Als KFZ-Mechatroniker zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker

Hallo miteinander, habe mich nun auch dazu entschlossen, hier im Forum anzumelden.

Ich bin 22 Jahre alt, seit 2 Jahren tätig als KFZ-Mechatroniker Geselle in der Nutzfahrzeugtechnik.
Da ich mich nicht bis zur Rente in der LKW Werkstatt kaputt knechten möchte, strebe ich es an die Weiterbildung zu machen.
Nun stellen sich natürlich viele Fragen für mich:

Habe ich starke Nachteile, weil ich keine Industriemechaniker/Werkzeugmechaniker Ausbildung absolviert habe?
In welchen Bereich könnte man nach der Weiterbildung arbeiten? Sollte kein 100% Büro Job sein, schraube/bastel selber einfach zu gerne.
Wie stehen die Chancen danach?
Ist es sinnvoll, die Weiterbildung zu starten, wenn ich aktuell noch gar nicht weiß, was ich später überhaupt wirklich arbeiten mag?

Würde mich über jegliche Hilfe von euch sehr freuen!

Lg
 
Habe ich starke Nachteile, weil ich keine Industriemechaniker/Werkzeugmechaniker Ausbildung absolviert habe?
Sofern die Kfz-Ausbildung und entsprechende Berufspraxis anerkannt werden, fallen mir keine Nachteile ein.
Von Nachteil ist vielmehr lückenhafte Erinnerung an schulische Lerninhalte - aber das wird ja alles wiederholt.
Sollte kein 100% Büro Job sein, schraube/bastel selber einfach zu gerne.
Aus meiner reichhaltigen Lebenerfahrung heraus kann ich nur intensiv davon abraten, persönliche Vorlieben mit Hobbycharakter im beruflichen Umfeld umsetzen zu wollen.
Ein gutbezahlter Bürojob ermöglicht ausreichende pekuniäre Ausstattung und geregelte Freizeit, um sich im heimischen Hobbykeller auszutoben.
 
Warum dann nicht einfach "monetär"?
Das versteh sogar ich.
Aus meiner reichhaltigen Lebenerfahrung heraus kann ich nur intensiv davon abraten, persönliche Vorlieben mit Hobbycharakter im beruflichen Umfeld umsetzen zu wollen.
Ansich sollte man sich schon dafür interessieren.
40 Jahre und mehr bis zur Rente was zu machen, wo man jeden Tag mit einer gezogenen Fress zur Arbeit geht ist sicher nicht erstrebenswert.
Grundsätzlich stimme ich dir im Bezug zum TE aber zu.
An der Arbeit möchte ich mich jedenfalls nicht körperlich verausgaben und dafür -überschaubares- Geld bekommen und mir auf Dauer die Gesundheit ruinieren.
Im Zweifel ist ein Bürojob immer vorzuziehen, vorallem mit zunehmendem Alter.
 
Hallo,
ich (23) bin auch gelernter KFZ - Mechatroniker, mache zurzeit den Maschinenbautechniker (4tes Semester). Ich kann dir sagen das man als KFZ´ler ein paar Nachteile hat, allerdings sind das Sachen in die man sich einfach rein arbeiten muss, wie z.B. Technische Mechanik und Technisches Zeichnen (CAD). Man hat allerdings auch in anderen Fächern wiederum Vorteile, da man z.B. weiß wie ein Stromlaufplan oder Pneumatik Schaltplan funktioniert und den auch lesen kann... Ich kann es dir nur empfehlen den Techniker zu machen, da man einfach viel bessere Chancen im Berufsleben hat.
 
Davon hat ein Industriemechaniker, Zerspaner, techn. Zeichenr etc. auch keine Ahnung...
Die Basics der Metaller sind eben nicht da.
Das wird aber sowieso alles nochmal gemacht.
Grundsätzlich gibt es keinen Grund, warum ein KFZ'ler nicht auch einen guten Maschinenbau-Techniker hinlegen könnte.
Ich muss dir da leider was die technischen Zeichnungen angeht widersprechen. Also in meiner Klasse sind einigr Zerspaner und Industriemechaniker die wesentlich besser sind in dem Fach als wir KFZler, allerdings stimm ich dir zu das es dennoch kein Hindernis sein soll. Solange man es wirklich will, packt man das auch ohne Probleme!
 
Ich bin auch gelernter KFZler und werde im Sommer meine Ausbildung zum Automatisierungstechniker nach 4 Jahren endlich abschließen.
Klar gibt es Fächer, in denen die Mechatroniker Grundwissen besitzen, was uns fehlt. Das ist nichts, was man nicht lernen kann. Ich und 3 andere KFZler sind in die Ausbildung gestartet und alle haben es ohne Vorwissen bis ins 4 Jahr geschafft.
 
Ich bin auch gelernter KFZler und werde im Sommer meine Ausbildung zum Automatisierungstechniker nach 4 Jahren endlich abschließen.
Klar gibt es Fächer, in denen die Mechatroniker Grundwissen besitzen, was uns fehlt. Das ist nichts, was man nicht lernen kann. Ich und 3 andere KFZler sind in die Ausbildung gestartet und alle haben es ohne Vorwissen bis ins 4 Jahr geschafft.
Eben, man kann das alles lernen. Je nach Fachrichtung gibt es natürlich spezifische Fächer wo man sich etwas mehr reinknien muss, ansonsten ist das Niveau aber eher unter dem Abitur anzusetzen.
 
ansonsten ist das Niveau aber eher unter dem Abitur anzusetzen.
Man darf nicht vergessen, dass teils auch etwas ältere Leute die Sache erfolgreich absolvieren, die bereits jahrelang aus der Schule rauswaren und nicht unbedingt mehr als die mittl. Reife haben.
Ich bin sicher, da würden beim Abitur deutlich mehr Kandidaten scheitern.
Wenn man also die Fraktion rausnimmt, die nurmal gucken wollten, ob man hier 2/4 Jahre einfach absitzen kann um einen gut klingenden Titel zu bekommen, damit man hinter voll konkret den geilen Job kriegt und den dicken Schlitten holen kann, dann ist die Sache für den ernsthaften Interessent sicher kein Himmelfahrtskommando.
Einen wirklich guten Notenschnitt zu bekommen ist aber sicher nicht ganz ohne.
 
Man darf nicht vergessen, dass teils auch etwas ältere Leute die Sache erfolgreich absolvieren, die bereits jahrelang aus der Schule rauswaren und nicht unbedingt mehr als die mittl. Reife haben.
Ich bin sicher, da würden beim Abitur deutlich mehr Kandidaten scheitern.
Wenn man also die Fraktion rausnimmt, die nurmal gucken wollten, ob man hier 2/4 Jahre einfach absitzen kann um einen gut klingenden Titel zu bekommen, damit man hinter voll konkret den geilen Job kriegt und den dicken Schlitten holen kann, dann ist die Sache für den ernsthaften Interessent sicher kein Himmelfahrtskommando.
Einen wirklich guten Notenschnitt zu bekommen ist aber sicher nicht ganz ohne.
Jo, kann man so stehen lassen. Ich selbst war nie ein Ass in Mathe. Immer so zwischen 2-3. Habe mich für die Prüfungen dann 3 Tage vorbereitet und bin auch da mit ner jeweils ner 2 rausgegangen, wenn ich mir dann aber die Abiturprüfungen anschaue, dann ist das schon ein anderer Schnack. Aber beim Techniker gehts ja jetzt nicht nur um die mathematische Theorie, sondern eher um die praxisnahen Fächer und da muss man dann halt etwas mehr Leistung bringen, wobei auch diese Prüfungen eigentlich immer gleich aufgebaut und daher auch definitiv zu packen sind.
 
nicht nur um die mathematische Theorie, sondern eher um die praxisnahen Fächer und da muss man dann halt etwas mehr Leistung bringen, wobei auch diese Prüfungen eigentlich immer gleich aufgebaut und daher auch definitiv zu packen sind.
Wie hoch ist der Lernaufwand bei einer Vollzeit Weiterbildung? Jeden Tag nach der Schule am Abend lernen oder genügt das teilweise nur und vor den Prüfungen dann wirklich nochmal arg?
Welchen Umfang hat eigentlich die Abschlussprüfung?
 
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