Anschlussplan und FUP für SPS

Dieses Thema im Forum "Steuerungs- und Regelungstechnik, SPS" wurde erstellt von An0a, 13 Nov. 2017.

  1. Motorlauf Lampen.jpg
    Guten Morgen,

    ich habe eine Aufgabe bei der ich die Problemstellung soweit verstehe. Mein Problem ist, dass ich die Erstellung eines Anschlussplan's + FUP's daraus nicht hinbekomme.

    Ich weiß nicht ob die Lösung stimmt, ich kann jedoch bei 1.1 nicht nachvollziehen wieso dieser Anschlussplan meine Problemstellung nachbildet. Also die Sensoren S1 und S2 sind mit Schließern realisiert, die jeweils an einen Eingang gehen. (E1 und E2)

    Muss man noch die Spannungsversorgung mit +U und -U kenntlich machen?
    Den Rest verstehe ich nicht wirklich L1 und die Ausgänge A1 und A2, dann X und Y an A2 mit einem Abgang N? Das müsste doch jeweils eine Lampe an den Ausgängen A1 und A2 geben?

    Mit FlipFlop's hatte ich auch noch nie zutun, habe es mir soweit angeschaut, bei der Beschaltung habe ich jedoch auch noch Probleme.

    Falls sich eine helfende Seele findet, die sich meine Probleme antun würde und dadurch mein Selbstwertgefühl ein wenig steigern, dann würde ich mich äußerst freuen.

    Viele Grüße,

    Anna
     
  2. Deine Schaltung funktioniert so nicht!
    Die Abfrage muß mit Flankenauswertung erfolgen.

    Also
    PF S1
    UN S2
    =M1

    PF S2
    UN S1
    =M2

    Mit den Merkern wird je eine Ausschaltverzögerung von ca. 1s angestoßen. So lange die AV dann aktiv ist, leuchtet die jeweilige Lampe. Kommt 1s lang kein neuer Impuls steht der Antrieb. Du kannst auch den Merker weglassen und direkt die AV anstoßen.
     
  3. Hey. Danke für deine Antwort.
    Ich bin eine absolute Anfängerin, daher entschuldige schon von vornherein für die blöden Fragen.
    Zuerst vielleicht zum Anschlussplan. Der ist doch erstmal falsch mit den Lampen. Es muss jeweils eine Lampe am Ausgang? Muss man zudem L1, also die Spannungsversorgung, N (ist ja der Neutralleiter?), sowie (+U und -U bzw. ich habe noch oft gesehen +n und -n an den Stellen für die Spannungs- bzw. Stromversorgung einzeichnen? Ist das so üblich?

    Das sagt mir leider nichts :( Wie ist das gemeint?

    Viele Grüße,

    Anna
     
    #3 An0a, 13 Nov. 2017
    Zuletzt bearbeitet: 13 Nov. 2017
  4. PF=positive Flanke
    UN=Und Nicht
    Im FUP müsste ich es erst zeichnen!
     
  5. Hey,
    danke für die Aufklärung der Abkürzung. Ich weiß jedoch nicht so recht was du mit der positiven Flankensteuerung meinst und wieso diese zwingend notwendig ist.

    Danke und viele Grüße,

    Anna
     
  6. Die Auswertung auf positive Flanke erfolgt beim Signalwechsel von 0 auf 1.
     
  7. Ich weiß nicht wie ich diese Information aufwerten soll. Ich habe überlegt und kann es irgendwie nicht einfügen. Ich meine der Wechsel von 0 auf 1 findet ja nur statt wenn wir von rechtslauf auf linkslauf wechseln oder von linkslauf auf rechtslauf?

    Danke und Grüße.

    Anna
     
  8. Die Scheibe rotiert ständig, wenn sich der Motor dreht. Dreht der Motor links wird zuerst S1 ausgelöst. Wertet man diese Flanke aus und fragt dabei S2 ab ergibt sich Linkslauf. Dreht der Motor rechts wird zuerst S2 bedeckt. Also fragt man S1 auf steigende Flanke ab und wertet S2 in dem Moment aus ob 0 o. 1 -Signal anliegen. Je nachdem wird M1 o. M2 für genau einen Zyklus aktiv. Dieser Merker stößt dann eine Ausschaltverzögerung an, die den Impuls für die eingestellte Zeit verlängert. Solange der Motor sich in die gleiche Richtung dreht, wird die Ausschaltverzögerung immer wieder neu gestartet und die entsprechende Lampe für die Drehrichtung leuchtet. Dreht der Motor sich nicht mehr, kommt kein neuer Impuls und die Lampe geht nach Ablauf der Verzögerung aus.
     
  9. Guten Morgen motmonti,

    Ja das stimmt.
    Du meinst das richtig, aber hast S1 und S2 vertauscht. Oder ich habe einen Denkfehler.

    Aber wir müssen auch schon davon ausgehen, dass wenn das System eingeschaltet wird, der Sensor S1 oder S2 nicht schon zufällig S1 oder S2 aktiviert ist und eine Lampe zum Leuchten bringt, weil es dann rechtslauf und linkslauf vertauscht.

    Ich verstehe was du meinst, aber ich kann es nicht wirklich auf ein FUP übertragen. Das System muss schon dynamisch arbeiten, je nachdem mit welcher Frequenz der Motor dreht. Aber wie soll ich den Funktionsplan aufbauen? Ich bekomme das nicht hin.

    Danke für deine Antwort,

    Grüße

    Anna
     
  10. Zitat
    Du meinst das richtig, aber hast S1 und S2 vertauscht. Oder ich habe einen Denkfehler.

    Als Maschinenbauer betrachte ich den Motor von der Arbeitswelle her und der Geber ist für mich hinten. Aber das nur am Rande, sagen wir die Schweibe dreht sich und dann hast du mit der Reihenfolge recht!
    Im Anhang mal ein FUP für eine S7-200 Steuerung. Die AV ist auf 1000ms (1s) eingestellt. Diese Zeit kann man verkürzen, wenn man die Drehzahl kennt und somit den max. Zeitabstand zwischen zwei Impulsen.
     

    Anhänge:

  11. Okay das kann man natürlich auch so sehen. Ich wollte mich an die Aufgabenstellung. Aber klar kann man so machen.

    Vielen Dank. Das Problem ist, dass ich einfach nicht viel daraus verstehe. Zudem weiß ich nicht wie meine Lösung gemeint ist. Bei deinem Netzwerk 1 und 2 handelt es sich ja einfach um ein UND-Gatter mit den Eingängen S1 und S2^not sowie S1^not und S2?

    Danke,

    Viele Grüße

    Anna
     
  12. Zitat
    Das Problem ist, dass ich einfach nicht viel daraus verstehe.

    Ich kann dir hier aber keine Grundausbildung im Programmieren einer SPS liefern. Der FUP ist doch ganz klar!?
    Das P ist die Flankenauswertung und danach kommt die Abfrage von S2 zum Zeitpunkt der Flanke an S1. Daraus resultier die Drehrichtung. Die Ausschaltverzögerung verlängert das Signal , damit die entsprechende Lampe so lange leuchtet, wie sich der Motor dreht.
     
  13. Das ist auch nicht nötig.
    Nun der Fup ist leider nicht klar, ich bin Anfängerin und ich kenne die ganzen Symboliken, Abkürzungen/Variablen und die sich ändernden Notationen nicht und weiß dann halt nicht was wofür steht.

    Was müsste ich denn in meiner "Lösung" tun, damit der Funktionsplan richtig ist?

    Danke,

    Viele Grüße

    Anna
     
  14. Hallo,

    ich habe einen Fehler in meinem Startbeitrag entdeckt. Bis auf die Negierung des Eingangs M1 im untersten UND-Gatter stimmt alles. Den ersten Teil habe ich jetzt auch soweit verstanden.

    Bei Rechtslauf springt zuerst S1 und führt "1"-Signal und S2 entsprechend "0"-Signal. Liegt Linkslauf vor führt der Eingang S1 ein "0"-Signal und S1 ein "1"-Signal. Diese Signalkombination setzt den Drehrichtungsmerker M1 zurück.

    Ich halte fest: M1 führt also "1"Signal bei Rechtslauf und "0"Signal bei Linkslauf.
    Damit wäre eigentlich das Problem gelöst. Jedoch wenn sie die Welle so schnell dreht, dass S1 und S2 zeitlich nacheinander erfasst werden und beide dabei "1"-Signal führen kann man keine Drehsinnerfassung ausmachen. Jetzt steht ja noch in der Aufgabenstellung: Die Anzeige darf nur erfolgen, wenn sich die Motorwelle dreht. D.h. wir müssen noch erfassen, dass nichts angezeigt werden darf, wenn S1 und S2 "0"-Signal führen. Und da hänge ich gerade fest.

    Ich verstehe jetzt den unteren Funktionsplan nicht komplett. Wie werden jetzt genau aus den UND-Gattern die Lampen H1 und H2 am Ausgang angesteuert und die Bedingung die Anzeige darf nur erfolgen, wenn sich die Motorwelle dreht realisiert?

    Danke,

    Viele Grüße

    Anna
     
  15. Sorry, aber du hast es nicht verstanden, oder liest meine Erklärungen nicht durch!
    Bei einer Drehung gibt es bezogen auf S1 und S2 die Zustände 00, 10,11,01 und wieder 00. Du kannst bei deinem FUP negieren was du willst, es wird nie funktionieren, da die Signalzustände unabhängig von der Drehrichtung alle einmal je Umdrehung auftreten. Du kommst um die Flankenauswertung nicht herum, glaube es mir ganz einfach! Bei meinem Lösungsvorschlag ist es ganz gleich wo der Schaltnocken stehen bleibt und welcher Signalzustand dann gerade anliegt. Kommt innerhalb der ablaufenden Ausschaltverzögerung kein neues Signal, geht die Richtungsanzeige aus.
     
    Mapriex gefällt das.
  16. In deiner Lösung mischen der zweite M1 unten negiert werdende du schon gemerkt hast. Dann funktioniert das, aber so wird das normal nicht programmiert, da kein Stillstand erkannt wird.
     
  17. Leider ersteres.

    Ja und wenn wir 11 oder 00 haben, darf keine Lampe angehen.

    Aber die Schaltung arbeitet doch dynamisch? Sagen wir erst dreht rechtsherum, dann haben wir sich abwechselndes 101010101010 und solange es noch einmal dreht wird 10 ausgegeben und die Lampe leuchtet. Wenn der Motor aber immer langsamer wird und iwann steht wird ja 00 ausgeben und es sollte nichts leuchten.

    Danke,

    Grüße
    Anna
     
  18. Ich hatte dir ja schon geschrieben, das diese Lösung funktioniert!

    In so weit muß ich meine Aussage zur Flankenauswertung zurücknehmen. Ich bin mir aber sicher das das so in der Praxis nicht programmiert wird!?

    Wenn du deine Schaltung so anpasst, funzt deine auch.
    Das Problem ist, das du das Thema nicht wirklich verstehst!? Es ist aber in der Lösung auch gut beschrieben. Die Signalfolge die du bei einer Drehung beschrieben hast, zeigt aber nur einen Sensor. Bei zwei Sensoren get das 00,10,11,01,00,10,11,01,00 usw.!
    Zum Thema Stillstand ist zu sagen das der nicht erkannt wird. Hat der sich der Motor einmal so weit gedreht, das S1 und S2 bedeckt waren, dan ist der entsprechende Ausgang gesetzt und die Lampe leuchtet, auch wenn sich der Motor nicht dreht. Erst eine Drehung in die Gegenrichtung würde einen Signalwechsel hervorrufen. Vielleicht kannst du damit bei deinem Lehrer punkten ?
     
  19. Bei dem ist punkten ziemlich parteiisch. Entspricht es seiner Lösung - dann ist alles gut. Entspricht es nicht - dann ist es persönliches Pech. Kurz vor der Rente sind viele Dinge als gleichgültig anzusehen. (Ist meine Erfahrung)
    Ich verstehe die unterste Schaltung nicht. Also die beiden UND-Gatter mit Merker M1.

    Der Merker gibt doch einfach die Information die er hat an die zwei UND-Gatter, weiter?
    Aber wie macht er das. Ich verstehe nämlich nicht wie das UND-Gatter bestehend aus M1, E1.0 und E1.1 funktioniert.

    Wie wird aus den 3-Logik-Informationen eine Ausgangslogik generiert?
    Für diese Info wäre ich echt dankbar.
    Stimmt. Den Punkt habe ich glaube ich soweit verstanden. Der Merker M1 erkennt wann rechtslauf bzw. linkslauf ist und bringt dadurch die Lampen zum Leuchten. Wenn jedoch 00 anliegt wird der letzte Zustand immer noch angezeigt, obwohl der Motor sich nicht bewegen würde. (Durch den Setz- (s) und Rücksetzvorgang (r) wird ein Stillstand nicht erkannt, weil immer eine Lampe leuchtet)

    Danke und Grüße,
    Anna
     

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