Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik, was nun?

Hallöchen,

mein Name ist René, 18 Jahre alt. Die Schule habe ich damals mit einem Realschulabschluss(mit Q) verlassen.
Daraufhin habe ich die Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik gestartet. Derzeit bin ich im 3. Lehrjahr werde ein halbes Jahr verkürzen somit bin ich Sommer 2021 fertig.
Noten sind relativ gut (AP1 90% bestanden). In der Ausbildung habe ich mich sehr in dem Mikrocontroller sowie Programmier Bereich verliebt.
Ich Interessiere mich sehr stark für die Programmierung, jedoch möchte ich auch etwas Hardware nahes haben.

Leider wird mich mein Betriebs sehr wahrscheinlich nur 1-3 Monate übernehmen, somit stelle ich mir die Frage wohin.
Da ich mich auch noch weiterbilden möchte stellt sich des weiteren die Frage was ich danach mache.

Staatlich geprüfter Techniker ? oder doch lieber Studieren? oder kommt der Meister Titel in Frage?

Ich würde mich freuen wenn sich der ein oder andere Erfahrende Kollege in mein Thema verirrt und mir seine Sicht bzw. Meinung verrät.

Gruß
 
Für den Techniker fehlt dir die Berufserfahrung, der Meister macht für dein vorhaben auch wenig sinn.
Prinzipiell würde ich dir ein Elektrotechnik/Informatik Studium empfehlen, dafür müsstest du eben das Abitur/Fachhochschulreife nachmachen was 1-2 Jahre zusätzlicher Aufwand ist. Das Studium ist aber im vergleich zum Techniker/Meister eine andere Liga was den Lernaufwand angeht.
 
Erstmal danke für die Antwort. Den Techniker kann ich bereits jetzt schon anfangen da erst kurz vor der Prüfung die Vorrausetzungen erfüllt sein müssen.(Bis dahin hätte man dann die Berufserfahrung)

Zum Thema Studieren: Klar ist der Lernaufwand riesig jedoch springt dann auch dem entsprechen der Abschluss raus. Jetzt kommt hierzu meine Frage. Wie wäre es wenn man das Studium Teilzeit machen würde -> 20 Stunden die Woche arbeiten (3 oder 2 Tage Arbeiten Rest Studium)
 
Also würdest du den Techniker in Teilzeit anvisieren? Sonst fehlt dir ja die Berufserfahrung.

Aus einem anderen Thread:
Mein (genereller) Rat an Gesellen ohne Hochschulreife:

Mach den Techniker und erwirb dein Fachabitur. Das dauert in Vollzeit 2 Jahre.
Wenn du dich schulisch im Techniker unterfordert gefühlt hast oder meinst, dass da "noch was geht", gehst du im Anschluss an eine Fachhochschule und machst den Bachelor.

Du besuchst also 1 Jahr länger die Schule als beim reinen Fachabi. Hast danach aber den Techniker (dich fachlich stark weitergebildet), weißt genau wo du stehst und wie es weiter gehen soll.

Nebenberuflich ists ein anderer Schuh.
4 Jahre in Teilzeit kann sehr lang werden, falls man danach wirklich noch ein Studium drauf setzen möchte.
Das muss jeder für sich selber abwägen.
 
Wie du Breits gesagt hast peile ich den Techniker Teilzeit an. Da ich kein Fan von Abendschule bin sowie die einzige Abendschule für Techniker in der Stadt Grotten schlecht ist bevorzuge ich an einer Fernschule dies Teilzeit zu machen. Hierbei stellt sich dann auch wieder die Frage, 40 Stunden die Woche oder doch 20 Stunden so das man viel Lernen kann.
 
Hallo Rene2020,

hatte auch Realschulabschluss und war 10 Jahre aus der Schule raus als ich mit dem Techniker in Form eines Fernstudiums für 3.5 Jahre angefangen habe.
Innerhalb dieser Zeit habe ich 35 - 40h in der Woche gearbeitet. Zusätzlich gingen 15 - 20h fürs lernen drauf.
Ob richtiges Studieren oder der Techniker aufwändiger ist möchte ich nicht beurteilen.
Auf einer Ebene passiert wohl bei beiden Parteien das Selbe im Kopf.Man beschäftigt sich mit Zusammenhängen und lernt zu lernen, baut diese Fähigkeit immer weiter aus und wendet diese auf sein Interessensbereich an.
Dabei durchläuft man unterschiedliche Bewustseinszustände von der unbewussten Wissenlücke bis zur unbewussten Kompetenz.

Ich persönlich bin mit dem Techniker ziemlich hart aufgeschlagen anfangs, lag auch daran, dass ich vieles Grundlegende nacharbeiten musste, bevor man angefangen hat zu verstehen was in einigen Fächern von einem verlangt wird.

Ein Kompliment an dich, dass man in deinen Jahren etwas gefunden hat was einen interessiert und man sich weiterbilden möchte, finde ich aus heutiger etwas verspäteter Sicht klasse.

Ob 20h oder 40h arbeiten.
Vermute du arbeitest in der Ausbildung 40h jetzt.
Dann frag dich doch einfach, ob du bereit wärst dich danach noch für paar Stunden hinzusetzen und zu lernen.Nur versuche dabei zu berücksichtigen, dass es nicht immer Spaß machen wird und es auch durstige Strecken geben wird im Laufe der Zeit.
Was meiner Meinung nach auch einfach dazu gehört.
Alles ist schwer bevor es einfach wird.

Schöne Grüße
 
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