Auswahl eines geeigneten E-Motors

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von 0815user, 20 Apr. 2017 um 19:04 Uhr.

  1. Hallo liebe Community,

    ich arbeite zzt. an einem Projekt. Es geht um eine Hubvorrichtung, die im Freien arbeiten muss (kein Netz also). Als Antriebslösung kommen nur batteriegespeiste E-Motoren im mittelstarken Bereich (8 - 14 kW) infrage. Leistungselektronik kann - muss aber nicht - verwendet werden. Die kostengünstigste Lösung ist herzuziehen.

    Kennt jemand geeignete Literatur zur geeigneten Auswahl elektrischer Maschinen?

    VG, 0815user
     
  2. Da brauchst du erstmal kein Buch, sondern die Grundformeln der Physik!
    Kraft=Masse*Beschleunigung
    Arbeit=Kraft*Weg
    Leistung=Arbeit/Zeit
    Dazu die zu bewegende Masse, die zu überwindente Höhe und die Zeit in der das passieren soll. Damit bekommst du die Leistung des Motors! 8-14kW bei Akkubetrieb ist schon mal eine Hausnummer die so sicher nicht billig wird. 12kW bei 12V sind 1000A! Wo willst du die hernehmen? Warum kein Notstromaggregat? 12kW bei 400V sind nur rund 18Aund ein Notstromer mit 15kW ist sicher billiger als der notwendige Akkublock!
     
  3. An welcher Maschine hast du konkret gedacht (Gleichstrom-, Synchron- usw.)?
    Wenn keine Lösung im Niederspannungsbereich gefunden wird, dann suche ich im Hochspannungsbereich was (400 V wahrscheinlich). Der Akku ist pflicht. Das ist eine vorgegebene Randbedingung des Projekts.
     
  4. Diese beiden Anforderungen schließen einander aus:
    Batteriegespeiste E-Motoren im mittelstarken Bereich (8 - 14 kW) sind ziemlich teuer
    und das mit Batterien zu speisen, ist ENORM teuer.
     
    Elektrik1969 und Mapriex gefällt das.
  5. Liefer doch ersteinmal die Randbedingungen, also welches Gewicht willst du wie schnell wie weit nach oben befördern! Damit hast du einen konkreten Leistungsbedarf. Alles andere ist doch nur Spekulation! Zwischen 8 und 14 kW liegen sicher einige hundert bis tausend Euro, da lohnt es sich schon mal zu rechnen. Du willst ja sicher auch nicht nur einen Hub machen, also müssen die Akkus auch entsprechend ausgelegt sein.
    Wer hat die Randbedingung Akku denn festgelegt? Was sll es denn genau werden?
     
  6. Hallo,
    ich habe sowas als führerlosen Stapler im Einsatz.
    Bei mir 48 V und die Hubeinrichtung hat eine 2 KW Hydraulikpumpe im Einsatz.
    Die hebt 2 Tonnen in 5 Sekunden 30 cm hoch.
    Allein die Batterie 48 V mit 250Ah/5h wiegt 450 kg und kostet die Kleinigkeit von 2500 EUR.
    Also 8 -14 KW ist schon ne Hausnummer.
    Wie motmonti schon schreibt sollte man hier richtig rechnen, sonst hat man schnell ein paar tausend Euro
    verbrannt.
     
  7. Danke für eure rege Teilnahme!

    Also: das Projekt ist noch am Anfang - deswegen die grobe Abschätzung der Leistung von 8 - 14 kW.
    Die Randbedingungen kommen vom Projektgeber - ein alter Bekannter, der sich die Maschine so wünscht. Ich kann ihn nochmal fragen, warum genau der Antriebsstrang so sein muss, aber das steht erstmal so fest.
    Das Produkt aus Kraft und Geschwindigkeit ergibt eine Leistung von genau 14 kW. Da man ja E-Maschinen überlasten kann, habe ich das Intervall nach unten hin bis 8 kW geöffnet.

    Das Budget für den Antriebsstrang ist im mittleren vierstelligen Bereich. Mit reletaiv hohen kosten ist also gerechnet worden. Trotzdem kann man eine relativ günstige Lösung finden. Servomotoren sind schon mal ausgeschlossen. Die würden zwar theoretisch funktionieren, aber 1. sind die sehr teuer im Vergleich und 2. ist eine solche Genauigkeit nicht notwendig. In die engere Auswahl sind SM und GM. Ich wollte mir aber einige Meinungen anhören und evtl. Literaturvorschläge ansehen.
     
  8. Und ein hydraulischer Antrieb zum heben bzw. fahren käme nicht in frage?
     
  9. Also "im Freien" kann auch sein "Ein festgelegtes Gelände". Hier kann man auch ein Kabelauslegesystem in Betracht ziehen und den Motor direkt mit dem Netzstrom betreiben. Kannst auch mal nach "Federleitungstrommeln" googlen.
     
    Mrtain gefällt das.

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