Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von Johannes0010, 24 Dez. 2012.

  1. Hallo die Runde,folgendes Problem:

    Das Magnetfeld zur Drehzahl Erfassung ist wahrscheinlich durch Rücklieferung verloren gegangen.
    Im Normalfall wird durch den verbleibenden Restmagnetismus im Generator, Spannung in ein Drehzahl Grenzwertrelais gespeist. Beim Hochfahren der Turbine wird das Netzschütz bei Erreichung der Nenndrehzahl zugeschalten.

    Dies ist bei einer 230 KW Kaplanturbine der Fall. Durch öffnen des Einlaufschützes und in Bewegung bringen der Propellereinheit, ergaben Messungen durch Multimeter und Oszi keinen Erfolg. Es kam nix rauf.

    Wer hat Ideen wie man die Maschine zum laufen bringt.

    Starten als Motor geht leider nicht.
    Rotor ist ein Kurzschlußläufer ohne Schleifringe.

    Hat jemand Ideen?

    Gruß,
    Johannes
     
  2. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    So ganz hab ich leider nicht verstanden, was du GENAU willst:
    Du willst in den Rotor wieder Remanenz reinzaubern?
    ... und bei Nenndrehzahl hat die generierte Leerlaufspannung dann Netzfrequenz
    und ihr klatscht diesen Brocken ans Netz?
    Mutige Lösung ...

    Das ist einfach:
    Häng an eine oder 2 Phasen deiner Maschine für ein paar Sekunden eine potente Gleichspannungsquelle
    (schlimmstenfalls tut´s eine Autobatterie).
    Der fließende Gleichstrom wird das gesamte Blechpaket - Rotor UND Stator aufmagnetisieren
    und nach Abhängen bleibt beides remanent.
     
  3. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Bei Nenndrehzahl klatschen wir den Brocken ans Netz, genau.....die Netzzuschaltung ginge auch vom Stillstand bis Nenndrehzahl, synchronisiert sich ja automatisch im Netzparallelbetrieb.

    Rotor wurde über 2 Phasen bereits geimpft, leider ohne Erfolg.
    Wurde von einem Anlagenbauer gemacht, leider war ich nicht vorort und weiss auch nicht welche Gleichspannungsquelle er benutzt hat, jedenfalls haben die schon Erfahrung.

    Hoffe das es nichts im Antrieb zwischen Planetengetriebe und Rotor gebrochen ist.

    Frohe Weihnachten!
     
  4. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, nutzt ihr die Remanenz des Asynchronmotors um im freigeschalteten zustand die Drehzahl zu erfassen. Ist der Motor (Generator) netzsynchron von der Frequenz her, schaltet ihr ihn ans Netz und erhöht dann die Drehzahl bis der Motor generatorisch wird und Energie liefert.
    Nun fehlt eurem Motor jeder Restmagnetismus um ersteinmal eine nochsokleine Spannung abzugeben.
    Das Impfen wie du es beschrieben hast, kenne ich von Synchrongeneratoren die einen bewickelten Anker mit regelbarer Erregung haben. Fehlt dort der Restmagnetismus, wird keine Spannung für die Selbsterregung erzeugt und der Generator liefert keine Spannung.
    Aber wie gesagt bei Synchrongeneratoren.
    Ob es überhaupt möglich ist, einen Kurzschlußanker derart aufzumaghnetisieren, das er einen Retmagnetismus behält, wage ich zu bezweifeln. Mir ist jedenfalls noch kein Asynchronmotor untergekommen der bei seiner Demontage eine magnet. Wirkung des Ankers zeigte. Selbst wenn , würde das im Betrieb anliegende Wechselfeld die Bleche wieder entmagnetisieren. Das "Impfen" sollte wenn auch nicht über zwei Phasen, sondern nur über eine Phase (U1-U2) erfolgen, da so ein sauberes Magnetfeld mit gegenüberliegenden Polen entsteht.
    Handelt es sich bei eurem Asynchronmotor wirklich um einen Normmotor? Die Drehzahlerfassung könnte man aber auch extern über einen Drehgeber machen und den Motor (Generator) bei erreichter Drehzahl ans Netz schalten.
    Wieviel kW hat den der Motor? Wenn überhaupt, könnte der Betrieb als Motor evtl. eine Remanenz erzeugen!?
     
  5. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo,
    danke für die ausführlich Antwort.

    Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, nutzt ihr die Remanenz des Asynchronmotors um im freigeschalteten zustand die Drehzahl zu erfassen.
    Genau, der Generator ist nicht am Netz und wird durch öffnen des Einlaufschützes auf 100% (750 U/min) hochgedreht.
    Ist der Motor (Generator) netzsynchron von der Frequenz her, schaltet ihr ihn ans Netz und erhöht dann die Drehzahl bis der Motor generatorisch wird und Energie liefert.
    Warum Netzsynchron, versteh ich nicht. Im Netzparallelbetrieb bin ich durch zuschalten automatisch synchron mit dem Netz. Vor dem zuschalten erzeugt die Machine ja keine Spannung, sodas ich synchronisieren müsste.
    Nun fehlt eurem Motor jeder Restmagnetismus um ersteinmal eine nochsokleine Spannung abzugeben.
    Das Impfen wie du es beschrieben hast, kenne ich von Synchrongeneratoren die einen bewickelten Anker mit regelbarer Erregung haben. Fehlt dort der Restmagnetismus, wird keine Spannung für die Selbsterregung erzeugt und der Generator liefert keine Spannung.
    Aber wie gesagt bei Synchrongeneratoren.
    Ob es überhaupt möglich ist, einen Kurzschlußanker derart aufzumaghnetisieren, das er einen Retmagnetismus behält, wage ich zu bezweifeln. Mir ist jedenfalls noch kein Asynchronmotor untergekommen der bei seiner Demontage eine magnet. Wirkung des Ankers zeigte. Selbst wenn , würde das im Betrieb anliegende Wechselfeld die Bleche wieder entmagnetisieren.
    Wie gesagt, die erzeugte Spannung durch die Remanenz genügt normalerweise um eine Drehzahlerfassung über das Drehzahlgrenzwertrelais zu bekommen.
    Die Ansprechempfindlichkeit am Eingang des Relais sind 0,3V. Nachdem das Netzschütz geschalten hat liegt eine Spannung von 400V an den Eigängen an. Die Abnahme kommt von 2 Phasen des Generators.

    Das "Impfen" sollte wenn auch nicht über zwei Phasen, sondern nur über eine Phase (U1-U2) erfolgen, da so ein sauberes Magnetfeld mit gegenüberliegenden Polen entsteht.
    Handelt es sich bei eurem Asynchronmotor wirklich um einen Normmotor?
    Ja, ist ein Asynchronmotor mit 4 Pol-Paaren.
    Die Drehzahlerfassung könnte man aber auch extern über einen Drehgeber machen und den Motor (Generator) bei erreichter Drehzahl ans Netz schalten.
    Es gibt Maschinen dieser Type älteren Baujahres mit dieser Drehzahlerfassung. Am oberen Wellenende des Rotors ist eine metallische Lochscheibe montiert, und der Sensor mit Schaltabstand 3mm, ein induktiver Geber.
    Wieviel kW hat den der Motor? Wenn überhaupt, könnte der Betrieb als Motor evtl. eine Remanenz erzeugen!?
    Motor hat 240KW.

    Schaltplan vom Grenzwertrelais kann ich gerne zusenden.
    Kurze e-mail an, johann.stich@aon.at





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  6. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Also jetzt muss ich einmal laut über die Remanenzgeschichte nachdenken:

    Ich gehe davon aus, dass auch der Rotorkern der gegenständlichen Maschine aus lamelliertem Trafoblech aufgebaut ist.
    Das muss kein besonders tolles und auch nicht sauber Blech gegen Blech isoliert sein,
    weil es im Betrieb zwar mit einem hohen Fluss jedoch sehr niedriger Frequenz durchflutet wird
    und außerdem extrem niederohmig durch den Käfig überbrückt wird.
    Trafoblech ist ein weichmagnetisches Material, d.h. es hat eine sehr kleine Remanenz
    (im Gegensatz zu hartmagnetischen Stoffen) und das ist auch der Grund,
    wieso unser sehr erfahrener Motmonti beim Zerlegen von ASM keine magnetischen Kräfte bemerkt hat.
    Zweifellos wird jedoch das Rotorblechpaket remanent sein
    und die Remanenz erhielt es (wie könnte es anders sein) beim letzten Mal, wo´s durchflutet wurde:
    als das letzte Mal die Statorwicklung am Netz hing.
    Auch wenn da eine Phase zufällig gerade exakt den Fluss führen würde,
    der zu einer Entmagnetisierung des dadurch durchfluteten Blechpaketteiles führen würde,
    so behalten die anderen Teile ihre Remanenz.

    Damit MUSS die angetriebene Maschine als permanenterregter Synchrongenerator arbeiten,
    der allerdings eine sehr kleine, zur Drehzahl proportionale Spannung liefert.
    (Ich tippe, die wird im Bereich von maximal wenigen Volt liegen!)

    Wenn ich mir´s so recht überlege,
    wäre es sogar sehr, sehr schwierig, dafür zu sorgen, dass der Rotor NICHT remanent magnetisiert bleibt:
    Man könnte z.B. mit einem 3-Phasen-Regeltrafo die Klemmenspannung langsam auf Null drehen
    und dadurch für eine wirksame Entmagnetisierung sorgen.

    Das hat wohl kaum jemand gemacht und drum vermute ich schön langsam das Problem an ganz anderer Stelle:
    Kann es nicht vielleicht sein, dass das "Drehzahl-Grenzwertrelais" die Patschen gestreckt hat?
    Das halte ich für durchaus nicht unwahrscheinlich - ist ja auch nur Elektronik.
    Bitte miss doch mal die von der Maschine erzeugte Spannung!
    (Am Bestem gleich am Messeingang des Relais!)

    Kommt da etwas daher, könntest du an das Messrelais eine kleine Wechselspannung anlegen,
    worauf das "glaubt", die daranhängende Maschine wäre genau netzsynchron
    und es muss den entsprechenden Schaltausgang setzen.
    Tut´s das nicht, ist es über den Jordan
    und du hast den Fehler!
     
  7. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Die Messung hat Johannes ja schon mit Oszi usw. gemacht und festgestellt das nix kommt! Nur können 0,3V ja auch sonstwo verschlumpfen! Eine Unterbrechung in der Messleitung?
    Wo ist denn gemessen worden? Am Motor, oder am Relais?
    Ein oder zwei gebrochene Stäbe im Kurzschlußanker würde u.U das Konzept auch zu nichte machen!?
    Ich würde mal den Motor komplett freischalten und dann nochmals messen!
     
  8. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Also jetzt muss ich einmal laut über die Remanenzgeschichte nachdenken:

    Ich gehe davon aus, dass auch der Rotorkern der gegenständlichen Maschine aus lamelliertem Trafoblech aufgebaut ist.
    Das muss kein besonders tolles und auch nicht sauber Blech gegen Blech isoliert sein,
    weil es im Betrieb zwar mit einem hohen Fluss jedoch sehr niedriger Frequenz durchflutet wird
    und außerdem extrem niederohmig durch den Käfig überbrückt wird.
    Trafoblech ist ein weichmagnetisches Material, d.h. es hat eine sehr kleine Remanenz
    (im Gegensatz zu hartmagnetischen Stoffen) und das ist auch der Grund,
    wieso unser sehr erfahrener Motmonti beim Zerlegen von ASM keine magnetischen Kräfte bemerkt hat.
    Zweifellos wird jedoch das Rotorblechpaket remanent sein
    und die Remanenz erhielt es (wie könnte es anders sein) beim letzten Mal, wo´s durchflutet wurde:
    als das letzte Mal die Statorwicklung am Netz hing.
    Auch wenn da eine Phase zufällig gerade exakt den Fluss führen würde,
    der zu einer Entmagnetisierung des dadurch durchfluteten Blechpaketteiles führen würde,
    so behalten die anderen Teile ihre Remanenz.

    Damit MUSS die angetriebene Maschine als permanenterregter Synchrongenerator arbeiten,
    der allerdings eine sehr kleine, zur Drehzahl proportionale Spannung liefert.
    (Ich tippe, die wird im Bereich von maximal wenigen Volt liegen!)
    Leider hab ich keine Werte wie hoch die Spannung normalerweise am Eingangssignal beim hochfahren der Maschine ist.
    Wie bereits erwähnt ist die Ansprechempfndlichkeit des Grenzwertrelais 0,3V bis max. 400V.


    Wenn ich mir´s so recht überlege,
    wäre es sogar sehr, sehr schwierig, dafür zu sorgen, dass der Rotor NICHT remanent magnetisiert bleibt:
    Man könnte z.B. mit einem 3-Phasen-Regeltrafo die Klemmenspannung langsam auf Null drehen
    und dadurch für eine wirksame Entmagnetisierung sorgen.

    Das hat wohl kaum jemand gemacht und drum vermute ich schön langsam das Problem an ganz anderer Stelle:
    Kann es nicht vielleicht sein, dass das "Drehzahl-Grenzwertrelais" die Patschen gestreckt hat?
    Das halte ich für durchaus nicht unwahrscheinlich - ist ja auch nur Elektronik.
    Bitte miss doch mal die von der Maschine erzeugte Spannung!
    (Am Bestem gleich am Messeingang des Relais!)
    Wir haben direkt Eingangsseitig Schaltkasten gemessen, um einen Leitungsbruch etc. auszuschließen auch Widerstand. Das Multimeter zeigte beim hochfahren 0V im mV Bereich, wobei durch den hohen Innenwiderstand ein Meßfehler nicht auszuschließen ist. Tags darauf wurde mir vom Betreiber telefonisch mitgeteilt das sie mit einem Ossziloskop Messungen gemacht haben, wiederum keine Spannung, was mich schon sehr verwunderte. Zumal im mV Bereich etwas kommen müsste !

    Kommt da etwas daher, könntest du an das Messrelais eine kleine Wechselspannung anlegen,
    worauf das "glaubt", die daranhängende Maschine wäre genau netzsynchron
    und es muss den entsprechenden Schaltausgang setzen.
    Tut´s das nicht, ist es über den Jordan
    und du hast den Fehler!
    Am Ausgangssignal des Relais müssen 0 - 6V Gleichstrom zum Drehzahlanzeiger kommen.
    Das Relais selbst zeigt aber keine Störmeldung und sollte in Ordnung sein.

     
  9. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo,

    an den Phasen direkt im Schaltkasten,wo die Messleitung geklemmt ist, wurde meines Wissens auch gemessen. Ansonsten wäre das noch eine Möglichkeit.
    Ebenso alle Schritte die gemacht wurden nochmals durchzuführen um wirklich sicher zu gehen.

    Ein mechanisches Problem ??
    Gebrochene Zahnwelle zum Planetengetrieb und der Rotor bewegt sich nicht mehr.
     
  10. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Das würde zwar die Symptome hervorrufen,
    ist jedoch sehr unwahrscheinlich:
    Ich gehe davon aus, das ein Getriebe, das die Zähne im Öl und nicht auf den Rädern trägt,
    das auch deutlich und unüberhörbar zum Ausdruck bringt.
    Außerdem sollte man auch auf der Maschine nach Handauflegen spüren, ob die läuft.

    Sorry, das mit den 0,3 V hab ich überlesen,
    aber das deckt sich ganz gut mit den von mir prognostizierten maximal wenigen Volt.
    Aha:
    Dein "Relais" ist kein Relais und auch kein Messrelais, sondern ein REGLER
    und der wird keine Störmeldung ausgeben, wenn keine oder zuwenig Spannung zum Messen ankommt,
    sondern nur "annehmen", die Drehzahl sei zu gering - kein Störfall.

    Misst das "Relais" jetzt die Spannung oder die Frequenz?
    Sollte in Ordnung sein ist lieb: Warum sollte gerade DAS ok sein?
    Das wird viel eher kaputt sein als das Getriebe.
    Probier das doch mal mit einer kleinen Spannung am Tisch aus!


    P.S.: Mir ist noch immer nicht klar,
    wieso dein Asynchrongenerator beim auf´s Netz Schalten nicht katastrofürchterliche Einschaltströme zieht!
     
  11. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo Peter!

    Der Motor wird doch von der Turbine auf nehezu Nenndrehzahl gebracht und dreht sich in die gleiche Richtung wie das angeschlossene Drehfeld vom Netz. Ist die Drehzahl erreicht und das Relais schaltet das Netz zu, ist die Frequenz schon synchron und es nur die Phasenlage stimmt noch nicht. Das gibt dann nur noch einen kleinen Ruck. Wir machen das mit größeren Motoren beim Probelauf genau so. Die Werden mit FU auf Drehzahl gebracht und nach dem Hochlaufen auf Netz umgeschaltet, um das lästige Pfeifen abzuschalten. So lassen sich Lagergeräusche besser erkennen.
    Ist der Motor bei Johannes dann am Netz, wird eine weitere Regeleinheit dafür sorgen, das der Motor übersynchron läuft und so Energie ins Netz eingespeißt wird.
    Ich würde aber auch kontrollieren, ob sich der Motor wirklich dreht! Es muß ja nicht das Getriebe sein, eine def. Kupplung reicht auch! Es lohnt sich auch den Motor einmal durchzumessen, ob noch alle Wicklungen Kontakt haben, oder ob nicht vielleicht ein Anschloßbolzen abgebrannt ist. Ist die Anlage nicht zuweit von Nordhausen weg, könnte ich auch offiziell mit unserem Stoßspannungsprüfgerät vor Ort kontrollieren, ob der Motor wicklungsseitig noch i.O. ist, oder ob es vielleicht da ein Problem gibt.
     
  12. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    In unserem Fall wird bei Nenndrehzahl zum Netz geschalten. Zu frühes aufschalten wäre nicht möglich, löst durch den Einschaltstrom das Schütz aus.

    Andere Turbinen werden als Motor gestartet und dann über die Nenndrehzahl angetrieben.
     
  13. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Komplett getaucht!?
    Habt ihr mal eine Isolationsmessung durchgeführt, ob nicht der Motor abgesoffen ist?
    Das würde die 0,3V auf jeden Fall ertränken!!!!
    Beim Impfen fällt das nicht auf, da die DC-Quelle keinen Massebezug hat und falls doch, wären die Ströme die über die sehr niederohmige Wicklung fließen, nicht von Kurzschlußströmen zu unterscheiden.
     
  14. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Nein, ist nicht abgesoffen. Gleiche Widerstandswerte und Isolationswerte gegen Masse O.K.
     
  15. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Wie habt ihr die Widerstände und Isolationswiderstände gemessen?
    Für die Wicklungswiderstände reicht ein Multimeter nicht mehr aus! Der Wicklungswiderstand eines 240 kW liegt im mOhm-bereich und wird nur von einem speziellen Milliohmmeter genau und vergleichbar ausgewertet und das hat man üblicherweise nicht rumliegen. Gleiches gilt für die Isolationsmessung die mit 500 bzw. 1000V durchgeführt wird. Die Isolationsmessung sollte auch für die Wicklungen untereinander bei offenen Dreieckbrücken durchgeführt werden. Ist der Motor intern verschalten, geht das nur mit Stoßspannungsprüfung. Wie sieht es mit der Messleitung aus, ist di noch i.O.?
     
  16. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Ob der Motor sich dreht könnte man evtl. auch mit Gleichspannung messen!?
    Dazu muß aber sichegestellt sein, das nicht zufällig das Netz zugeschaltet wird. Der Motor muß also freigeschaltet werden.
    Jetzt wird im Stillstand an L1 und L2 eine saubere Gleichspannung (2-3V sollten genügen) angelegt und der Strom gemessen.
    Jetzt wird die Turbine gestartet und die Messung wiederholt. Durch die Drehung des Ankers, die induzierten Wirbelströme und die Rückwirkung, sollte sich der Strom ändern. Falls alle sechs Anschlüsse aus dem Motor herausgeführt sind, könnte man die Gleichspannung auch an U1 und U2 (eine Wicklung) anlegen. Bei stehendem Motor wird dann an V1 - V2 bzw. W1 - W2 keine Spannung zu messen sein. Wird der Motor jetzt in Drehung versetzt, sollte das im Anker entstehende Magnetfeld jetzt eine Spannung in den beiden anderen Wicklungen induzieren.
    Das ist aber nur eine Idee, die ggf. mit einem anderen, kleineren Motor ersteinmal getestet werden kann.Ich bin zur Zeit im Urlaub, sonst würde ich mir mal einen Motor aus dem Regal nehmen und das testen. Das wird aber erst 2013 was!
     
  17. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Ich möchte an dieser Stelle den Fehler mal eingrenzen und die Sache mit der Remanenz nochmals angehen.
    Sobald einmal am Netz gehangen, sollte beim Asynchrongenerator immer eine Remanenzspannung vorhanden sein.
    In meinem Fall ist die Remanenz wahrscheinlich durch Netzausfall und durchgehen der Maschine verlorengegangen.
    Bevor die Maschine ausgebaut wird möchte ich jedenfalls den Versuch der Magnetisierung nochmals angehen.
    Was der Anlagenbauer vorort gemacht hat kann ich leider nicht genau sagen, aber nach meinen Infos hat er über die Phasen (1Phase oder 2 ?) mit einem Akku versucht ein Magnetfeld aufzubauen, ohne Erfolg.

    Magnetfeldaufbau Möglichkeiten:


    • Akku
    • Kondensator

    was sind noch einfache und sicher Möglichkeiten.
     
  18. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Wie schon gesagt, hat die Wicklung einen sehr geringen Widerstand, was selbst bei kleinen Spannungen schon hohe Ströme zur Folge hat. Zumindest bei Gleichspannug, da hier nur der Wirkwiderstand den Strom begrenzt. Also Vorsicht bei Verwendung von Autobatterien usw.
    Eine Remanenz kann man aber auch mit Wechselspannung wieder Herstellen. Hierfür würde sich ein Drehtrafo anbieten, da auch hier die Ströme noch ganz ordentlich sind.
    Eine Schutzbeschaltung zur Strombegrenzung würde sich hier anbieten.
    Bei dem Versuch mit Wechselspannung würde ich einen Verbraucher wie eine Kochblatte o.Ä. nehmen und den in reihe zu einer Wicklung schalten, so das der Strom von rund 10A eine Zeit lang fließen kann.

    ABER GANZ DICKES VORSICHT!!!! Es ist Netzspannung und demzufolge entsprechen gefährlich.
    Für den Versuch mit der Autobatterie bietet sich eine ähnliche Beschaltung an. Also eine größeren Gleichstromverbraucher in Reihe zur Autobatterie und Wicklung.
    Ohne diese Schutzbeschaltung schließt du die Batterie kurz und das kann gefährlich werden!

    Das Durchgehen der Maschine kann den Motor natürlich auch mech zerstört haben! Welle gebrochen, Ankerpaket lose auf der Welle, Schaufelrad der Turbine defekt (verklemmt) usw.
     
    #18 motmonti, 28 Dez. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 28 Dez. 2012
  19. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo Monti,

    3 x gleiche Werte und vorher noch Messtrippenabgleich, genauere Messungen natürlich mit einem MilliOhmMeter. Isolationsmessung wurde mit 1000V / 2000 Megaohm gemacht, Wicklungen untereinenader nicht möglich weil direkt Dreieck geschalten. Daher nur Messung gegen Masse.
     
  20. AW: Asynchrongenerator im Netzparallelbetrieb - Remanenz

    Hallo!

    Mir ist gerade eine super Schutzbeschaltung eingefallen!

    Einfach bei einem PKW das Massekabel abklemmen, den Minuspol zu L1 vom Motor und von L2 zurück zum Batteriekabel. Das ganze natürlich mit ausreichendem Querschnitt. Jetzt den PKW starten. Der Starterstrom von über 300A sollte auf jeden Fall eine ausreichende Remanenz erzeugen!
    Das ganze ist natürlich sehr tricki!

    Mal ganz nebenbei, wie hoch war denn der Wicklungswiderstand?
     

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