BVT fordert die Stärkung der beruflichen Bildung

Berufliche Sicherheit, gutes Einkommen, die Möglichkeit im Beruf die eigene Persönlichkeit zu entfalten und sich fortwährend weiter zu qualifizieren, hat für immer mehr junge Menschen eine hohe Bedeutung bei der Auswahl ihres Karriereweges. Garant dafür ist das deutsche Bildungswesen, einzigartig in der Welt, und doch in die Schieflage geraten.

Während alljährlich die Zahl der Studierenden an Universitäten und Hochschulen steigt, gerät die berufliche Bildung immer mehr ins Hintertreffen. Im Jahre 2013 war zum ersten Mal die Zahl derjenigen, die eine Lehre begonnen haben, niedriger als die Zahl derer, die ein Studium aufnahmen. Dieser Trend wirkt sich zunehmend auf die Leistungsfähigkeit der Deutschen Wirtschaft aus. Um den Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften in einer schnell voranschreitenden digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden, bedarf es einer besseren Bildungspolitik.

Aus diesem Grund fordert der Bundesverband höherer Berufe der Technik, Wirtschaft und Gestaltung e.V. (BVT) die Stärkung der beruflichen Bildung mit seiner Resolution „Höhere berufliche Bildung“. Die Resolution wurde im Rahmen der 15. Hauptversammlung am 20.Mai 2017 in Bad Honnef verabschiedet.

Die „höhere berufliche Bildung“ soll berufliche Aufstiegsfortbildungen, wie den Staatlich geprüften Techniker, den Staatlich geprüften Betriebswirt, den Staatlich geprüften Gestalter bzw. die Staatlich geprüfte Technikerin, die Staatlich geprüfte Betriebswirtin, die Staatlich geprüfte Gestalterin, als gleichwertigen Bestandteil der tertiären Bildung neben der bereits bestehenden akademischen Bildung etablieren. Damit stimmige Berufslaufbahn-Konzepte geschaffen werden können, die im sekundären Bildungsbereich beginnen und im tertiären Bereich die DQR-Stufen 5 bis 7 umfassen, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes.

Aus diesem Grund fordert der BVT die zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder auf, eigenständige Organisationseinheiten für die „höhere berufliche Bildung“ zu schaffen.“

Link zur Resolution

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