Ablauf DAA-Technikerkurs

Es hängt natürlich davon ab, ob du Prüfungen wiederholst (jede Prüfung (außer die staatlichen) kannst du bis zu zweimal wiederholen). Du könntest somit jede "vorgezogene Abschlussprüfung" (so heißt das beim DAA) bis zu dreimal schreiben.
Die aktuellen Gebühren findest Du auf der Website:

Du legst in Summe 18 "vorgezogene Abschlussprüfungen" + eine Projektwoche ab.
Monatsbeiträge kannst Du einsparen, wenn Du (aufgrund Vorbildung, etc.) direkt in das zweite Semester einsteigst.
Ansonsten fallen 7 Semester lang pro Monat 136 Euro an. 7 Semester x 6 Monate = 42 Monate * 136 Euro = 5.712 Euro
Da zu die 19 Prüfungen (18 Prüfungen + 1 Projektwoche) zu jeweils 60 Euro = 1.140 Euro
Und dann noch die Gebühren für die Staatliche Prüfung: 300 Euro

Summa summarum: 7.152 Euro, wenn du alles im ersten Rutsch ablegst (Angabe ohne Gewähr).

Ich habe eine Prüfung wiederholt, weil ich einmal einen schlechten Tag erwischt hatte und die Prüfung ein Schuss in den Ofen war.
Das DAA hatte vor 1-2 Jahren die Gebühren erhöht. Ich selbst bin in Summe irgendwo bei 6.600 Euro gelandet. Mein Lehrgang begann 2016, da galten noch die günstigeren Gebühren von 127 Euro pro Monat und ich zahlte 50 Euro pro Prüfung.
Nach Anmeldung garantiert dir das DAA aber gleichbleibende Gebühren über die gesamte Lehrgangsdauer!

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Edit: Ich startete meine Fortbildung 2016 / nicht 2014 | Tippfehler. Schande über mich :eek::ROFLMAO:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das DAA hatte vor 1-2 Jahren die Gebühren erhöht. Ich selbst bin in Summe irgendwo bei 6.600 Euro gelandet. Mein Lehrgang begann 2014, da galten noch die günstigeren Gebühren von 127 Euro pro Monat und ich zahlte 50 Euro pro Prüfung.
Nach Anmeldung garantiert dir das DAA aber gleichbleibende Gebühren über die gesamte Lehrgangsdauer!
Oha, da hatte ich echt noch Glück. Habe mich 2019 angemeldet und zahle noch die alten Gebühren. Wusste gar nicht dass die in der Zwischenzeit aufgeschlagen haben.
Wenn du dann im 5. Semester den AdA Schein mit machst (Ausbilderschein), dann kommen nochmals ca. 600€ dazu
 
Ihr helft mir echt super weiter! Danke dafür.
Eine Sache ist für mich noch undurchsichtig: nämlich Aufstiegsbafög.
"Ihre Fortbildung ist dem Staat etwas wert: Bis zu 75 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühr werden vom Staat übernommen:"
Die Förderung ist alters-, einkommens- und vermögensunabhängig.


Jetzt ist der Freibetrag für Vermögen aber gleichzeitig auf 45.000€ festgelegt, wo z.b. auch ein Auto reinzählt.

Wenn ich jetzt ein Vermögen über 45.000€ besitze, bekomme ich dann kein Bafög?
Steht mir Bafög zu, wenn ich über DAA die Schulung mache und nebenbei Vollzeit arbeite?

Ich meine, die staatliche Förderung ist schon interessant, selbst wenn nur 50% o.ä bezahlt werden.
 
@Timo95 - du wirfst hier Sachen durcheinander, bzw. gibst dir schon selbst die Antwort! Das Aufstiegs-BAFöG ist nicht einkommensabhängig. Nur das "normale" BAFöG unterliegt den "strengeren Vorgaben" zu Einkommen und Vermögen (u.U. auch der Eltern).

"Ihre Fortbildung ist dem Staat etwas wert: Bis zu 75 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühr werden vom Staat übernommen:"
Die Förderung ist alters-, einkommens- und vermögensunabhängig.

Schau mal hier: https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-aufstiegs-bafoeg-8942.html
Und hier gibt es auch einen Förderrechner: https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/...-sie-die-hoehe-vom-aufstiegs-bafoeg-1708.html

Ich habe den Rechner mit 5.712 Euro Lehrgangskosten und 1.440 Euro Prüfungsgebühren gefüttert und folgendes Ergebnis (ohne Gewähr) erhalten:
7.152 Euro Gesamtkosten | davon Zuschuss: 3.576 Euro.
 
Ich bin mir eigentlich sicher dass ich hier nichts verwechsle. Habe vor etwa einem halben Jahr schonmal bei der Info-Hotline angerufen und mir wurde dort genau dies erklärt. Deswegen sage ich ja, das ist teilweise sehr verwirrend! Ausgerechnet habe ich mir genau das selbe eben, danke trotzdem @RoH !


5. Kann Vermögen freigestellt werden?


Vermögen wird erst ab einem Betrag von 45.000 Euro angerechnet. Dieser Freibetrag erhöht sich bei Verheirateten und Verpartnerten, die nicht dauerhaft getrennt leben, um 2.300 Euro. Für jedes Kind erhöht er sich ebenfalls um 2.300 Euro. Das Vermögen eines Ehe-/Lebenspartners ist anrechnungsfrei. Dies gilt auch für eine angemessene eigengenutzte Immobilie und ein entsprechendes Auto. Zur Vermeidung unbilliger Härten kann zudem ein weiterer Teil des Vermögens anrechnungsfrei bleiben.

 
Nun hattest Du mich erst etwas verunsichert. Zwar ändert der Gesetzgeber gern mal etwas, aber hier dann doch nicht.
Ich kann soviel sagen, dass ich für meinen AFBG-Antrag kein Vermögen offen legen musste (besitze ein Haus + Auto + Motorrad, usw.).

Wichtig ist der erste Absatz, den ich von deiner verlinkten Website hier mal zitiere:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten unabhängig von ihrem Einkommen oder Vermögen einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung.

(*ab hier für dich nicht mehr zutreffend*) Bei Vollzeitmaßnahmen ist zudem ein Beitrag zum Lebensunterhalt möglich. Dieser ist jedoch abhängig vom Einkommen und Vermögen. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Da es sich beim DAA um keine Vollzeitmaßnahme handelt, trifft dies (der zweite Satz und die Vermögensoffenlegung) nicht auf dich zu.
 
Super Danke, dann glaube ich euch.
Gibt es denn über die DAA weniger Zuschuss als wenn man Vollzeit zur Schule geht ? Unabhängig vom Lebensunterhalt.

Ich habe grad gelesen, dass man mittlerweile auch anstelle der Präsenzveranstaltungen an Online-Unterricht teilnehmen kann. Zählt auch fürs BAFÖG.
Also mir gefällt der Aufbau der DAA wirklich gut, vermutlich bin ich ab Oktober dann dabei.
 
Online ist als Ersatz für die coronatechnisch ausgefallen Anwesenheitsseminare zu sehen. Eventuell könnte es sein, dass "nach Corona" man wieder zu reinen Anwesenheitsseminaren kommt.
 
Okay, würde ich schade finden. Eine Mischung aus beidem wäre gut.
Da ich z.b. öfter auf Montage bin ist es auch schwierig dann die Samstage vor Ort zu sein.
 
Ob sich die Förderungen zwischen Vollzeit und Nebenberuflich unterscheiden, kann ich nicht sagen. Da wird die Hotline des Bundesministeriums oder auch dein zuständiges Landratsamt am Besten Auskunft geben können.

Wie @RAiX schon richtig geschrieben hat, sind die Online-Seminare Corona geschuldet.
Die Projektwoche findet normal in Präsenz statt und es sind keine Hilfsmittel (außer Ausdrucke) erlaubt. Durch Corona musste ich meine Projektwoche online durchführen und wir waren (gezwungenermaßen) dementsprechend während der gesamten Prüfung online im Internet. Anders hätte man sich ja nicht in Adobe Connect einloggen können ;-)

Die Anwesenheit bei den Seminaren muss aktuell spätestens alle 30 Minuten durch Druck auf einen Button auf der Website des Technikums bestätigt werden. Dies ist eine Vorgabe vom BAFöG-Amt, dass das DAA nachweisen kann, dass der Teilnehmer während dem Seminar "durchgehend teilgenommen" hat. Zur erfolgreichen BAFöG-Förderung müssen ja mindestens 70% (glaube ich!) Anwesenheit nachgewiesen werden.

Wie alles in der Zeit nach Corona wird, wird sich zeigen. Ob das DAA dann zusätzlich Online-Seminare anbietet, oder wieder 100% auf Präsenz setzt... Ich denke, auch die Behörden reden da bisschen mit.
Eventuell geht es auch in die Richtung, dass man die Wahl hat, dass man einen Online-Fernlehrgang macht, oder einen Präsenzlehrgang? Online wird dann günstiger angeboten? Sind nur reinste Mutmaßungen! Aber ich glaube fast, dass alles wieder zu Präsenz zurückgehen wird.
 
Heute bei der online info Veranstaltung fuer den techn. Betriebswirt wurde gesagt, dass man wenn möglich immer Präsenz gegen ueber online vorziehen wird.
 
Sind das tendenziell nicht eher 650,- bis 700,- Euro?
Ich habe was von 83 Euro monatlich im Kopf (6 Monate) + 165 Euro Prüfungsgebühr bei der HWK Unterfranken.
Kann mich aber auch täuschen.

Habe gerade nachgeschaut: Sind 498€ DAA Gebühren und die HWK Prüfungsgebühr. Diese liegt für BaWü (HWK Karlsruhe) glaub auch irgendwo bei 150-160€. Also mit rund 650€ bist dabei :D
 
Hallo Timo95,

kann auch bestätigen, dass das Aufstiegsbafög vermögensunabhängig ist.
Hier noch eine Beispielrechnung wie es abläuft im Falle von berufsbegleitend:
42 Monate je 127€ = 5334€
Das ist die Fördersumme.
Davon bekommst du 40% als Zuschuss(geschenkt) von der NBank, also 2133,60€.
Die anderen 60% bekommst du als Darlehen von der Kfw Bank ausgezahlt, also 3200,40€.
Hier ist wichtig sich die Prüfungsgebühren auch fördern zu lassen. Ging bei mir nicht automatisch!
18 Prüfungen je 50€ = 900€
4 Staatliche = 300€
Summe = 1200€
Davon bekommst du dann 40% wieder als Zuschuss von der NBank, also 480€.
Die anderen 60% bekommst du als Darlehen von der Kfw Bank ausgezahlt, also 720€.

Das sind insgesammt 2613,60€ Zuschuss und 3920,40€ als Darlehen, was man zurückzahlen muss.
Da du aber den Techniker bestehen wirst ,stellst du einen Antrag auf Teilerlass des Darlehens.
Das sind nochmal ganze 50% von 3920,40€ die dir erlassen werden und auf das Konto Geschenk wandern.

Somit insgesamt 4573,80€ als Zuschuss erhalten und 1960,20€ die du nur noch zurückzahlen musst.

Am Ende jedes Jahres bekommst du einen Bescheid wie viel du beim DAA eingezahlt hast.
Diese Summe setzt du dann jährlich noch von der Steuer ab und freust dich, dein zu versteuerndes Einkommen weiter damit gesenkt zu haben =)

Achso und wiederholte Prüfungen werden nicht gefördert!
 
Bei den Prüfungen würde ich nicht sparsam sein. Ich habe mehrere Prüfungen wiederholt um meine Note zu verbessern. Sogar Mathe um aus 2 noch eine 1 zu machen.
3 der 4 Fächer die ich für die staatliche nächste Woche brauche habe ich noch im Januar geschrieben. Alles Wiederholungsprüfungen. So hatte ich die Themen noch im Gedächtnis und man tut sich leichter zum Lernen da die Themen nicht so weit zurückliegen. Außerdem hab ich eine extrem gute Grundlage was die Noten angeht. Auch wenn es natürlich mein Anspruch ist auch in der staatlichen eine gute Note zu bekommen, ist es auf der anderen Seite beruhigend, dass ich gar nicht mehr NICHT bestehen kann. Selbst wenn ich gar nichts hinschreiben würde.
 
@BreezeA na dann viel Erfolg nächste Woche!
Ich bin auch mit einer guten Basis rein und hatte somit vorher auch schon "de facto" bestanden. Es ging nur drum wie gut es werden würde.
Mein Ziel war, dass keine einzige vier im Zeugnis steht.

Bei Mikrocontroller hatte ich nahezu alles identisch wie ein Kollege. Er hatte eine 2, ich eine 3. Vermutlich beides relativ knappe Noten. Er knapp zur 3, ich knapp zur 2. Aber ich bin ehrlich: Ich hatte nicht die Muße, dass ich die Prüfung nachhole.
Ein anderer Kollege musste mit einer 5 in die staatliche gehen, weil durch corona der ursprüngliche Termin ersatzlos entfiehl und er nur den letzten Termin wahrnehmen konnte. Er ging dann nach dem Motto "friss oder stirb" 🙈
 
Übersprungen wird am Anfang, also wenn Grundsteine in Mathe und Physik gelegt werden. Auch Deutsch und Englisch gibt's am Anfang, die sind m. E. Nicht ganz wichtig.
 
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