Auslegung eines Doppel-T-Trägers

Hallo zusammen,
leider bin ich kein Techniker und komme daher nicht so richtig mit Google weiter um mein Problem zu lösen.
Bei uns in der Fertigung plane ich gerade einen elektrischen Seilzug auf einem festen Doppel-T-Träger-Gestell zu integrieren.

Dazu hatte ich mir gedacht, dass zwei Träger vertikal im Boden durch Verschraubungen befestigt werden.
Der dritte Träger liegt auf diesen beiden Trägern und wird verschweißt.
Der oben aufliegende Träger ist 7m lang.
Das Gewicht des elektrischen Seilzugs ist maximal 800kg.

Meine Frage ist: Wie dick muss ich mindestens den Doppel-T-Träger auslegen, dass nichts passiert?

Ist sicherlich eine ganz einfache Rechnung, aber ich komme nicht drauf.

Danke schon einmal für euer Gehirnschmalz!
 
Hallo zusammen,
leider bin ich kein Techniker und komme daher nicht so richtig mit Google weiter um mein Problem zu lösen.
Bei uns in der Fertigung plane ich gerade einen elektrischen Seilzug auf einem festen Doppel-T-Träger-Gestell zu integrieren.

Dazu hatte ich mir gedacht, dass zwei Träger vertikal im Boden durch Verschraubungen befestigt werden.
Der dritte Träger liegt auf diesen beiden Trägern und wird verschweißt.
Der oben aufliegende Träger ist 7m lang.
Das Gewicht des elektrischen Seilzugs ist maximal 800kg.

Meine Frage ist: Wie dick muss ich mindestens den Doppel-T-Träger auslegen, dass nichts passiert?

Ist sicherlich eine ganz einfache Rechnung, aber ich komme nicht drauf.

Danke schon einmal für euer Gehirnschmalz!
Ohne Skizze zur Klarstellung aller Details ist keine Antwort angesagt;-)
 
ALLES OHNE GEWÄHR:

Hab mir das jetzt aus Interesse angesehen und versucht anhand von Internet-Beispielen selbst zu berechnen.
Du suchst den geringsten Träger, der noch zulässig ist. Die zulässige Durchbiegung wird bei Längen über 5m durch L/300 festgelegt.
Sprich: 7000mm/300 = 23,3333 mm Durchbiegung sind zulässig.
Durchbiegung [tex] W=\frac{M*l^{2} }{9,6*E*I} [/tex]
Nach I umstellen: [tex] I = 0,104 * \frac{l²*M}{E * W} [/tex]
Wenn ich dann die Werte einsetze bekomme ich [tex] I = 66,56 mm^{4} [/tex]
Jetzt kannst du hier z.B. nachschauen. Dort hat ein IPE einen Iy von 80,10. Wieviel Sicherheit man da jetzt noch einrechnen muss, weiß ich nicht, bin kein Statiker ;)

Falls ich Fehler gemacht habe, bitte darauf hinweisen. Fange den Techniker erst im September an :p
 
Bei uns in der Fertigung plane ich gerade einen elektrischen Seilzug auf einem festen Doppel-T-Träger-Gestell zu integrieren.
Meine Frage ist: Wie dick muss ich mindestens den Doppel-T-Träger auslegen, dass nichts passiert?
Das ist also ein Betriebsmittel und da mußt du nach meiner Erfahrung grundsätzlich mit jedem denkbaren "Blödsinn" in der Bedienung rechnen (auch mit evtl. Schrägzug). Für mich begänne also alles grundsätzlich mit einem SF- Faktor von 2,5.
Die Rahmenecken müssen durch Knote biegesteif gemacht werden.
Die senkrechten Stützen solltest du auf jeden Fall abspreizen.
Mache ein Schild an das Gerüst mit Angabe der max. Last und dem Hinweis, dass das Gerüst nicht für Anfahrlasten (z. B. durch Gabelstapler) ausgelegt ist.
Weitere Überlegungen werde ich evtl. noch anstellen (falls du das möchtest).
 
ALLES OHNE GEWÄHR:

Hab mir das jetzt aus Interesse angesehen und versucht anhand von Internet-Beispielen selbst zu berechnen.
Du suchst den geringsten Träger, der noch zulässig ist. Die zulässige Durchbiegung wird bei Längen über 5m durch L/300 festgelegt.
Sprich: 7000mm/300 = 23,3333 mm Durchbiegung sind zulässig.
Durchbiegung [tex] W=\frac{M*l^{2} }{9,6*E*I} [/tex]
Nach I umstellen: [tex] I = 0,104 * \frac{l²*M}{E * W} [/tex]
Wenn ich dann die Werte einsetze bekomme ich [tex] I = 66,56 mm^{4} [/tex]
Jetzt kannst du hier z.B. nachschauen. Dort hat ein IPE einen Iy von 80,10. Wieviel Sicherheit man da jetzt noch einrechnen muss, weiß ich nicht, bin kein Statiker ;)

Falls ich Fehler gemacht habe, bitte darauf hinweisen. Fange den Techniker erst im September an :p
Merkwürdige Rechnung.
 
Welche Last soll der Seilzug denn heben, wenn er selbst bereits schon 800 kg wiegt?
Habe mich da wohl etwas ungünstig ausgedrückt. Last plus Seilzug ergeben maximal 800kg.

Die Rahmenecken müssen durch Knote biegesteif gemacht werden.
Check, wird gemacht

Die senkrechten Stützen solltest du auf jeden Fall abspreizen
Check, wird gemacht

Wie/wo befestigst du die Seilwinde? Oben auf den Trägern oder darunter?
Wird an den Träger unten angehängt.

Die Seilwinde hat dann einen Sanftanlauf ?
Ich meine NEIN

kann man nicht als statische Last berechnen - es treten Lastwechsel auf, die den Träger auf dieser Spannweite "tanzen" lassen.
Entweder man dimensioniert den auf eine unwirtschaftliche Größe oder überlegt sich eine optimiere Konstruktion (z.B. zusätzliche Verstrebungen), die erhebliche Materialeinsparungen und Schwingungsdämpfung bewirken.
Ob ich nun die Träger 50% größer dimensioniere oder nicht, wird sich auf die Gesamtkosten des Projekts auf nur ca 20% Mehrkosten auswirken. Das ist auf jeden Fall in Ordnung.
 
Iy heißt, dass du den Träger nicht hochkant sondern waagerecht stellst. Ich finde in meiner Stahlbauliste gar keinen IPE mit einem Iy = 80,10 mm^4
Das ergibt für mich keinen Sinn, der Iy-Wert ist größer als der Iz-Wert in der Tabelle. Daher gehe ich mal davon aus, dass der Träger hochkant das größere Widerstandsmoment hat, und müsste ja dann Iy sein. Ich habe noch in einer weiteren Stahlbau-Liste nachgesehen, auch dort ist Iy mit 80,10 mm^4 angegeben.
Ob die Rechnung falsch ist, konnte ich deiner Antwort nicht entnehmen.
 
Ob die Rechnung falsch ist, konnte ich deiner Antwort nicht entnehmen.
Nenne mal konkret, welches IPE- Profil du meinst, damit ich in meiner Stahlbau- Profilliste nachsehe.
Zu deiner Berechnung selbst kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß, wie du den Träger betrachtest, frei aufliegend oder beidseitig eingespannt.
Es wird u. U. je nach konstruktiver Ausführung ein Mittelding sein, da sich die senkrechten Stützen u. U. durchbiegen.
Ich würde also sicherheitshalber mit einem frei aufliegenden Träger rechnen und da interessiert mich zunächst die max. Biegespannung u. danach erst die Durchbiegung. Die zul. Durchbiegung im Kranbau kenne ich nicht einmal, wohl die für Stahlbauten. Aber das sind evtl. 2 Paar Schuhe.
 
Habe mich da wohl etwas ungünstig ausgedrückt. Last plus Seilzug ergeben maximal 800kg.




Ob ich nun die Träger 50% größer dimensioniere oder nicht, wird sich auf die Gesamtkosten des Projekts auf nur ca 20% Mehrkosten auswirken. Das ist auf jeden Fall in Ordnung.
Ich würde einen IPB 180/IPB 200 in Betracht ziehen.
Bei Betriebsmitteln spielt die Sicherheit u. Brauchbarkeit die 1. Rolle.
Kosten sind meist nebensächlich, Hauptsache, es hält.
 
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