Autonomes Brennstoffzellenfahrzeug

Mit einem 3 kW-Motor würde das Wohnmobil also eine Geschwindigkeit von 46 km/h erreichen.
Gar nicht so übel!

Ein übliches Wohnmobil hat eine Leermasse von 2,9 t sowie einen Stirnfläche von 4,6 m²

Mit einen 3 kw Motor und 9 Nm bei 3000 rpm, sowie eine übliche Gesamtübersetzung im ersten Gang von 14 würde das Wohnmobil maximal 30 km/h erreichen, allerdings erst nach 800 Sekunden und das ist sehr übel, damit kann man jeden falls auf keiner öffentlichen Straße fahren. Eine sehr kleine Steigung von ~ 1,2% würde schon ausreichen und das Wohnmobil steht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Thomas

Mitarbeiter
In einem Wohnmobil kannst du per Solar i.d.R. die wichtigsten Verbraucher damit betreiben (LED Licht, Laptop, Radio, TV usw).
Alles thermische (Kochen, Heizen/Klima, Warmwasser, Kühlschrank) ist allerdings schon wieder grenzwertig und braucht verdammt viel Solarpanels und große Akkus. Ausserdem musst du für schlecht Wetter vorsorgen (Landstrom/fette LiMa/Generator), wenn du nicht nur in der Wüste unterwegs sein willst, um mal ein paar Tage Wolken zu überstehen, da dann die Solarleistung massiv einbricht.

Dann hast du aber immer noch einen Verbrenner als Motor drin und Benzin/Diesel im Tank.
 
Ich sehe hier schon einfach Grundprobleme:
1. Die Kosten für einen Wasserstofftank (da geht nicht 0815)
2. Du musst den Wasserstoff auf Ordenrlich Druck bekommen um ihn vernünftig zu speichern
3. Der Umbau des Wohnwaagens (TÜV lässt grüßen)
4. Allein der Aufwand, bis das fertig ist sind wir längst auf dem Mars
5. Kosteneefizenter wäre einfach ein Model 3 von Tesla (hat als eine Anhängekupplung) und ein beliebiger kleiner Wohnwaagen
Optional ein Wasserstoffauto mit Anhängerkupplung, falls sowas existiert
 
B

Benutzer250079

Gast
Hallo,
dieser Thread ist mal wirklich gut!
nur damit ich es nicht vergessen, habe naemlich reichlich viele Anmerkungen:
Erst mal vielen Dank @schwarzerpeter. Hast mich wirklich zum lachen gebracht.
Dann moechte ich noch ein paar Sachverhalte aufklaeren:

Unabhängig von der Wasserstofftechnologie kann überschlägig die Enegiebilanz ermittelt werden:
1 qm Solarzelle leistet 100W - 6qm also 600W
Um 3kWh zu sammeln, braucht es 5 Stunden Sonne - damit kann der 3kW Motor dann eine Stunde lang betrieben werden.
Nun zur Realität: mit einem 3 kW-Motor kann man ein Mofa oder kleinen Roller betreiben, jedoch kaum eine Ape.
Dazu ist die mindestens zehnfache Leistung nötig - also 60 Quadratmeter Solarpaneele auf einm Fahrzeug, das eine Grundfläche von kaum 2 qm aufweist. Das ganze Gerümpel hat ein Ladevolumen und Gewicht, dass für den Transport ein Kleintransporter nötig ist. 'Um einen Kleintransporter zu bewegen, benötigt man aber wiederum mindestens dreimal soviel Solarzellen und Speichertechnik, so dass man schon einen kleinen LKW benötigt, das Equipment zu transportieren. Zum Aufladen der elektrischen Energie für den LKW dann die Dachfläche eines Einfamilienhauses - allerdings Pultdach, nicht das übliche Satteldach, weil man sonst zwei Häuser benötigt. Dann haben wir aber den Kleintransporter und die Ape noch nicht geladen ...

Bitte wählt alle die GRÜNEN, damit der Unterricht in Physik und Mathematik an den Schulen durch Streiktage und Hüpfdemonstrationen ersetzt wird.

Also erst mal zu Deinen Zahlen aus der Steinzeit:
1 m2 Solarflaech kann heutzutage 400 Wp leisten! "Kann" weil diese Zellen so teuer gehalten werden, dass sie keiner kauft. Normalpreisliche haenge so bei 200 Wp rum und nicht 100 Wp.
Und mit einem 3kW-Motor kann man sogar einen Lkw betreiben. Nur sehr schnell wird er damit nicht fahren!


Hast Dich also erfolgreich einschuechtern lassen.
Wenn Du es machen willst, gibt es reichlich viele Moeglichkeiten, die hier nur totgeredet werden.

Jein! Akku ja, Brennstoffzelle nein! Die Ladung kannst du ja zu hause über Solar realisieren!

Brennstoffzellen sind viel zu genial und koennen deshalb der Industrie zu gefaehrlich werden.
Deshalb werden sie auch so teuer gehalten.
Falls Du 10 Riesen fuer eine 3kW Bernnstoffzelle ausgeben willst (keine Ahnung, ob dieser Wert noch stimmt), kannst Du dir dafuer lieber ein Dieselgeneator und 10 Jahre Diesel kaufen. Das ist naemlich das Ziel des hohen Preises.
Wenn Du es aber drauf hast, holst Du Dir eine Bauanleitung und baust sie selber.
Ist nicht kompliziert, nur die Teile verkaufen sie auch sau teuer. Also improvisieren ist gefragt.
Es gibt Butan->Wasserstoff-Umwandler oder Du baust Dir eine Zelle, die das intern macht.
Also damit machst Du Dir eine Abzeigung von Deinem Tank fuer Deinen Gaskocher im Wohnmobil und hast damit so viel Energie, wie Dein Gastank gross ist zur Verfuehgung und kannst in recht vielen Geschaeften "nachtanken".
Und da war da noch das Wasserstoff selber zu produzieren:
Geht auch, aber der Wirkungsgrad ist mal wirklich hammermaesig von dem "Wie" abhaenig.
Also da kannst Du auch jede Menge Geld investieren, weil auch das teuer gehalten wird.
Nur so, wenn Geld fuer Dich keine Rolle spiel: in einem m3 kannst Du 2 MW (ja! Megawatt) zu Gas machen.
Und noch ein Kommentar zu dem Solarflitzer vom Peter:
Den haben sie hier in der Uni gebaut, wo ich auch mal studiert habe.
Dieses Teil erreicht reichlich hohe Geschwindigkeiten und zwar ausschliesslich mit Solar und zwar kontinuierlich.
Also wenn es Dir nichts ausmacht, mal 7 Stunden zu laden, dann geht das fuer ein Wohnmobil genauso.

Schaetze ich habe die Haelfte schon wieder vergessen, aber wenn sie mir wieder einfaellt, kacke ich sie hier rein...

Gruesse
 
B

Benutzer250079

Gast
Frohe Weihnachten

Ich bin wieder einmal in gruebeln gekommen und ich hoffe, dass das ein Chemiker hier liesst.
Wenn man den Wasserstoff ionisiert, muesste die Reaktion doch auch schon bei Minusgraden ablaufen?
Oder liege ich da voellig falsch?
Aber an sich habe ich wenig Ahnung von den Brennstoffzellen. Werde mal ein bisschen goooooo
Das dumme ist nur, dass da kaum Jemand was preis gibt.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Nochmal kurz zur Brennstoffzelle:
Die arbeitet durchaus auch problemlos bei Minusgraden
und zum Betrieb braucht die je nach Bauweise nicht unbedingt Wasserstoff,
sondern eben einen Brennstoff. (Wir arbeiten im Moment mit Methanol.)
Gegen "künstlich hochgehaltene Preise" spricht das Ringen der Industrie,
sowas in Konkurrenz mit anderen Werken zu verkaufen
und da gibt´s durchaus schon Einiges - auch auf dem Fahrzeugsektor:
Siehe Wikipedia LINK
 
B

Benutzer250079

Gast
Nochmal kurz zur Brennstoffzelle:
Die arbeitet durchaus auch problemlos bei Minusgraden
und zum Betrieb braucht die je nach Bauweise nicht unbedingt Wasserstoff,
sondern eben einen Brennstoff. (Wir arbeiten im Moment mit Methanol.)
Gegen "künstlich hochgehaltene Preise" spricht das Ringen der Industrie,
sowas in Konkurrenz mit anderen Werken zu verkaufen
und da gibt´s durchaus schon Einiges - auch auf dem Fahrzeugsektor:
Siehe Wikipedia LINK

Wau. Jetzt bin ich platt. Das bisschen, was man im Netz herausfinden kann und ich habe mit einem Kontakt, der an der Quelle sitzt.
Ich weiss, dass es schon recht viele verschiedene Arten von Brennstoffzellen gibt.
So gut wie alle brauchen recht hohe Temperaturen. Laut Deinem Wiki Link alle ueber 70 Grad. Korrektion die PEMFC ist eine Ausnahme.
Was ich mit meinem Gedanken meinte, war, dass die Reaktion bei Zimmertemperatur ja nicht los laeuft.
Und man braucht eine kontrollierte Reaktion, so wie ich das verstanden habe.
Wenn man die Zelle "heizen" muss, geht der Wirkungsgrad runter.
Kleine Batteriezellen sind so nicht moeglich.
Und und und...

Aber ich hoffe Du kannst mir auch das Verschwinden einiger Feldversuche von Marktreifen Produkten erklaeren.

Und die Preise sind immer noch hammermaessig im Vergleich zur Technologie.

Aber in der Vermarktung scheint sich schon einiges getan zu haben, seit dem ich das letzte mal geschaut habe.

Wenn Ihr Metanol nehmt, schaltet Ihr dann auch einen "Reformer" vor die Zelle wie bei Butan, oder kann das die Zelle selber?

Nehme an, dass daran nichts geheimes ist. Falls schon, waere eine persoenliche Nachricht schoen.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Nichts Geheimes:
Mit der Brennstoffzelle alleine ist es nicht getan;
sowas kauft man als Brennstoffzellen-Modul.
Wir haben eine namens EFOY PRO 2400 gewählt (Details findest du im Web)
und das ist EIN Standbein einer hochzuverlässigen, wartungsarmen Stromversorgung,
die wir gerade entwickeln.

Kleine Batteriezellen sind so nicht moeglich.
Oh doch:
Vom gleichen Händler kann man auch kleine, tragbare Brennstoffzellen-Module erwerben,
die für militärische Anwendungen am Gürtel getragen werden.
 
B

Benutzer250079

Gast
Nichts Geheimes:
Mit der Brennstoffzelle alleine ist es nicht getan;
sowas kauft man als Brennstoffzellen-Modul.
Wir haben eine namens EFOY PRO 2400 gewählt (Details findest du im Web)
und das ist EIN Standbein einer hochzuverlässigen, wartungsarmen Stromversorgung,
die wir gerade entwickeln.

Oh doch:
Vom gleichen Händler kann man auch kleine, tragbare Brennstoffzellen-Module erwerben,
die für militärische Anwendungen am Gürtel getragen werden.

Danke fuer die Info.

Aber ich schaetze, ich weiss wieso da kein Preise sind. Das militaerische Anwendungen sagt ja im Prinzip schon fasst alles.
 
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