Asynchronmotor anschließen

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von catachanfighter, 31 Jan. 2013.

  1. Hallo zusammen,

    ich habe eine alte Drehbank, die ich gerade restauriere.
    In der Vergangenheit lief das Ding vermutlich mit einer Transmission. Da ich sowas nicht in meinen Keller bauen will und auch keine Dampfmaschine habe :) will ich auf einen alten Motor zurückgreifen.
    Es handelt sich (vermutlich) um einen Asynchronmotor mit 1,1 kW und 230/400V Anschluss.
    Im Klemmenkasten habe ich u1, u2, v1, v2, und w1, w2 Anschlüsse.

    Ich möchte den Motor am normalen Lichtstromnetz betreiben, also 230 V. Zudem sollten folgende Knöpfe eingebaut werden:
    - Not-Aus
    - Einschalter
    - Ausschalter

    Leider habe ich keine Ahnung wie ich das Verschalten muss.

    Für eure Unterstützung bin ich jetzt schon dankbar!

    Beste Grüße
     
  2. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo!

    Da du wie du selbst sagst, keine Ahnung von Elektrotechnik hast, solltest du die Finger davon lassen!!! Solche Arbeiten sind nix für Laien!
    Nur soviel dazu, wenn du deinen Motor an 230V Lochtstrom betreiben willst (Steinmetzschaltung)braucsht du einen Kondensator von
    80 müF und aus deinen 1,1 kW werden nur noch rund 0,75 kW. Ob diese Leistung genügt um deine Drehbank zu betreiben, wage ich zu bezweifeln. Eine Alternative wäre ein Frequenzumrichter mit einer Eingangsspannung von 230V~ 1p, der dir dann 230V~ 3p zur Verfügung stellt. Somit hättest du die volle Leistung und die Drehzahl wäre auch noch regelbar. Aber selbst 1,1 kW sind dürftig. Wie groß ist denn die Drehbank? Max. Spannlänge und Durchmesser?
     
  3. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo und danke für die Antwort.

    Gar keine Ahnung ist etwas übertrieben formuliert.
    Kurz zu meinem Hintergrund, ich bin Maschinenbauingenieur und habe demnach Elektrotechnik und elektrische Antriebe besucht.

    Zu der Drehbank: Es ist eine kleine Drehbank mit Riemenbetrieb. Das Backenfutter hat einen Gesamtdurchmesser von etwa 180 mm und die maximale Spitzenweite schätze ich auf 400 mm.

    Was für eine Leistung wäre denn sinnvoller?
    Einen anderen Motor mir auf ebay besorgen wäre ja eigentlich nicht das Problem.
    Mit was für Kosten muss ich denn für einen FU rechnen?

    Danke und Grüße
     
  4. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo nochmals,

    da keine Antwort kommt, melde ich mich nochmal.
    Ist mein Anliegen unklar formuliert oder sollte ich mich an ein anderes Forum wenden?

    Für ein kurzes Feedback wäre ich sehr dankbar.

    Grüße
     
  5. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo!

    So riesig ist die Bank ja nicht, aber angenommen du hast die vollen 180 mm an Durchmesser gespannt und du hast einen Motor mit 3,0 kW und 1440 U/min als Antrieb und das Getriebe auf 1:1 stehen. Dann macht das

    M=P*9550/1440 = 19,9Nm an der Spindel und bei 180mm Durchmesser (0,09m Radius) eine max. Kraft von 220N zum Spanabheben!
    Bei 1,1 kW wären das dann nur noch rund 75 N!
    Also falls du nur Lichtstrom im Keller hast, würde ich den 3 kW nehmen und einen Frequenzumrichter dazu der mit Lichtstrom 230V betrieben werden kann. Das ist die Grenze für eine 16A Schukosteckdose! Umrichter findest du günstige unter www.blemo.de!
     
  6. AW: Asynchronmotor anschließen

    Andere Leute sind auch mit 600W zufrieden:
     
  7. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo!

    Da eingangs von Dransmission die Rede war, hatte ich andere Dimensionen vor Augen!
    Catach.. kann es ja erstmal mit den 1,1 in Steinmetz testen. Reicht es ihm ist es ja gut! Ich hab da aber so meine Bedenken!
     
  8. AW: Asynchronmotor anschließen

    Bei 2000 U/min und 600W, macht das nach

    M=P*9550/n = 0,6 * 9550/2000 U/min = 2,87 Nm und bei einer Spitzenhöhe von 0,125m eine max. Schnittkraft von 23 N.
    Viel Spaß beim Drehen!
     
  9. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo und vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe gestern ebenfalls ein bisschen gerechnet.
    Aufgrund der spezifischen Schnittdaten wird bei Stahl der 100 mm Durchmesser mit einer Drehzahl von etwa 250 1/min bearbeitet, 50 mm mit 500 1/min usw.
    Für euch zur Info: Bei Stahl ist (hier) die spezifische Schnittkraft 2000 N/mm², was bei einer Spantiefe von 2 mm und einem Vorschub von 0,5 mm zu 2 kN Schnittkraft an der Drehmeiselspitze führt.

    Ich komme dann auf eine benötigte theoretische Leistung von 2,6 kW. Angenommen der Wirkungsgrad meiner Riemenscheiben, Lager, etc beträgt 0,85 dann hab ich genau die 3 kW.
    Ich denke die Leistungsermittung ist durch.
    Die Drehzahl wird übrigens über Riemenscheiben verstellt, also FU ist nicht notwendig.

    Jetzt zum Anschließen, und hier stellen sich mir ein paar Fragen.
    Ich wer de den Motor nicht mit Licht- sondern mit Drehstrom betreiben (sonst bekomme ich die Leistung niemals raus).
    Dann brauche ich doch die Sternschaltung bei einer Asynchronmaschine mit 230V/400V.
    Dann brauch ich m. E. noch einen an und Ausschalter sowie einen Notausknopf und eine Kiste wo die Verkabelung drin ist.

    Meine Fragen sind nun:
    1) Unterbricht der Notaus alle drei Phasen L1, L2 und L3?
    2) Ich habe daheim noch einen "An" und einen "Aus" Knopf einer Maschine. Allerdings unterbricht der "Aus" nur solange ich den Knopf gedrückt halte; der "An" lässt nur solange durch, wie ich drücke. Sind das Schalter für ein Relais?
    3) Gibt es auch Maschinen "An" und "Aus" Knöpfe ohne Relais?
    4) Was sollte ich sonst noch in der Elektrik berücksichtigen?
    5) In welchen Kasten würdet ihr das ganze reinpacken? Am liebsten wäre mir natürlich ne Kiste, auf die ich gleich die Knöpfe anbringen kann.

    Vielen, vielen Dank im Voraus!
     
  10. AW: Asynchronmotor anschließen

    Hallo!

    Ich würde auf einen Kompinationsschalter wie er an Kreissägen zu finden ist zurückgreifen. Also mit grünen und roten Tastern und eingebauten Selbsthalterelais. Kabel ran und Kabel zum Motor und fertig. Es gibt diese Schalter auch in Kompination mit Not-Ausknopf.
    http://www.google.de/imgres?q=not+a...&tbnw=142&ndsp=68&ved=1t:429,r:48,s:100,i:148

    Den Schalter so angeordnet das er bei normaler Bedienung der Maschine sicher erreicht werden kann. Ein normaler Drehhauptschalter in Rot/Gelb tut es da auch!
    http://www.google.de/imgres?q=not+a...39&tbnw=107&ndsp=73&ved=1t:429,r:4,s:300,i:16
     

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