Techniker oder Ingenieur – lohnt sich ein langes Studium?

Der eine hütet sein akkurat gerahmtes Diplom, andere haben sich die entscheidenden Kniffe womöglich gar selbst beigebracht und packen einfach zu. Den Techniker unterscheidet vom Ingenieur in erster Linie die Beschäftigungslage.

Ein leerer Bauch studiert nicht gern

Und damit sieht es manchmal düster aus. Es soll ja Absolventen geben, die in ihrem mühsam erarbeiteten Berufsfeld auf Dauer keine Arbeit finden. Stattdessen entscheiden sie sich für eine fachbezogene Dozenten-Tätigkeit oder Ähnliches. Manchmal reparieren sie lediglich mit der nötigen Hingabe den heimischen Backofen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden – doch hätten sie sich den steinigen Weg der Vorbereitung nicht ersparen können? Wer ein Studium als Ingenieur anstrebt, der will gleich hoch hinaus und landet oft genug in einer öden Ebene.

Vor allem auf die eigene Expertise vertrauen

Wer dagegen zum Techniker geboren ist, langt einfach hin, wenn es not tut. Er hat die Grundausbildung bereits absolviert, bevor er Auto fahren darf. An sein privates Wunderwerk der Technik lässt er im Prinzip niemanden heran. Undenkbar wäre, es bei der Werkstatt vorzuführen – höchstens, um den kollegialen Austausch zu pflegen und sich vielleicht ein Spezialgerät kurzfristig auszuborgen. All die schöne Theorie nützt nur wenig, wenn sie sich nicht in praktikable Resultate überführen lässt oder einem keine Gelegenheit dazu gegeben wird.

Selbst sind Mann und Frau bei der Gestaltung ihrer Zukunft

Einer, der schlau ist, bildet seine Fähigkeiten aus, sobald sich eine Chance dafür bietet. Er holt Grundlegendes nach, wenn der Bedarf dafür entsteht, anstatt sich von vornherein mit Wissen zu überfrachten, das ihm nur bedingt nützlich sein kann. Folgen Sie immer Ihrem eigenen Weg. Lassen Sie sich nichts vorschreiben, das Sie nur davon abhält und Ihnen einen unvorhergesehenen Aufenthalt beschert. Sie müssen sich die Bausteine Ihrer Existenz schon selbst zusammensuchen, wenn Sie damit glücklich werden wollen. Möglichkeiten dafür gibt es viele.

Nicht immer nur vor sich hinbasteln

Andererseits besteht die Gefahr, dass man sich an Umsetzbarem ausgerichtet zeitlebens mit Halbwahrheiten abgibt und niemals so recht zum Kern der Sache vorstößt. Das Ingenieursstudium kann einem sehr schmackhaft gemacht werden; allein der Mut, eine solche schwierige Aufgabe bewältigen zu wollen, verlangt ja schon Respekt. Klar, in der Schule waren Chemie und Physik die Lieblingsfächer. Doch soll man sich deswegen für einen Studiengang der Naturwissenschaften einschreiben? Es geht doch immer um

  • Orientierung
  • Verwertbarkeit und
  • Motivation

Unter Umständen wäre es besser, sogleich für Medieninformatik zu optieren. Da winkt dann auch ein schöner Titel, der allseits anerkannt wird.

Allein den Grundstein zu legen fällt schon schwer

Doch es ist noch lange nicht dasselbe, welche Hochschule man dafür wählt. Manche überbieten sich förmlich mit Verlockungen, doch die eine oder andere davon könnte sehr abgelegen sein. Scheuen Sie sich keinesfalls davor, theoretisches Büffeln mit praktischen Übungen zu verbinden. Unter Umständen bleiben sie beim zweiten oder dritten Versuch bereits derart auf der Strecke, dass Sie sich um Ihre Zukunft keine Sorgen mehr machen müssen. Es kommt doch darauf an, mit seinem Pfund zu wuchern. Und wenn man einen Arbeitgeber unmittelbar vor Ort von der bisher erworbenen Kompetenz überzeugen kann, dann braucht man sich Jahre später nicht mehr bei ihm um eine gut dotierte Stelle zu bewerben.

Ausprobieren statt langem Grübeln

Das Vertagen verkrustet, Probleme müssen gelöst werden und sind nicht auf die lange Bank zu schieben. Wer erst einmal literarische Quellen konsultieren muss, um die effektivste Vorgehensweise herauszufiltern, der sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Versierte Techniker gestatten sich ab und zu verstohlen einen treffsicheren Blick ins Handbuch. Vor geprüften Ingenieuren dagegen hat man schon deshalb Achtung, weil sie es sich weiß Gott nicht leicht gemacht haben auf ihrem langwierigen Ausbildungsweg. Wenn sie aber Heizungen einbauen statt der gewagten Brückenkonstruktion zu frönen, dann muss doch etwas schief gelaufen sein.

Die Image-Frage ist nicht pauschal zu beantworten

Damit soll nicht unterstellt werden, dass gegen fundierte Kenntnisse etwas einzuwenden wäre. Doch wenn man ständig unter seinem Niveau gefordert wird, fördert das die Kreativität der Arbeit nicht. Dummerweise hat der Nimbus des Technikers an sich in letzter Zeit etwas von seinem Glanz eingebüßt, sofern man Quellen Glauben schenken darf, die sich dazu berufen fühlen. Es liegt vielleicht auch daran, dass manch einer zu schnell Ergebnisse erzielen wollte. So geht es freilich nicht – man darf sich nicht mehr zutrauen, als man auch zu leisten imstande ist, doch ein allzu komplizierter Blick auf einfache Dinge verstört.

Immer die Maßstäbe wahren und sich nicht überheben

Es würde doch niemand ein hoch angesehenes Architekturbüro beauftragen, nur weil die Wand im Keller feucht ist, obwohl das durchaus angeraten sein kann. Seinen Wirkungsbereich beständig auszubauen heißt auch, immer nur das in Angriff zu nehmen, was auch sicher zu bewältigen ist. Und dabei überschätzen sich gerade jene, die eine umfangreiche Organisation aufrechterhalten müssen, eher als die, deren Wachstum sich organisch nährt. Lassen Sie den Ingenieur einen Ingenieur sein, wenn Sie sich als Techniker behaupten wollen. Schauen Sie sich hin und wieder Nützliches von ihm ab und freuen Sie sich insgeheim, wenn Sie ihm mal etwas vormachen können.

Weitergehende Bildung bei Bedarf

Nicht immer kommt es darauf an, die Nase möglichst hoch zu tragen, mancher gibt sich vollkommen damit zufrieden, sein Auskommen zu haben. Und sollte es einem auf Dauer langweilig dabei werden und man gehäuft auf Fragen stoßen, die einer systematischen Klärung bedürfen, dann kann man sich doch auch immer noch weiterbilden. Das fällt jedoch von einer gesicherten Position aus leichter als ausgehungert, akademische Ehren machen nur vorübergehend satt. Demgegenüber muss man sich Aufgaben stellen, die einen fordern. Das bringt mehr als lange im Voraus für etwas gerüstet zu sein, das wahrscheinlich niemals eintritt. Man kann natürlich auch unbändige Freude am Rätseln entwickeln, was durchaus weiterhelfen kann, doch den Magen füllt es nicht. Dosieren Sie Ihren Wissensfundus gut, und führen Sie sich auch vor Augen, dass man schnell vergisst, was sich nicht anwenden lässt.
Stellen Sie Ihren Lehrplan eigenhändig zusammen, wenn Sie überlegen, ob Sie als Techniker oder eher als Ingenieur Ihre künftige Laufbahn absolvieren wollen.

9 Kommentare:

masls am 19.11.2018 um 17:11 Uhr
Was genau soll die Kernaussage des Beitrags sein?
Sorry, so viel komische, sinnnlos aneinander gereihte Sätze habe ich selten gelesen.

Die Eingangsfrage wird übrigens auch nicht beantwortet.
EDonath am 21.11.2018 um 12:11 Uhr
Mein Standpunkt ist folgender: studieren lohnt sich, allerdings sollte man die notwendige Disziplin und das Potential dazu mitbringen. Mit einem schwachen Notendurchschnitt wird kein guter Studienabschluss realisiert. Es stehen nach einem erfolgreichem Studium weitere Türen offen und der Karriereleiter steht keine Qualifikations-Hürde im Weg. Als Techniker hat man nun mal keinen akademischen Grad.
hac4black am 21.11.2018 um 12:11 Uhr
Servus,

Soll heißen," Alles ohne akademischen Grad ist Sch....!"
Oder wie?
Herzlichen Glückwunsch
EDonath am 21.11.2018 um 16:11 Uhr
Das heißt nur, das ich es erlebt habe das Kollegen mit der gleichen Position (einer Techniker und der andere Ingenieur) die Wahl für die höhere Position auf den Ingenieur gefallen ist...
theodors am 22.11.2018 um 20:11 Uhr
Ein Studium ist meistens nicht so praxisnah aber ermöglicht einem theoretisches Wissen auf einem anderen Level zu verstehen und sich anzueignen. Ich glaube man kann nicht so pauschal sagen das eine ist besser. Wer in der Praxis ist kann sehr viel Erfahrungen sammeln die ein Student dann erstmal nachholen muss...:angelic:
campbell1987 am 23.11.2018 um 22:11 Uhr
Ich kann diese Ingenieur-Techniker-Vergleiche nicht nachvollziehen. Verstärkt wird dies auch noch durch die Diskussion des DQR, welchen viele gänzlich missinterpretieren bzw. es bewusst missverstehen wollen, um ihren Status aufwerten zu wollen - was eigentlich überhaupt nicht nötig ist. Dass beide Ausbildungen völlig verschiedene Berufsfelder ansprechen, muss doch jedem bewusst sein. Eine akademische Ausbildung mit einer klassischen Berufsausbildung zu vergleichen ist Irrsinn. Ich würde niemals einen Dr.-Ing. bitten meinen Dachstuhl zu decken, genauso wenig würde ich einen Techniker bitten eine hochkomplexe FEM-Analyse anzufertigen. Jeder Abschluss hat seinen Platz in der Industrie und Wirtschaft, sind aber keineswegs gleichartig - was auch gut so ist, da jeder seine Stärken auf seinem Gebiet aufweist. Also, Schuster, bleib bei deinem Leisten.
skillgeek am 25.11.2018 um 02:11 Uhr
Ein Techniker reicht völlig aus! und auch finanziell ist es sicherlich die bessere Wahl! Diese Sätze fallen mir als Akademiker schwer, doch es ist leider die Realität. Als ich nach meiner Schlosser lehre beschloss, die FH zu besuchen um später einmal "Ingeniuer" zu werden, war ich völlig zuversichtlich, auch einen entsprechenden gut bezahlten Job zu kriegen, da lag ich vollkommen daneben. Um dies kurz und klar zu Schildern, nenne ich einige Faktoren die eine Karriere fördern- und umgekehrt. Um auf einem OEM/ Dax-Konzern oder IGM-Tarif zu landen, braucht es beziehungen wie Vitamin B, um aufzusteigen gilt dieses bsp. ebenfalls. Das Studium ist eine vorraussetzung, um sich Überhaupt sich als "Ingenieur" zu bewerben, da aber die Nachfrage an Absolventen rasant gestiegen ist und anstatt abzunehmen, weiter zunehmen wird, bleibt in Zukunft nur noch ein durchkämpftes Bewerbungsmarathon um die "geeignetesten (Besten, erfahrenen). D.h. um einen sicheren Job zu finden, braucht es im STUDIUM!! Also während man Studiert!! Ingenieurserfahrung durch diverse Praktika, Abschlussarbeiten und dies allesamt in 6 bis 7 Semestern mit einem sehr guten oder Guten GESAMTSCHNITT! Da, heute fast jeder Studiert, wird sich daran auch nicht viel ändern, eher im Gegenteil. Es muss meistens ein Master, mit Berufserfahrung her, mit 3-4 Fremdsprachen, branchenkenntnissen und das am besten nicht älter als 25. Als einen, mit Südländischen orientalischen Herkunft, wird die situation noch verschlechtert, also in meinem Fall hat sich eine Ausbildung- sowie Studium niemals gelohnt, sitze an einem Schuldenberg mit Master in Maschinenbau, ei zweites ist im Anlauf im bereich Werkstoffe aber mit Anfang 30 sehe ich keinerlei Hoffnung mehr.
campbell1987 am 27.11.2018 um 00:11 Uhr
Dein Ernst? Dass der Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften durchaus eine Lüge ist, ist nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz sind die Aussichten immer noch gut bis sehr gut. Der akademische Arbeitsmarkt ist halt anders als der nicht-akademische. Zum einen dauern die Stellenbesetzungsprozesse länger. Je anspruchsvoller die Tätigkeit, desto genauer schauen sich die Unternehmen die Bewerber an. Zum anderen ist der Bewerbungsprozess komplizierter, der dann auch mehrere Runden haben und zum Beispiel ein Assessment-Center beinhalten kann. Man bewegt eben auf einem sehr hohen Niveau mit anderen Bewerbern. Wenn du allerdings deine Bewerbungen so verfasst wie diesen Beitrag, sehe ich allerdings schwarz und würde direkt den Master abbrechen. Das wäre nur Zeitverschwendung.
Thawased42 am 27.11.2018 um 16:11 Uhr
wie es möglich ist? Ich bin verwirrt.
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