220V - 380V Motor an 220V anschließen

Hallo zusammen!

Hätte da mal eine Frage an das Elektronische Fachpersonal hier!

Ich habe ein paar alte Tischlereimaschinen mit Kraftstromsteckern die ich gerne mit 220V betreiben möchte.
Leistung einmal 380W, einmal 1000W, also das dürfte erstmal kein Problem sein.

Die Geräte tragen die Aufschrift 220V / 380V, daher weiß ich nach einiger Recherche schon, das ich wohl keine Steinmetzschaltung brauche und das die Spulen wohl in Sternschaltung geschaltet sind. Und tatsächlich sind im Gerät 3 Spulen mit jeweils einem Leiter verbunden.

Nun die Frage, wo ich noch nicht durchblicke:
Kann ich die 3 Spulen nun parallel jeweils mit Phase und Nulleiter anschließen ?
Oder spielt es eine Rolle, daß die Spulen von ihrer (mechanischen) Anordnung um den Rotor jeweils um 120° versetzt sind?
Naive Frage...tut mit Leid, bin nicht vom Fach...



Über Nachrichten würde ich mich freuen!

Lg Chris und danke im vorraus!
 
M

Mott1309

Gast
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Kann ich die 3 Spulen nun parallel jeweils mit Phase und Nulleiter anschließen ?
Nein, Du kannst die Spulen nicht einfach parallel mit Phase und Nullleiter anschließen. Die 230 V, die auf dem Typenschild stehen, beziehen sich auf die maximale Spulenspannung, und gibt die Spannung an, die zwischen 2 Außenleitern (Phasen) herrschen darf, wenn man den Motor im Dreieck schalten möchte. Bei der Sternschaltung hängen die Spulen nicht direkt direkt an 2 Außenleitern, so dass hier 400 V zwischen 2 Außenleitern anliegen dürfen

Oder spielt es eine Rolle, daß die Spulen von ihrer (mechanischen) Anordnung um den Rotor jeweils um 120° versetzt sind?
Fast! Es geht weniger um die mechanische Anordnung, als vielmehr darum, dass die Sinuskurven der 3 Außenleiter um 120° versetzt sind. Dadurch wird ein drehendes Magnetfeld erzeugt, das wiederum den Motor zum Drehen bringt.

Du wirst leider nicht auf die Steinmetzschaltung verzichten können. Über den Kondensator wird eine Phasenverschiebung erzeugt, die so ähnlich wirkt, als hättest Du versetzte Außenleiter. Deine Maschinen werden in der Steinmetzschaltung allerdings weniger Leistung haben.
 
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Hallo,

Steinmetzschaltung hab ich auch mal probiert... und mir dann einen kleinen Frequenzumrichter gekauft. Das ist zwar eine mittlere Investition, aber man kann damit sehr bequem arbeiten.

Grüßle
Niwi
 
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Steinmetzschaltung hab ich auch mal probiert... und mir dann einen kleinen Frequenzumrichter gekauft. Das ist zwar eine mittlere Investition, aber man kann damit sehr bequem arbeiten.
In welchem Drehzahlbereich kannst Du da praktisch arbeiten, Niwi?

@denkmalstadt
Der Nachteil der Steinmetzschaltung ist, dass das Drehmoment auf 1/3 des Motor-Nennmomentes begrenzt wird. Um die gleiche Leistung zu erreichen, muss man einen größeren Motor einsetzen, was mehr kostet und mehr Platz beansprucht. Zudem ist der Wirkungsgrad mit ca. 70% ziemlich gering.
Taugt nicht viel für Werkzeugmaschinen. Falls Du es doch verwenden willst, musst Du am Klemmbrett des Motors auf Dreieck umschalten und benötigst einen Kondensator von ca. 70µF/kW
 
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Hallo Isabell,

Ich habe mir damals (vor 10 ca. Jahren) einen 1,5 kW Umrichter Typ FUS soundso (weiß ich grad nicht mehr) um ca. 800 DM von der Firma Peter gekauft, da in meinem damaligen Haus nur ein 230V-Einphasennetz vorhanden war. Man könnte mit dem Umrichter bis 400 Hz fahren, doch aus verständlichen Gründen habe ich nur die voreingestellten 50 Hz als Maximalfrequenz verwendet.
Man kann die Drehzahl von 0 bis zur max. Drehzahl einstellen, Stromanhebung bei kleinen Drehzahlen (wenns der Motor verkraftet) usw. ... aber was erzähle ich dir, du weißt das doch sowieso (wenn ich deine wirklich kompetenten Beitrage so anschaue;))

Grüßle
Niwi
 
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