeben, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem auf fiktivem (bisherigen) Einkommen basierenden Unterhalt verurteilt werden. Da Du den ja mit Bafög nicht leisten kannst, wirst Du enorme Schulden ansammeln. Wenn die Kindsmutter richtig grantig wird, kannst Du die Technikerausbildung sogar in Erzwingungshaft absolvieren.
Es gibt einen Fall, bei dem der Kindsvater eine Lehre abbrechen sollte, weil das Gericht der Auffassung war, dass er als ungelernter Produktionshelfer ab sofort mehr Geld als in der Lehre verdienen würde und den Kindern (bzw. der Mutter) das Abwarten auf ein möglicherweise höheres Einkommen in der Zukunft nicht zuzumuten sei.

Ich glaube die Ausgaben für eine anwaltliche Beratung kannst Du Dir sparen und den Traum von der Fortbildung begraben bis Deine Kinder irgendwann selbst Geld verdienen.
 
lässt sich nicht unbedingt gut mit den kleinen Kindern vereinbaren - vermutlich gibt es eine Umgangsregelung, der deutlich höhere Priorität einzuräumen ist, als berufliche Aspekte.

Weiterhin ist von dem zu erwartenden Mehreinkommen auch nicht viel zu erwarten - ein kurzer Blick in die Düsseldorfer Tabelle dürfte sehr ernüchternd wirken, wenn man sich vor Augen führt, dass Mehreinnahmen zum überwiegenden Teil der Unterhaltsverpflichtung zugeführt werden müssen.
Wenn es richtig dumm läuft, kann nach erfolgreichem Abschluß ein höheres fiktives Einkommen angenommen werden, auch wenn man keine entsprechend höher dotierte Stellung bekommt oder eben nicht entsprechend bezahlt wird.
Also man bekommt immernoch das gleiche Gehalt, muss aber dank Technikertitel mehr Unterhalt leisten.

Eine mögliche Lösung könnte die 50/50 - Regelung sein, die ungefähr gleiche Aufenthaltszeiten der Kinder bei beiden Elternteilen voraussetzt und damit keine Barunterhaltspflicht entsteht. Dann könnte die Kindsmutter mit der zusätzlichen Zeit eine eigene berufliche Perspektive umsetzen.
Das klappt aber relativ selten, weil die Kimu dazu einen gewissen Abstand von der Couch gewinnen und für das Geld arbeiten gehen müsste, das sie bisher einfach so überwiesen bekam.
Oder das ältere Kind kommt zum Papa - muss aber auch die Kimu zustimmen, die dann barunterhaltspflichtig würde. Klappt praktisch nie.
 
Das waren bisher nicht ganz die Antworten, die ich mir erhofft hatte, aber naja.

Eine Info hat gefehlt in der Fragestellung, das ist richtig. Mir ging es natürlich um ein berufsbegleitendes Fernstudium und Meister-Bafög.

Meine persönliche Meinung: Solange du den gleichen Unterhalt zahlst wie bisher (denn was können deine Kinder dafür, dass du jetzt eine Weiterbildung machen willst), mach die Weiterbildung. Ansonsten: Komm deinen Verpflichtungen nach.
Meinen Verpflichtungen komme ich natürlich nach. Ich hatte nie was anderes im Sinn.


Traum von der Fortbildung begraben bis Deine Kinder irgendwann selbst Geld verdienen.
Das kann auch sein, ich bin jetzt 40 Jahre. In 5 Jahren brauch ich nicht mehr anfangen.

Ich stell die Ergebnisse vom Anwalt bereit wenn ich sie habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was genau möchtest Du ihn fragen ?
Wenn Du an der Unterhaltszahlung keine Abänderung beabsichtigst, ist das Familienrecht schon mal keine Frage.
Für ein Fernstudium (Meister-BaföG) berufsbegleitend kannst Du direkt die Spielregeln besorgen und lesen.
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Unabhängig davon gebe ich seeehr zu bedenken, ob sich die Fernschule mit der Wahrnehmung des Umgangsrechtes vereinbaren lässt.
Ich fand das als Kind schon schlimm, dass ich nie zu meinem Vater konnte, als der Techniker gemacht hat und als ich auf der Technikerschule war, hatte ich auch grade zufällig Kinder, die immer wieder zielsicher in die timeslots der Schule reingepurzelt sind.
Parallel dazu noch eine neue Beziehung mit "frischem" Kind - also es gibt einfachere Möglichkeiten, sich einen Herzanfall oder Nervenzusammenbruch zu ergattern.
 
Meinen Verpflichtungen komme ich natürlich nach. Ich hatte nie was anderes im Sinn.
Wie geschrieben, dann mach die Fortbildung, wenn du alle Infos hast und du dann feststellst, dass du es dir noch leisten kannst. Deine Fragestellung dürfte aber zu komplex sein für ein Unterforum, welches sich nur auf Bafög und Steuern bezieht.
Ggf. suchst du noch in einem Forum von geschiedenen etc. nach Leuten, die in einer ähnlichen Situation sind.

Unabhängig davon gebe ich seeehr zu bedenken, ob sich die Fernschule mit der Wahrnehmung des Umgangsrechtes vereinbaren lässt.
Das sollte natürlich gut geplant sein. Bin jetzt mit einem Fernstudium Bachelor Maschinenbau fast durch (Thesis fehlt noch), ging mit einem Kleinkind ganz gut. Lernzeiten wurden auf Abends gelegt sowie der Sonntag reserviert. Wobei ich hier hi und da auch Ausnahmen gemacht habe.
Je nachdem wie der Umgang bei Sniper geregelt ist, kann er das also auch so planen, dass er seine Kinder in der freien Zeit auch bespaßen kann.
 

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