Bachelor oder Techniker - Fachrichtung E-Technik

Hallo Leute,
bin hier neu angemeldet und bin mir nicht ganz sicher ob das hier richtig ist.

Hätte da mal eine Frage bzgl. Bachelor und Techniker.

Also ich habe eine Ausbildung in Energie und Gebäudetechnik gemacht und anschließend mein Fachabitur in E-Technik, das ich mit 2,0 abgeschlossen habe.(kein vergleich zum Studium!!! trotz Mathe 1 Physik 2)
Nun Studiere ich zur Zeit im ersten Semester Elektrotechnik und muss feststellen, das dass Programm auf der TH doch schon enorm ist.
In Elektrotechnik hab ich bisher eigentlich weniger Probleme, jedoch haut Mathe und Physik doch schon extrem rein.

Da ich nun schon 28 bin und nicht unnötig Zeit verlieren möchte, bin ich zur Zeit am Überlegen ob ich nicht doch vll. den Techniker anstreben sollte, da der Bachelor 7 Semester braucht und nur die aller wenigsten E-Technik in diesen 7 Semestern auch schaffen, sprich läuft wohl eher dann auf 4-4,5 Jahre hinaus statt 3,5 Jahre.

Nun zur eigentlichen Frage.
Kann jemand berichten wie groß der Schwierigkeitunterschied zw. Bachelor und Techniker ist ?
Und wie schaut es beim Techniker bzgl. Programmieren aus z.B C/C++ aus ?

Das erste Semester neigt sich nun dem Ende zu, also sollte ich mich langsam mal festlegen was genau ...
Wenn ich mich für Techniker entscheiden würde, tendiere ich zur Zeit dazu, dann bis zum August als Geselle arbeiten zu gehen und dann halt Techniker in Vollzeit zu machen.

Hoffe es können mir welche ihre Erfahrungen mitteiln und mir dabei helfen die richtige Entscheidung zu treffen.
Mir ist klar mit dem Bachelor verdient man mehr und als Ingenieur findet man recht gut ne Stelle, aber wie schauts da im vergleich zum Techniker aus ?

Bin dankbar für jeden hilfreichen Tipp/Rat !


MfG Alex

PS: Habe das Topic auch unter smalltalk aufgemacht, da ich net genau weiß wo das reingehört. Bitte das was im falschen sein sollte löschen wenn nötig. danke
 
Könntest du das vll. genauer erläutern ?
Also woher weißt du das, eigene Erfahrung etc. ... ?
Und vorallem ist des auch auf E-Technik bezogen oder Techniker - Bachelor allgemein ?
 
Könntest du das vll. genauer erläutern ?
Also woher weißt du das, eigene Erfahrung etc. ... ?
Und vorallem ist des auch auf E-Technik bezogen oder Techniker - Bachelor allgemein ?

Ich habe an der Uni vor 35Jahren E-Technik studiert.

Fragen von Technikern bezüglich E-Technik und Regelungstechnik mit Ausnahme von Motoren und Eisen-Trafos(Hysterese) kann ich praktisch sofort und blitzschnell lösen. Deshalb helfe ich da gerne und oft.

Dagegen sind die Fragen von Studenten viel schwieriger. Da müsste ich bei vielen Fragen zu Regelungstechnik, Signaltheorie und Differentiagleichungen erst viel nachlesen und nachlernen. Deshalb habe ich es fast aufgegeben auf solche Fragen zu antworten.
 
Moinsen,

@helmuts
Ich glaube Alex wollte wissen, wie allgemein der Schwierigkeitsgrad, der Anspruch an die E-Technik zwischen Techniker und Studium ist. Nicht im besonderen, sondern im Allgemeinen.

Honksen
 
Den Schwierigkeitsgrad bei "E-Technikern" stufe ich so ein:

Uni Bac. > FH Bac. > BA Bac. >> Techniker

Wobei der Unterschied früher bevor es den Bac. gab größer war. Allerdings setzen die Unis weiterhin auf sehr theoretische Ausbildung. Lernen muss man bei allen, aber speziell bei Techniker kann man viel mehr durch auswendig lernen meistern als bei den anderen Ausbildungsgängen.

Da war jetzt meine persönliche Meinung.
 
danke fürs feedback, hat vll. sonst wer noch erfahrung ?

btw. die reihenfolge sollte glaub eher so sein, uni/fh-master, fh-bac, uni-bac, techniker/meister.
uni-bachelor stehen wohl erstmal hinterm fh-bachelor, uni ist besser wenn man sein master machen will, da hat man auch bessere chancen um in die forschung zu kommen, aber bei praxis die beim bachelor doch noch ne größere rolle spielt ist der fh-bachelor besser dran. sieht man auch teils am gehaltsunterschied zwischen fh- und unibachelor.
 
Nun kann ich hier auch mal meinen Senf dazu geben.

Ich habe von 2005 - 2007 einen Techniker in Bergbautechnik Fachrichtung Elektrotechnik / Automatisierung gemacht und mit einem Jahr Pause von 2008 - 2012 den Bachelor Elektrotechnik - Kommunikation / Elektronik.
Im Sommer diesen Jahres bin ich dann mit dem Master in Elektrotechnik fertig. (Hochschule)

Im Vergleich zum Studium war der Techniker sehr sehr einfach. Es reichte meistens aus sich zwei Tage vor einer Klausur hinzusetzen und etwas zu lernen. Im Studium sollte man sich schon ca 4 Wochen Zeit lassen da sehr viel mehr Inhalt vorhanden ist.

Aber auch mit 28 Jahren würde ich dir empfehlen das Studium durch zu ziehen. Nur die ersten 2 - 3 Semester sind richtig schwer, danach kommen die "schönen" Themen oder man kann sich seine Fächer selbst wählen. Ich selbst habe Mathe 1 / 2 und Physik 1 / 2 erst im zweit Versuch bestanden, aber auch wenn man mal durchfällt ist das ja nicht schlimm, beim zweiten Versuch lernt man dann halt mehr, bzw regelmäßiger und das klappt auch.

Nur weil es mal richtig schwer wird, sollte man nicht gleich das Handtuch schmeißen. Das jemand zu dumm ist habe ich Studium nicht erlebt, aber viel die einfach zu faul waren sich regelmäßig hinzusetzen.

Ich hoffe das Hilft dir bei deiner Entscheidung weiter.
 
Hi, danke.

Also als zu dumm würd ich mich net bezeichnen, aber zur Zeit fühl ich mich etwas ausgelaucht und bis ich fertig wäre, wäre ich schon 32/33. Und wenn sich dies net ändert, ... ist halt mein bedenken.
Und nicht zu vergessen, das ich ja auch schulden wegen Bafög dann hab.

Hat mir aber aufjedenfall weitergeholfen, hoffe trotzdem noch auf weitere Berichte :)

MfG

PS: Was habt ihr in E-Technik so alles durch genommen im Grundstudium, also die ersten 3 Semester.
Wir haben im ersten eigentlich bisher fast nur Netzwerke mit den ganzen verschiedenen Verfahren berechnet und jetzt will er noch kurz vor ende bissi mit Wechselstrom anfangen.
 
Hi,

Inhalte ET 1:
1. Gleichstromkreise: Physikalische Größen und Einheiten; Grundgesetze und Netzwerkanalyseverfahren.
2. Elektrische Strömung in Elektrolyten und Gasen: Grundgesetze; Elektrochemische Stromerzeugung; Primär- und Sekundärelemente.
3. Das elektrostatische Feld: Definitionen und Grundgesetze; Materie im elektrostatischen Feld; Kapazität und Kondensator; Energie und Kräfte; Grenzflächenverhalten.
4. Das stationäre Strömungsfeld: Definitionen und Bedeutung der Feldgrößen und Grundgesetze.
5. Das magnetische Feld: Definitionen und Bedeutung der Feldgrößen; Grundgesetze des statischen magnetischen Feldes; Materie im magnetischen Feld; Energie und Kräfte; Grenzflächenverhalten.
Quelle: http://www.ecs.hs-osnabrueck.de/18830.html?&no_cache=1&tx_fhosmoppsshow_pi1[uid]=46684

Inhalt ET 2:
1. langsam veränderliches magnetisches Feld: Induktionsgesetz; Selbst- und Gegeninduktivität.
2. Sinusförmige Wechselgrößen: Definition und Darstellung im Linien- und Zeigerdiagramm; Mittelwerte; Grundgesetze und Analyseverfahren in Wechselstromkreisen. Verhalten von Bauelementen R, L, C. Komplexe Beschreibung sinusförmiger Wechselgrößen; Netzwerkanalyse; Ortskurven; Resonanzschaltungen; Transformator; Mehrphasensysteme.
3. Leitungstheorie Leitungsgleichungen und Wellenparameter; Reflexionsfaktor und Stehwellenverhältnis; Anpassung und Wellenwiderstand; Paralleldrahtleitung.
Quelle: http://www.ecs.hs-osnabrueck.de/18830.html?&tx_fhosmoppsshow_pi1[uid]=46681

Das sind halt nur die Grundlagenfächer, alle diese Bereiche sollte man mal gehört und verstanden haben, da die weiteren Fächer teilweise darauf aufbauen. Bei den Grundlagen hilft nur hinsetzen und lernen ;-)

Also als zu dumm würd ich mich net bezeichnen, aber zur Zeit fühl ich mich etwas ausgelaucht und bis ich fertig wäre, wäre ich schon 32/33. Und wenn sich dies net ändert, ... ist halt mein bedenken.
Und nicht zu vergessen, das ich ja auch schulden wegen Bafög dann hab.

Da ist etwas dran.

Um das finanzielle etwas aufzubessern habe ich Hiwi Jobs auf 400 € Basis (mittlerweile 450€ oder so) an der Hochschule angenommen. Dafür muss man in etwa 25 Stunden pro Monat (ca 6-7 Stunden die Woche) arbeiten. Meistens werden in den Portalen der Uni/Hochschule Stellen angeboten oder man spricht die Professoren direkt an. Wenn man etwas Glück hat landet man in einem Forschungsprojekt, dann wird es auch direkt interessanter.

Da mir durch die vorhandene Arbeitserfahrung es wichtig war, praktische Arbeiten auszuführen habe ich während des Bachelor Studiums noch an internationalen Projekten teilgenommen, die wurden zwar nicht bezahlt, waren aber wirklich sehr interessant.

Diese ganzen Möglichkeiten die es neben und durch das Studium gibt, gibt es so nicht beim Techniker, bzw. nur eingeschränkt.
 
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