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Bücher - Kommunikationswissenschaften - Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien...
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Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien


von Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson

Preis: EUR 17,95 (gebraucht ab: EUR 14,50)
ISBN/ASIN: 3456834578
Taschenbuch: 271 Seiten
Verlag: Huber Hans
Veröffentlichungsdatum: 09.03.2000



Durchschnittliche Kundenbewertung der Amazon-Kunden: 4 von 5 Sternen (18 Rezensionen)

Unverzichtbar 5 von 5 Sternen Bewertung von Amazon Kunden

Das Buch von Watzlawick, Beavin und Jackson kann getrost als Standardwerk bezeichnet werden. Für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Kommunikation oder Interkulturalität, aber auch für den an diesen Themen interessierten Laien, ist dieses Buch unverzichtbar. Bei wissenschaftlichen Arbeiten muss dieses Buch bearbeitet, ausgewertet und berücksichtigt werden. Allein die Tatsache, dass es sich hier um die 11., unveränderte Auflage handelt zeigt, dass der Inhalt eine gleichbleibend hohe Aktualität besitzt. Dieses Buch ist ein Gewinn für jeden, der sich mit diesem Thema auseinander setzt. Es gehört ins Bücherregal eines an sozial- und kommunikationswissenschaftlichen Themen interessierten Menschen.

69er Ausgabe erwischt 5 von 5 Sternen Bewertung von Amazon Kunden

Habe eine alte (deutsche) Erstausgabe erwischt und mich nun endlich heran getraut.
Gleich vorweg: Keine einfache Kost - braucht man schon etwas Muße zum lesen (evtl. auch Ruhe ;).

Ich musste mich langsam vortasten und bin so manches Mal gestolpert.
Zeit hilft, um die Knoten aus dem Kopf zu kriegen.
Das Schöne: es wird immer interessanter.
Die Axiome lesen sich noch flüssig, bei den Paradoxien hab ich schon mal gegrübelt.
In der zweiten Metaebene fühlt man sich halt doch etwas verloren ;)

Wer Kommunikation aus der Watzlwischen Sicht erkennen möchte, kommt um diesen Klassiker nicht herum.
Hilfreich im Arbeitsleben und zu Hause aber ohne schnelle Hilfsanleitungen.

Mit dem Wissen aus diesem Buch kommt man auch schlauen Sprücheklopfern (ich sage nur: man kann nicht nicht kommunizieren) schneller auf die Schliche, weil oft die Substanz fehlt.
Außerdem versteht man seine anderen Bücher doch bedeutend einfacher.

FaziT: Hätte ich schon früher lesen sollen.

Einstieg in die Theorie der Kommunikation 5 von 5 Sternen Bewertung von Amazon Kunden

Für mich als Laien eine recht interessante Kompilation von Theorien über die Kommunikation: u.a. die Doppelbindungstheorie, diverse Paradoxien, und die Theorie über Metakommunikation im Allgemeinen und viele Verweise direkt in die Mathematik (zirkuläre Systeme; Rückkopplungen - die im Gegensatz zum linearen Verständnisansatz benötigt werden, um tiefer und umfassender in die Materie einzudringen).
Mit recht anschaulichen Beispielen, die den Text, dann zu guter letzt doch recht leicht zugänglich machen!

Wer sich für Paradoxien in der Kommunikation und ihren praktischen Auswirkungen - auch in der Psychoanalyse - interessiert, sollte unbedingt zugreifen! Unbedingt weiterlesen auch wenn das erste Kapitel etwas zu wissenschaftlich, fast mathematisch anmutet!

Inhaltsreich, aber schwer zu lesen 3 von 5 Sternen Bewertung von Amazon Kunden

Wer die populären Bücher von Paul Watzlawick kennt, zum Beispiel die vorzügliche Anleitung zum Unglücklichsein, geht mit hohen Erwartungen an dieses Standardwerk der Kommunikation heran. Allerdings verrät schon der erste Satz, dass es hier nicht um die Unterhaltung des Lesers, sondern um das Vermitteln von Fakten geht: "Dieses Buch handelt von den pragmatischen (den verhaltensmäßigen) Wirkungen der menschlichen Kommunikation, unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen."

Das Buch gliedert sich in acht Kapitel:

1. Die begrifflichen Grundlagen
2. Pragmatische Axiome - ein Definitionsversuch
3. Gestörte Kommunikation
4. Die Organisation menschlicher Interaktion
5. Kommunikationsstrukturen im Theaterstück "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
6. Paradoxe Kommunikation
7. Die Paradoxien der Psychotherapie
8. Epilog: Existentialismus und menschliche Kommunikationstheorie: ein Ausblick.

Gelungen finde ich an dem Buch den Aufbau, der einer stingenten Logik folgt und auch den unbewanderten Leser erst mit den Grundlagen der Kommunikations vertraut macht, dann mit den Feinheiten. Gelungen finde ich ebenfalls, dass der wissenschaftliche Schreibstil immer wieder durch konkrete Beispiele und Dialoge fassbar gemacht wird, vor allem im Kapitel "Wer hat Angst vor Virginia Woolf".

Weniger gelungen finde ich, dass das Buch insgesamt schwer lesbar ist. Mir ist die Lektüre bei Zugfahrten nicht geglückt, erst in der Stille meines Arbeitszimmers. Etliche Passagen musste ich, obwohl mit den Grundlagen der Kommunikation vertraut, mehrfach lesen, was auch an einer Vielzahl von Fremdwörtern liegt.

Den Leser erwartet ein gehaltvolles, aber auch anspruchsvolles Buch. Wer es leichter und praxisnäher liebt, der sei auf die vorzüglichen Kommunikationsbücher von Friedemann Schulz v. Thun verwiesen Miteinander reden, Bd. 1: Störungen und Klärungen.: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation


hilft, die menschliche Kommunikation besser zu verstehen 3 von 5 Sternen Bewertung von Amazon Kunden

Die Autoren geben einen einführenden Überblick in den Sprachgebrauch und gehen auf verschiedene Sprachebenen ein. Dabei werden Wechselwirkungen und Störungen, insbesondere Verhaltensstörungen, in der Kommunikation berücksichtigt, um so aufzuzeigen, wie sich Missverständnisse bilden. Wie funktioniert Kommunikation und was passiert, wenn sie gestört wird, sind Fragen, die beantwortet werden sollen. Dargestellt wird ein Wechselspiel zwischen Kommunikationspartnern auf Kommunikations- und Verständnisebene, die aufgrund verschiedener Faktoren sehr weit auseinander liegen können.

Ziel ist es, Denkmodelle zu formulieren und Sachverhalte zu veranschaulichen, um die Modelle zu untermauern. Dabei stehen diese bisher in keinem Bezug zu weiteren Wissenschaften, da die Untersuchung der Pragmatik der menschlichen Kommunikation (mit diesem Werk) gerade erst begonnen wird. Nur zur besseren Veranschaulichung werden andere Wissenschaften (z. B. die Mathematik) eingesetzt.

Im ersten Kapitel werden begriffliche Grundlagen definiert, z. B. "Rückkopplung", "Redundanz", "Sprache". Als Schwerpunkt wird die Pragmatik, die Beeinflussung also, betont, wobei Kommunikation und Verhalten gleichgesetzt werden. Verdeutlicht wird, dass Sprache allein, bestehend aus Variablen, bedeutungslos ist und nur aufgrund einer Beziehung an Bedeutung gewinnt.

Im zweiten Kapitel wagen die Autoren den Versuch, verschiedene Axiome zu definieren, wobei sie selbst keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit erheben. Dabei werden diese für den Leser nachvollziehbar hergeleitet und begründet. Kurz gefasst, werden folgende Axiome formuliert:

o Man kann nicht nicht kommunzieren,
o Kommunikation besteht immer aus einem Inhalts- und Beziehungsaspekt,
o die Natur einer Beziehung ist bedingt durch Interpunktion der Kommunikationsabläufe,
o menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten,
o zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär.

Unter der Überschrift "Gestörte Kommunikation" werden im dritten Kapitel die aufgestellten Axiome unter Störungsbildern näher betrachtet. Anhand von Beispielen werden Störungen nachvollziehbar dargestellt und es wird deutlich gemacht, wie wichtig der Beziehungsaspekt der Kommunikationspartner und deren Vorerfahrungen/Lebenserfahrungen sind.

Im theoretisch gefassten vierten Kapitel "Die Organisation menschlicher Interaktion" stellen die Autoren dar, dass Interaktion (in der Kommunikation) als System deklariert werden kann. Dieses System wird näher definiert und ihm werden Eigenschaften (z. B. offen, geschlossen) zugeordnet.

Im folgenden fünften Kapitel werden die Kommunikationsstrukturen, wie sie in einem System existieren, des Theaterstücks "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" betrachtet, um sie nach der theoretischen Abhandlung im vorherigen Kapitel, praktisch darzustellen.

Die "Paradoxe Kommunikation" wird im sechsten Kapitel behandelt, wobei die Autoren zwischen "wahren" ("ein Widerspruch, der sich durch folgerichtige Deduktion aus widerspruchsfreien Prämissen ergibt") und "falschen" (["]verborgener Denkfehler ["] absichtlich in das Argument eingebauter Trugschluss ["]) Paradoxien unterscheiden. Weiterhin geben sie drei Arten von Paradoxien an (Antinomien, semantische Antinomien, pragmatische Paradoxien.

Eine weiterführende Auseinandersetzung mit Paradoxien erfolgt im siebten Kapitel, wobei die Betrachtung aus psychotherapeutischer Sicht erfolgt und die Autoren ihre Erfahrungen mit schizophrenen Patienten einfließen lassen.

Dieses kommunikationswissenschaftliche Werk zeigt nach einer klaren und deutlichen Begriffsdefinition nachvollziehbar auf, welche Störungen der Sprache zu Störungen im zwischenmenschlichen Verhältnis führen können, woher Missverständnisse kommen und wie wichtig die Beziehungsebene in jeder Kommunikation ist und wie stark sie mitschwingt.

Die Kapitel bauen aufeinander auf, sodass sich der Leser, auch ohne Vorwissen, leicht einlesen und die Sachverhalte gut nachvollziehen kann. Die teilweise schwer verständliche Theorie wird durch die gewählten Beispiele näher erklärt und verdeutlicht. Dieses Werk hilft, die menschliche Kommunikation besser zu verstehen und ist daher nicht nur für Wissenschaftlicher eine gute Lektüre.

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