Ausgleichsvorgänge Gleichstrom

Guten Tag alle zusammen,

Ich befinde mich im 4. Semester Elektrotechnik / Wirtschaftsingenieur und schreibe morgen Grundlagen Elektrotechnik 2.

Als ich vor 2 Monaten aktiv gelernt hatte, konnte ich eigentlich alle Themen, aber wegen anderer Klausuren habe ich wieder einiges vergessen. Vorallem ist mir irgendwie der wichtigste Teil der Ausgleichsvorgänge entfallen.

Ich habe gerade versucht eine Übungsaufgabe zu berechnen und habe kläglich versagt.
Es handelt sich um folgende Schaltung:

Spannungsquelle Uq=12V in Reihe mit R1=8kOhm und dahinter ein Kondensator C=30microF parallel zu R2=4kOhm und dem Schalter (Schalter für t<0 offen, bei t=0 wird er geschlossen). Der Schalter ist in Reihe zu R2.

Wenn ich mich Recht erinnere wird die Spannungsquelle beim ermitteln vom tau (Zeit) durch einen Leerlauf ersetzt und dann soll der Gesamtwiderstand "aus Sicht" des Kondensators ermittelt werden (zum Zeitpunkt t=0).
Dies wären dann beide Widerstände parallel geschaltet:
Rie=2666,7 Ohm und Tau wäre damit 80 ms.

Jetzt zum Knackpunkt:
Man soll die Spannung am Kondensator für t=0 und lim t->unendlich betrachten.
Ein nicht aufgeladener Kondensator hat ja einen Widerstand von 0 Ohm, ein voll aufgeladener "unendlich" Ohm.

Für mich würde der Strom ja dann nach dem einschalten durch R1 fließen und den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Also komplett durch den Kondensator fließen. Aber dann müsste die Spannung am Kondensator ja 0V betragen. Richtig sind aber: 12V.

Stationär würde der Strom den Strang mit dem Kondensator meiden und durch R1, Schalte und R2 fließen.
Dann wäre Spannungsabfall am Kondensator=Spannungsabfall am R2 (weil parallel). Dies ist auch richtig.

Das Problem ist nun, dass ich mich bei so ziemlich jeder Aufgabe vertue (entweder für t=0 oder t=unendlich) und somit immer folgefehler mache oder die Ergebnisse unsinnig sind.

Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann :)

LG
 
Leider kann ich den Beitrag nicht bearbeiten, hier die Aufgabe:

Es geht allerdings nicht unbedingt um die Aufgabe an sich, sondern generell um das erarbeiten der t=0 und t=unendlich zustände.

LG
 

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Hallo alle zusammen,
Ich sitz grad an der Vorbereitung für mein Praktikum im Studiengang Elektrotechnik und mich beschäftigt folgende Fragestellung:
Warum soll man sich bei der Analyse von Ausgleichsvorgängen primär auf die Größen konzentrieren, die sich nicht sprunghaft ändern?

Viele Grüße und bestens Dank schonmal vorab.
 

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