Arbeitszeugnis

Hallo Leute,
mal wieder das leidige Thema.
Ich habe mittlerweile von meinem AG das Zeugnis erhalten und möchte mal wissen was ihr so für Eindrücke davon habt. Ich habe auch schon diverse Seiten im Netz abgegrast und denke es ist ok.
Aber schreibt einfach mal was ihr drüber denkt!!!

Danke im Voraus.


Herr XY, geboren am tt.mm.jjjj in Hinterdupfingen, wurde in der Zeit vom tt.mm.jjjj bis tt.mm.jjjj in unserer Firma zum Elektroniker ausgebildet.

Im Anschluss an seine Ausbildung übernahmen wir Herrn XY ab dem tt.mm.jjjj als Facharbeiter in die Abteilung Entwicklung in ein bis tt.mm.jjjj befristetes Arbeitsverhältnis.

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Tätigkeiten:

Entwicklung und Inbetriebnahme von Steuersätzen für waffenfähige Mittelstreckenraketen unter Berücksichtigung gängiger Sicherheitsrichtlinien im Umgang mit nuklearen Werkstoffen (kleiner Scherz am Rande :D)
...

Herr XY war ein qualifizierter Mitarbeiter. Er erledigte alle ihm übertragenen Tätigkeiten gewissenhaft, selbständig und sicher. Mit seinen Leistungen waren wir stets voll zufrieden.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.

Herr XY scheidet auf eigenen Wunsch zum tt.mm.jjjj aus unserer Firma aus.

Wir wünschen Herrn XY für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.


Datum, Unterschrift.
 
AW: Arbeitszeugnis

Hi!

Hmm, mehr wurde nicht geschrieben? Das finde ich doch etwas dürftig für ein Arbeitszeugnis.

Gruß
Latte
 
M

Motormensch

Gast
AW: Arbeitszeugnis

Herr XY war ein qualifizierter Mitarbeiter. Er erledigte alle ihm übertragenen Tätigkeiten gewissenhaft, selbständig und sicher. Mit seinen Leistungen waren wir stets voll zufrieden.

Wenn da stehen würde: Seine Leistungen waren waren immer hervorragend, würde ich das als besser ansehen. Oder es würde heisen:Mit seinen Leistungen waren wir stets vollstens zufrieden.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.

Wenn es heisen würde: Das Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets einwandfrei und gab keinen Anlass zu einem Tadel, wäre das eine eins.

Herr XY scheidet auf eigenen Wunsch zum tt.mm.jjjj aus unserer Firma aus.
Wir wünschen Herrn XY für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.
Datum, Unterschrift.

Selbst hier wäre der Grund eine nette Sache, so nach dem Motto: Na, ja im Grunde sind wir froh den Kerl loszuwerden.

Tut mir leid, so liest man so ein Zeugnis, zumindest so habe ich es mal gelernt.
Gruß, von einem der nicht alle Zeugnisse vorlegt. :)
 
AW: Arbeitszeugnis

Wenn es heisen würde: Das Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets einwandfrei und gab keinen Anlass zu einem Tadel, wäre das eine eins.
Hallöchen,

bist du dir dessen sicher? :eek: Ich glaube nicht.
1. Ist deine Reihenfolge Kollegen<>Vorgesetzte schon mal negativ belegt und sollte genau anders herum, also wie im Zeugnis genannt werden.
2. Warum sollten Begriffe wie Tadel überhaupt erwähnt werden, wenn es keinen Anlass dazu gibt?

Diesbezüglich bin ich also einer anderen Meinung.

Ansonsten würde ich das Zeugnis auch als etwas zu kurz geraten sehen und als "Durchschnitt" werten.

Gruß
Alexander
 
AW: Arbeitszeugnis


Herr XY war ein qualifizierter Mitarbeiter. Er erledigte alle ihm übertragenen Tätigkeiten gewissenhaft, selbständig und sicher. Mit seinen Leistungen waren wir stets voll zufrieden.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.


Ich meine hier könnte doch schon etwas mehr stehen. Falls Du Vorlagen für ein Arbeitszeugnis hast, so kannst Du auch selber eins schreiben. Dann halt einfach Deinem Vorgesetzten vorlegen und wenn er sein OK zu dem Zeugnis gibt, so kann er dies einfach unterschreiben. Klar, man sollte das Arbeitszeugnis nicht zu voll packen, aber zwei bis drei Sätze mehr könnten hier nicht schaden.

Gruß
Latte
 
AW: Arbeitszeugnis

moinmoin,
also, ich finde das Zeugnis nicht schlecht.
Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.
ist auf jeden Fall ne gute Beurteilung. Eben genau weil die Reihenfolge erst Scheff, dann Mokel eingehalten wird.

ist doch ne "2". Die "1" wäre stets zur vollsten.
scheidet auf eigenen Wunsch zum tt.mm.jjjj aus unserer Firma aus.
Wir wünschen Herrn XY für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.
Das sehe ich allerdings auch kritisch. Einerseits steht, dass er auf eigenen Wunsch ausscheidet, also schon mal nicht entlassen. Andererseits wird ihm nicht "weiterhin viel Erfolg" sondern "für den weiteren Weg alles Gute" gewünscht. Das kann schon ein Arschtritt vom Chef sein.

Hm...so richtig klarer ist es jetzt auch nicht, oder? Immer blöde, son Zeugnis zu deuten.
 
AW: Arbeitszeugnis

Also zur vollsten Zufriedenheit schreiben die bei uns grundsätzlich nicht, weil es das Wort vollsten eigentlich gar nicht gibt.

Das mit dem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute weiss ich nicht recht zu deuten denn wenn da stehen würde ... weiteren Berufs- und Lebensweg viel Erfolg würde das ja heissen (den er bei uns nicht hatte) aber so? Halt n bissle komisch!

Was mich aber noch stutzig macht ist die Anfangspassage:
Ich wurde ausgebildet, ich wurde übernommen die schreiben das alles passiv!
Wenn da stehen würde ich machte eine Ausbildung ect. würde sich das doch besser anhören was meint ihr dazu?
 
AW: Arbeitszeugnis

Also ich kann mich Flachkoepper nur anschließen. Die Deutung von Arbeitszeugnissen ist so eine Sache. Wo die einen meinen, dass es eine 2 ist, meinen andere es wäre eine 3. Jede Firma formuliert Zeugnisse etwas anders. Daher gibt es ja auch Vorlagen.

Mein Arbeitszeugnis wurde auch nicht nach Vorlagen formuliert. Ich habe es damals von zwei Leuten mal prüfen lassen. Der eine meinte, es wäre eine 2+, der andere eine 2-. Etwas Schwankung wird wohl immer drin sein.

Gruß
Latte
 
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Kleiner Tip von mir!

Geh in Deine zuständige Kammer oder ans Arbeitsgericht (keinen Schock bekommen, die beraten auch kostenlos!) und laß Dir dort Dein Zeugnis "übersetzen"
 
M

Motormensch

Gast
AW: Arbeitszeugnis

bist du dir dessen sicher? :eek: Ich glaube nicht.
1. Ist deine Reihenfolge Kollegen<>Vorgesetzte schon mal negativ belegt und sollte genau anders herum, also wie im Zeugnis genannt werden.
2. Warum sollten Begriffe wie Tadel überhaupt erwähnt werden, wenn es keinen Anlass dazu gibt?
Zu Punkt 1.
Ja du hast Recht, da habe ich mich vertan und nicht an die Reihenfolge gedacht.
Zu Punkt 2. Das ist so eine Sache, der eine Arbeitgeber schreibt es rein, der andere nicht. Es gibt ja auch keine 100%tige Lösung, so ein Zeugnis zu deuten.



Also zur vollsten Zufriedenheit schreiben die bei uns grundsätzlich nicht, weil es das Wort vollsten eigentlich gar nicht gibt.
Voll, voller am vollsten, so bin ich wenn ich feiere. :) :)
Also das Wort gibt es, zumindest mal da. :)

Aber es ist wie ich oben schon mal schrieb, keine 100%tige Lösung.
Wie soll ich aber ein Zeugnis vergleichen, wenn der eine Arbeitgeber schreibt:
Zu unserer vollen Zufriedenheit und der andere zu unserer vollsten Zufriedenheit.
Ich persönlich würde es als eine 2 bzw. eine 1 lesen.
Aber wo liegt wirklich da der große Unterschied.

Wenn es mal heist: Er bemühte sich die Ihm übertragenen Arbeiten auszuführen, dann würde ich so ein Zeugnis besser nicht beim nächsten Bewerbungsgespräch vorzulegen.

Was mich aber noch stutzig macht ist die Anfangspassage:
Ich wurde ausgebildet, ich wurde übernommen die schreiben das alles passiv!
Wenn da stehen würde ich machte eine Ausbildung ect. würde sich das doch besser anhören was meint ihr dazu?
Das würde ich nicht unbedingt als negativ sehen, aber wie schon geschrieben, jeder liest es auch etwas anders.

Das mit dem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute weiss ich nicht recht zu deuten denn wenn da stehen würde ... weiteren Berufs- und Lebensweg viel Erfolg würde das ja heissen (den er bei uns nicht hatte) aber so? Halt n bissle komisch!
Der Schlusssatz ist meines Wissens nicht genau festgelegt.
Festgelegt ist jedoch, dass ein Schlusssatz sein muss, denn wenn der fehlt, heist das: Wir sind froh dass der endlich weg ist.

Lies Dir mal die Bestimmungen durch die ein Arbeitszeugnis zu erfüllen hat:
Der Arbeitnehmer darf nicht in seinem weiterkommen Behindert werden.
Das Zeugnis muss der Wahrheit entsprechen.
Mal ehrlich: Wie soll man das hinbekommen, dass es jeder auch versteht??
 
AW: Arbeitszeugnis

Hallo
Ich habe jetzt kürzlich auch ein Arbeitszeugnis bekommen und wollte fragen was ihr davon haltet:

"Herr XXX geboren am XXX, arbeitet sied XXX in unserem Unternehmen.
In der zeit von XXX bis XXX absolvierte Herr in unserem Unternehmen eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. Hierüber liegt ein gesondetes Zeugnis vor.

Im anschluss an seine Ausbildung haben wir herr an die Abteilunge XX als XX übernommen.

Zu seinen Aufgaben im XXX gehörte ...

Herr ist ein engagierter und motivierter Mitarbeiter, der über gute Fachkentnisse verfügt. Er zeichnet sich durch eine gewissenhafte und rationelle Abreitsweise aus. In schwierigen Situationen zeigte er Belastbarkeit.

Die ihm übertragenen Aufgaben führt Herr stets plichtbewusst umd immer zu unserer vollen Zufridenheit durch.

Sein persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern ist stets korrekt.

Dieses Zwischenzeugnis wurde auf wunsch von Herr ertsellt, da er in einem innerbetrieblichen Qualifizierungsprogramm wechselt.

Wir danken herr für die bisgerige Zusammenarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen Weg in unserem Hause sowie für seine Weiterbildung viel Erfolg und alles Gute und hoffeb auf weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.

Unterschrift datum.."

Ich mache eine weiterbildung zum Technischen fachwirt und wurde im Betrieb versetz in den Bereich Vertrieb/Projektmanagement, deshalb wollte ich von der zeit vorher ein Zeugnis, da bei uns leider KEINE bewertungsgespräche oder ähnliches gibt.
Was haltet ihr von diesem Zeugnis? ICh glaub schlecht ist es nicht aber an paar sachen war ich nicht so toll oder?

Danke schon mal für eure Meinungen und euer wissen :-)

Gruß Tobi
 
AW: Arbeitszeugnis

Hallo Tobi,

also ich persönlich würde das Zeugnis insgesamt als "befriedigend = 3" bewerten. Manche Ausdrücke dabei drücken eine "2" aus, andere wiederum eher eine "4".... :|

Schönen Tag noch,
Alexander
 
AW: Arbeitszeugnis

Hallo Alexander,

Danke für deine schnelle antwort.
kannst du mir genau sagen weche passagen du für eine 4 oder 3 hälts? Ich finds eh doof, nie etwas von seinem Vorgesetzten etwas zu hören wie man ist, gut oder schlecht und dann so n Zeugnis bekommt... (wir haben 500 Arbeiter) Kann ja auch nicht super ausfallen wen ich nicht weiß was ich hätte besser machen können...

auch noch n schönen Tag
Tobi
 
AW: Arbeitszeugnis

Also,
ich würde das Zeugnis mit einer glatten 2 bewerten.
Sämtliche Aussagen deuten auf einen guten Facharbeiter hin, bei dessen Führung keine Schwierigkeiten auftraten und der auch wenns mal eng wird gut arbeitet.

Man zeigt auch, dass man die geleistete Arbeit zu schätzen weis und möchte den Arbeitnehmer sehr gerne weiterhin in den eigenen Reihen haben.

Was negatives sehe ich hier nicht.
 
AW: Arbeitszeugnis

Hallo,

da es sich hierbei um eine innerbetriebliche Versetzung handelt, muss man das Zeugnis etwas anders werten. In diesen Fällen wird häufig auf übertriebene Wortwahl verzichtet. Zumal die Versetzung stattgefunden und die Qualifizierungsmaßnahme gestartet hat.
Ich würd es als "gutes" Zeugnis werten.


MfG
 
AW: Arbeitszeugnis


Herr XY, geboren am tt.mm.jjjj in Hinterdupfingen, wurde in der Zeit vom tt.mm.jjjj bis tt.mm.jjjj in unserer Firma zum Elektroniker ausgebildet.

Im Anschluss an seine Ausbildung übernahmen wir Herrn XY ab dem tt.mm.jjjj als Facharbeiter in die Abteilung Entwicklung in ein bis tt.mm.jjjj befristetes Arbeitsverhältnis.



Hast Du eigentlich ein seperates Ausbildungszeugnis bekommen. Jeder Auszubildende hat daruaf einen Anspruch nach Beendigung der Ausbildung, auch wenn man übernommen wird.

Harry
 

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