Bildungsprämie: kleine Alternative zum BAföG für Teilzeit-Techniker

Für viele ist bereits das Meister-BAföG oder das reguläre BAföG die tragende Säule der Finanzierung einer Techniker-Weiterbildung. Wer diese Förderung etwa wegen der Verschuldung nicht beantragen will, für denjenigen ist die Bildungsprämie vielleicht eine Alternative dazu. Sie ist aber lediglich ein relativ kleiner Zuschuss (500 Euro) zu den Lehrgangskosten, während hingegen mit einer Förderung aus dem BAföG und der monatlichen Förderung daraus auch der Lebensunterhalt bestritten werden kann.

Voraussetzungen

Wer erwerbstätig ist, kann alle zwei Jahre die Bildungsprämie von maximal 500 Euro betragen, wenn derselbe Betrag von einem selbst aufgebracht wird. Das bedeutet, dass die Lehrgangskosten insgesamt nur 1.000 Euro betragen dürfen.

Die teureren Fernlehrgänge für den Techniker fallen dann nicht mehr darunter. Da die Erwerbstätigkeit ebenso eine Voraussetzung ist, fällt also auch der Vollzeit-Lehrgang heraus, sodass die Bildungsprämie nur für Teilzeit-Techniker infrage kommt.

Zudem muss eine (kostenlose) Beratung vorab in Anspruch genommen werden und kein Anspruch auf Meister-BAföG bestehen. Das Jahreseinkommen darf maximal 20.000 Euro betragen (40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten). Außerdem muss die jeweilige Schule den Prämiengutschein nicht akzeptieren. Und es besteht kein Rechtsanspruch auf die Bildungsprämie.

Unter diesen Voraussetzungen dürften nur wenige Techniker-Schüler die Bildungsprämie erhalten – obwohl sie grundsätzlich auch für Techniker-Lehrgänge denkbar ist. Sie ist für kürzere Lehrgänge gedacht, die das lebenslange Lernen von Berufstätigen fördern soll. Wer sich dennoch dafür interessiert, kann mit dem Vorab-Check des Bildungsministeriums herausfinden, ob der Zuschuss für einen in Frage kommt.

Zusammenfassung: Bildungsprämie für die Techniker-Weiterbildung

  • nur für Erwerbstätige
  • max. 500 Euro Zuschuss zu Lehrgangsgebühren
  • Hälfte der Gebühr muss selbst aufgewendet werden
  • Lehrgang darf max. 1.000 Euro kosten
  • Jahreseinkommen max. 20.000 Euro (40.000 Euro gemeinsam Veranlagte)
  • Beratung muss aufgesucht werden