Aufgabe Motordimensionierung (optimal)

Hallo,
ich hänge schon länger,an einer Schulaufgabe und habe auch schon die Suchfunktion benutzt, aber keinen passenden Beitrag gefunden.

Ich würde gerne die Aufgabe Stück für Stück durchgehen.
Es handelt sich im Groben um einen Kran, der Schrott mit einem Elektromagneten anheben und von A nach B transportieren soll.

Fangen wir erst mal mit dem Transtport an:
Das Gesamtgewicht beträgt 19t, die Strecke ist 100m lang und soll in 180sek. zurückgelegt werden. Alle Reibungskräfte sind zu vernachlässigen. Wie berechne ich die kleinste benötigte Leistung?

Gruß LAF
 

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derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Aufgabe Motordimensionierung (optimal)

Hi LAF!
Wenn du die Reibung vernachlässigst,
benötigst du die minimale Leistung,
wenn du die halbe Strecke beschleunigst und die halbe bremst.
Das macht´s doch schon viel einfacher, nicht?

Praxisnahe ist das aber nicht:
Du kannst den Motor ja u.U. eine kurze Zeit gehörig überlasten;
beim Lauf mit konstanter Geschwindigkeit kann er ohnehin wieder abkühlen.
 
AW: Aufgabe Motordimensionierung (optimal)

Danke für die schnelle Antwort.
Mit dem Dreieck habe ich mir schon mal die minimale Beschleunigung ausgerechnet, aber wie du selbst sagtest ist sehr Praxisfern.
Wie würde man die Aufgabe den in der Praxis an gehen? Ich habe einfach keine Idee wie ich die Beschleunigung so anpasse, daß ich optimal die Strecke zurück lege. Dann habe ich noch das Problem die Formel so anzupassen das ich die Strecke auch wieder genau in 180sek zurücklege.
Ich hoffe das ist verständlich.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Aufgabe Motordimensionierung (optimal)

Mit halber Leistung zu beschleunigen,
bedeutet NICHT einen linearen Geschwindigkeitsverlauf - kein "Dreieck"!
Die Beschleunigung nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit ab,
wird jedoch (unter Vernachlässigung der Reibung) nie Null:
P=F*v bedeutet, dass bei konstanter Leistung
mit steígendem v die Beschleunigungskraft F sinkt
und folglich die Beschleunigung a - sprich: der Geschwindigkeitzuwachs.

In der Praxis gibt´s aber eigentlich keine Antriebe,
die unabhängig von der Geschwindigkeit immer die gleiche Kraft liefern;
jeder ist durch eine Drehmoment-Drehzahlkennlinie charakterisiert
oder eben durch deren translatorisches Analogon:
Der Kraft-Geschwindigkeits-Kennlinie.
Dadurch erhält man bei jeder Geschwindigkeit eine andere Beschleunigungskraft,
die von der Kennlinie abgelesen werden kann,
aber kaum schön mathematisch erfassbar ist.
Vergleich mal einen Asynchronmotor mit einem Reihenschlussmotor!
Mit anderen Worten: kaum exakt zu rechnen.
 
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